Workshops & Specials

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Kreativ-Workshops, öffentliche soziokulturelle Aktionen und Specials – natürlich aus feministischer Sicht. Die Angebote sind beteiligungsorientiert und kunstgenreübergreifend – und bieten immer auch die Möglichkeit des Gesprächs, der soziokulturellen Begegnung zwischen Akteur*innen, Künstler*innen und den Teilnehmer*innen bzw. Besucher*innen verschiedener Generationen.

April 2021

18.04. (Online) Humor writing. Satire schreiben

Sonntag | 11:00 bis 17:00 Uhr

(ONLINE-)SCHREIB-WORKSHOP

Alltägliches in Abgründiges verwandeln. Der Welt den Spiegel vorhalten. Dummheit und Missstände in den Fokus nehmen. In diesem Workshop schärfen die Teilnehmer*innen ihren schrägen Blick auf die Welt und lernen wichtige Strategien und Kniffe des satirischen Schreibens kennen. Geeignet für alle, die Lust an Sprachspielen haben, über mindestens einen Missstand „empört“ sind und über ausreichend Selbstironie verfügen.

DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin, Poesie- und Bibliotherapeutin (EAG-FPI)
Anmeldung bitte bis zum 17.04.2021 | Maximal 10 Teilnehmer:innen.
Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt

Im Online-Format:

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

23.04. Erneut verschoben! Frühlingskräuter erkennen. Leckeres aus Brennnessel, Gundermann, Giersch und Co!

Freitag | 16:00 bis 19:00 Uhr

*KRÄUTERTOUR -> verschoben | neuer Termin: offen | nur in Präsenz möglich

Mit KERSTIN LEUBNER

Im Frühling deckt die Natur im Auwald reichlich den Tisch mit frischem Grün. Diese Wildkräuter versorgen unseren Körper mit wertvollen Nährstoffen und schenken uns beim Sammeln ein wundervoll entspannendes Naturerlebnis.
So hat die Frühjahrsmüdigkeit keine Chance!

KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und zertifizierte Kräuterfrau. Die Tour ist mit Picknick geplant, bitte eine Kleinigkeit fürs Picknick und ein Trinkgefäß mitbringen. Bei Dauerregen muss die Kräutertour leider ausfallen. Anmeldung bis 16.04.2021 erforderlich | Treffpunkt: 10 Uhr Café Frauenkultur
Teilnahmegebühr: 15,- Euro | 12,- Euro ermäßigt

24.04. (Online) Clara Zetkin

Samstag | 15:00 bis 17:00 Uhr

NEUE WERKSTATTREIHE ZU PHILOSOPHINNEN*

(ONLINE-)WERKSTATT

mit LOU ZUCKER
Feminismus hat den Mainstream erreicht – ein ganz bestimmter zumindest. Einer, mit dem Unternehmen ihre Produkte vermarkten können, der aber nicht danach fragt, unter welchen Arbeitsbedingungen Frauen in diesen Unternehmen die Büros putzen. Clara Zetkin gab sich nie mit kleinen Verbesserungen für privilegierte Frauen zufrieden. Sie stand stets auf der Seite der Arbeiterinnen. Dabei legte sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Vielen an: innerhalb der Frauenbewegung mit den bürgerlichen Frauenrechtlerinnen und innerhalb ihrer Partei, der SPD und später der KPD, mit allen Männern, die von Gleichstellung nichts wissen wollten. Sie rief den internationalen Frauenkampftag ins Leben, versuchte gemeinsam mit ihrer besten Freundin Rosa Luxemburg und sozialistischen Frauen anderer Länder bis zuletzt den Ersten Weltkrieg zu verhindern und hielt als Alterspräsidentin eine flammende antifaschistische Eröffnungsrede im Reichstag, als die NSDAP dort bereits die Mehrheit hatte. Feminismus bedeutete für Clara Zetkin nie allein die Freiheit der Frau, sondern Freiheit für alle Ausgebeuteten.

Was kann Feminismus heute von Clara Zetkin lernen? Was wollen wir anders machen als sie? Um diese und andere Fragen soll es im Werkstattgespräch gehen, sowohl in einem Input als auch in der gemeinsamen Diskussion.

LOU ZUCKER hat in Berlin, Istanbul, Toronto und Bologna Sozialwissenschaften studiert, war freiberuflich unter anderem für die taz, Zeit Campus Online, jetzt.de und den Deutschlandfunk tätig und hat als Redakteurin für neues Deutschland, Supernova, bento und das „Leben”-Ressort von DER SPIEGEL gearbeitet. Ihre Themen sind soziale Ungleichheit, Gender und Feminismus, Gesundheit und Sex. Im Februar 2021 erschien ihr Buch „Clara Zetkin – eine rote Feministin“ im Eulenspiegel Verlag.
Anmeldung bis zum 23.04.2021 erforderlich. || Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt
Die Durchführung der Werkstatt wird durch die Clara-Zetkin-Stiftung unterstützt.

Im Online-Format:

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

25.04. Pandemiebedingt verschoben | Workshop Trommelmusik

Sonntag | 10:00 bis 13:00 Uhr

WORKSHOP | Nur in Präsenz möglich.

mit INGEBORG FREYTAG, Musikerin

Traditionelle Rhythmus-Strukturen, Spieltechniken und Universalmuster, dazu Freudehormone und integrative Gruppenkonzepte – mehrstimmig für Frauen jeden Alters und alle (gefühlten) Niveaustufen! Ein einmaliges Rhythmuserlebnis genießen. Willkommen! Anmeldung ist bitte bis zum 24.04.2021 erforderlich. Weitere Infos: www.drums-and-chants.de

Teilnahmegebühr: 45,- | 33,- Euro ermäßigt inkl. alle Leihinstrumente

Mai 2021

02.05. (Online) Mit dem jüdischen Kalender

Sonntag | 11:00 bis 13:00 Uhr

WERKSTATTREIHE JÜDISCHE FEIERTAGE

mit Rabbinerin
ESTHER JONAS-MÄRTIN

Die Selbstverständlichkeit jüdischen Lebens in Deutschland ist „im Nationalsozialismus zerstört worden“. Vor 1933 lebten ca. 600 000 jüdische Menschen in Deutschland. In Leipzig hatten allein die jüdischen Gemeinden (nach Selbstangabe) 20.000 Mitglieder; viele lebten zudem nicht an eine Gemeinde gebunden. 1945 zählte die Jüdische Gemeinde Leipzig 19 Mitglieder; 1950 waren es 314 … im August 1988 waren es nur noch 35 Mitglieder. Heute ist die Israelitische Religionsgemeinde Leipzig mit über 1.300 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in Sachsen. Doch eine Selbstverständlichkeit im alltäglichen Miteinander ist bis heute nicht vorhanden – u.a. bedingt durch fehlendes Umeinander-und-Voneinander-Wissen. Kenntnisse um den jüdischen Kalender, um jüdische Feiertage und generell jüdisches Leben fehlen oder sind stark von Vorurteilen geprägt.

Aus diesem Grund ist eine vierteilige Workshop-Reihe mit Rabbinerin Esther Jonas-Märtin geplant. Im Mittelpunkt stehen die Jüdischen Feiertage. Von diesen ausgehend erschließen sich Aspekte und Wertvorstellungen jüdischer Weltsicht, die zu einem bereichernden gemeinsamen Austausch führen können. In den Werkstätten wird es nach einem ersten thematischen Input eine 60-minütige „Stille Zeit“ geben… zum Lesen von Texten oder auch zum Austausch untereinander. Und danach geht es gemeinsam weiter mit Antworten, Fragen und Erkenntnissen.

Dritte Werkstatt: Geben und Nehmen

Anders als Schabbat, Purim oder Chanukkah liegt der Ursprung der sogenannten Pilgerfeste als Erntedankfeste in der Landwirt- schaft. Was bedeuten Pessach, Shawuot und Sukkot heute? Ernten wir, was wir säen?

ESTHER JONAS-MÄRTIN, Rabbinerin, M.A.|M.A.; assoziiertes Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland | Member of the Rabbinical Assembly, Vorstand der Beth Etz Chaim. Lehrhaus-Gemeinschaft-Teilhabe e.V. Leipzig

Weitere Werkstätten | Termine:

So., 06. 06. 2021, Werkstatt 4: Das jüdische Neujahr
Wie geht ein Neujahrsfest ohne Feuerwerk, ohne Knalleffekte? Das Jüdische Neujahr ist vor allem innere Einkehr und aktives Aufeinander-zu-gehen. Werkstattgespräch mit Schlüsseltexten; den verschiedenen Kategorien von „Fehlern/Schuld“ aus jüdischer Sicht und der Frage: Warum das Judentum eine Verpflichtung etablierte, dass Fehler entschuldigt werden müssen?

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

Anmeldung bis 30.04.2021 erforderlich.
Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

06.05. Online: AK Aufarbeitung Hexenverfolgung in Leipzig.

Donnerstag | 16:00 bis 18:00 Uhr

OFFENES ARBEITSTREFFEN

AK Aufarbeitung Hexenverfolgung in Leipzig.
Alle Interessierten sind willkommen. | Teilnahme: kostenfrei

Im Online-Format wird auf Wunsch der Teilnahmelink zugeschickt.

07.05. (Online): Zur Entstehung der Gesetzgebung zum Schwangerschaftsabbruch in der Zeit der Hexen*Verfolgung / Frühen Neuzeit

Freitag | 17:00 bis 19:00 Uhr

(ONLINE-)WERKSTATT

Ein Team des Arbeitskreises zur Aufarbeitung der Hexen*Verfolgung in Leipzig | Sachsen setzt die Veränderungen der Rechts-sprechung im ausgehendem Mittelalter bis zum Ende der Frühen Neuzeit (1450-1750) in Bezug auf die Auswirkungen für das konkrete Leben von Frauen in dieser Zeit… die bis ins Heute reichen. Einbezogen werden verschiedene Debatten in Medizin, Recht, Religion, Politik, Kunst und Literatur. Sie betreffen beispielsweise die Hierarchisierung von Geschlechterrollen und darauf fußende Gesellschaftssysteme, die Rechte reproduktiver Selbstbestimmung und medizinischer Versorgung von Frauen* oder auch die Verdrängung von Frauen* aus dem Gesundheitsbereich.

Im Online-Format: Teilnahmelink folgt hier

Eintritt: 4,- Euro | nach Selbsteinschätzung
Hier zu den Zahl-Möglichkeiten

08.05. (ONLINE-)SCHREIB-WORKSHOP: Krimis schreiben

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

(ONLINE-)WORKSHOP
mit DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT

Die Teilnehmer*innen lernen die wichtigsten Zutaten für einen Krimi kennen. Sie erfinden ein Verbrechen, entwerfen den Charakter von Täter*in und Ermittler*in und entwickeln den Plot für eine Kriminalgeschichte. Am Ende des Workshops haben alle Teilnehmer*innen eine Krimi-Kurzgeschichte geschrieben. Geeignet für alle, die gerne Krimis lesen und ihre „kriminellen Energien“ einmal ungestraft ausleben möchten.

DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin, Poesie- und Bibliotherapeutin im Integrativen Verfahren (EAG-FPI). || Anmeldung bis zum 11. 03.2021 erforderlich. | Maximal 10 Teilnehmer:innen.

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt.

18.05. (Online-)Werkstatt zu Silvia Federici

Dienstag | 18:00 bis 20:00 Uhr

Biografische Werkstatt zu Silvia Federici

mit FRIEDERIKE BEIER, Politologin an der Freien Universität Berlin

Silvia Federici ist Theoretikerin, Aktivistin und Hochschullehrerin. Sie ist in Italien geboren und lebt in den USA, wo sie die internationale Lohn-für-Hausarbeit-Kampagne in den 1970ern mitgegründet hat. Ausgehend von der Grundlage unseres Lebens, der Haus- und Sorgearbeit, schreibt Federici seit über fünfzig Jahren über feministische Politik, Kapitalismus, Globalisierung und die zunehmende Privatisierung von Commons, also öffentlichen Gütern, wie Land und Wasser.

Federici hat viele Generationen von Feminist*innen durch ihre feministisch-materialistischen Theorien und Interventionen inspiriert und beeinflusst. Als feministische Aktivistin geht es ihr nicht nur um die Kritik, sondern auch die Überwindung der herrschenden (Geschlechter-)Verhältnisse. Federici’s Werk bietet somit viele Hoffnungsschimmer und Anknüpfungspunkte für aktuelle feministische Kämpfe, wie dem internationalen Frauenstreik. Sie ist u.a. Autorin von: Aufstand aus der Küche, Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und die unvollendete feministische Revolution (2012); “Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation” (2012); Hexenjagd. Die Angst vor der Macht der Frauen (2019); Jenseits unserer Haut. Körper als umkämpfter Ort im Kapitalismus (2020); Die Welt wieder verzaubern. Feminismus, Marxismus & Commons (2020) sowie Revolution at Point Zero – Hausarbeit, Reproduktion und feministischer Kampf (2020). Das Werkstattgespräch gibt einen Überblick über Federicis Theorien und Ansätze. Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Erlernte anhand von aktuellen Themen zu diskutieren.

FRIEDERIKE BEIER ist Politologin an der FU Berlin. Sie forscht, lehrt und publiziert zu materialistischem Feminismus, sozialer Reproduktion und globaler Gouvernementalität. Silvia Federici hat sie dazu inspiriert, feministische und marxistische Theorien zusammenzudenken und sie auf den globalen Kontext anzuwenden. Über einen materialistischen Feminismus hat sie den Sammelband materializing feminism. Positionen zu Ökonomie, Staat und Identität (2018 unrast-Verlag) herausgegeben. Sie ist zudem Herausgeberin der Reihe »Theorien und Kämpfe der sozialen Reproduktion« des unrast-Verlages, in der im März 2021 der Band „Revolution at Point Zero – Hausarbeit, Reproduktion und feministischer Kampf“ von Silvia Federici erscheint. https://politologinnen.org/friederike-beier/

Anmeldung bis zum 16. 05. 2021 erforderlich. |

Im Online-Format: Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

20.05. Biografische Werkstatt zu Christa Wolf

Donnerstag | 18:00 bis 20:00 Uhr

(ONLINE-)WERKSTATT

Werkstatt-Leitung: PD Dr. BIRGIT DAHLKE

Die Frauenkultur porträtiert in dieser Werkstatt-Reihe Philosophinnen* | Autorinnen* als Impulsgeberinnen in ihrem gesellschaftlichen und zeitlichen Kontext… auch um zu zeigen, wie Wissen ihr Handeln beeinflusste; wie notwendig es ist, eigene Positionen öffentlich zu formulieren, um Diskurse über Verantwortlichkeit, humanistische Lebenskonzepte und Sinnfragen führen zu können. Die Schriftstellerin Christa Wolf (1929 – 2011) war und ist so eine Impulsgeberin. Ihre Literatur regt Ausein-andersetzung an, mit der großen Geschichte ebenso wie mit dem eigenen Alltagsverhalten. Ihre Texte polarisieren und eröffnen Perspektiven. Der Blick auf ihre Biographie lässt Krieg und Flucht als die Schlüsselerfahrung erkennen. Wie prägen sie ihre Literatur, wie ihre politischen und moralischen Entscheidungen? Empfohlene vorbereitende Lektüre: ihre Alltagschronik “Ein Tag im Jahr. 1960 -2000” (Luchterhand 2003) oder den Briefband “Christa Wolf. Briefe 1952-2011. Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten” (Suhrkamp 2016).

PD Dr. BIRGIT DAHLKE ist Leiterin der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der Humboldt-Universität Berlin und publizierte u.a. die Porträts “Wolfgang Hilbig” (Wehrhahn Verlag 2011) und “Christa Wolf. Antifaschistin – Humanistin – Sozialistin” (Königshausen & Neumann 2019)

Anmeldung bis zum 18. 05. 2021 erforderlich. || Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

Im Online-Format: Teilnahmelink wird nach bestätigter Anmeldung zugeschickt

Juni 2021

06.06. (Online) Mit dem jüdischen Kalender

Sonntag | 11:00 bis 13:00 Uhr

WERKSTATTREIHE JÜDISCHE FEIERTAGE

mit Rabbinerin
ESTHER JONAS-MÄRTIN

Die Selbstverständlichkeit jüdischen Lebens in Deutschland ist „im Nationalsozialismus zerstört worden“. Vor 1933 lebten ca. 600 000 jüdische Menschen in Deutschland. In Leipzig hatten allein die jüdischen Gemeinden (nach Selbstangabe) 20.000 Mitglieder; viele lebten zudem nicht an eine Gemeinde gebunden. 1945 zählte die Jüdische Gemeinde Leipzig 19 Mitglieder; 1950 waren es 314 … im August 1988 waren es nur noch 35 Mitglieder. Heute ist die Israelitische Religionsgemeinde Leipzig mit über 1.300 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in Sachsen. Doch eine Selbstverständlichkeit im alltäglichen Miteinander ist bis heute nicht vorhanden – u.a. bedingt durch fehlendes Umeinander-und-Voneinander-Wissen. Kenntnisse um den jüdischen Kalender, um jüdische Feiertage und generell jüdisches Leben fehlen oder sind stark von Vorurteilen geprägt.

Aus diesem Grund ist eine vierteilige Workshop-Reihe mit Rabbinerin Esther Jonas-Märtin geplant. Im Mittelpunkt stehen die Jüdischen Feiertage. Von diesen ausgehend erschließen sich Aspekte und Wertvorstellungen jüdischer Weltsicht, die zu einem bereichernden gemeinsamen Austausch führen können. In den Werkstätten wird es nach einem ersten thematischen Input eine 60-minütige „Stille Zeit“ geben… zum Lesen von Texten oder auch zum Austausch untereinander. Und danach geht es gemeinsam weiter mit Antworten, Fragen und Erkenntnissen.

Vierte Werkstatt: Das jüdische Neujahr

Wie geht ein Neujahrsfest ohne Feuerwerk, ohne Knalleffekte? Das Jüdische Neujahr ist vor allem innere Einkehr und aktives Aufeinander-zu-gehen. Werkstattgespräch mit Schlüsseltexten; den verschiedenen Kategorien von „Fehlern/Schuld“ aus jüdischer Sicht und der Frage: Warum das Judentum eine Verpflichtung etablierte, dass Fehler entschuldigt werden müssen?

ESTHER JONAS-MÄRTIN, Rabbinerin, M.A.|M.A.; assoziiertes Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland | Member of the Rabbinical Assembly, Vorstand der Beth Etz Chaim. Lehrhaus-Gemeinschaft-Teilhabe e.V. Leipzig

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

Anmeldung bis 04.06.2021 erforderlich.
Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

13.06. Was blüht denn da? Pflanzen an ihren Blüten erkennen

Sonntag | 10:00 bis 13:00 Uhr

KRÄUTER-TOUR -> nur in Präsenz möglich

Mit KERSTIN LEUBNER
Im Juni gehen viele der Kräuter in die Blüte – Eine gute Zeit, um Blüten dekorativ einzusetzen in Ölen, Limonaden, Smoothies und Aufstrichen. Wir lernen die Kräuter des Frühlings in ihrem späteren Stadium kennen und vertiefen das Kräuterwissen.

KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und zertifizierte Kräuterfrau. Die Tour ist mit Picknick geplant, bitte eine Kleinigkeit fürs Picknick und ein Trinkgefäß mitbringen. Bei Dauerregen muss die Kräutertour leider ausfallen. Bei jeder Wanderung gibt es ein kleines Skript mit den wichtigsten Pflanzen, Rezepte und weiterführende Hinweise. Anmeldung bis 11.06.2021 erforderlich |

Treffpunkt: 10 Uhr Café Frauenkultur
Teilnahmegebühr: 15,- Euro | 12,- Euro ermäßigt

26.06. Wenn Frau* (nicht) will, steht alles still.

Samstag | 14:00 bis 22:00 Uhr

VIERTE LEIPZIGER FRAUEN*FESTIVAL

-> nur in Präsenz möglich

Es ist wieder soweit. Zum vierten Mal erobern Frauen* den Leipziger Markplatz. Das Leipziger Frauen*Festival OHNE UNS KEIN WIR – ein Festival offen für alle Menschen.

Da sich Leipzig im Jahr 2021 als Stadt der sozialen Bewegungen thematisiert sowie 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland würdigt, haben in diesem Kontext alle Festival-Aktionen gemeinsame inhaltliche Schnittmengen. Festival-Anliegen ist es, die Unverzichtbarkeit der aktiven und gleichberechtigten Beteiligung von Frauen* für unser freiheitlich-demokratisches Leben über unterschiedlichste kreative Formate aufzuzeigen. Auch in der Dimension der Wirkungen und Konsequenzen: OHNE UNS KEIN WIR! Insgesamt versteht sich dieses Festival als ein Impuls-gebendes Kultur-Event, mit dem Frauen* aus unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen ein Zeichen für eine gerechte Zukunft setzen.

Das Vierte Leipziger Frauen*Festival ist (nach 2015, 2017 und 2019) auch wieder
• eine Open-Air-Frauen-Messe: Unternehmerinnen, Händlerinnen, Handwerkerinnen, Künstlerinnen präsentieren ihre Angebote.
• ein Fest für die ganze Familie: mit zahlreichen Mitmach-Aktionen für Kinder- und Familien.
• ein Kultur-Festival, auf dem sich Künstler*innen verschiedener Herkunft präsentieren.

Frauen* in ihrer Vielfalt öffentlich sichtbar machen als Akteurinnen* in den unterschied-lichsten Arbeits- und Lebensbereichen, Feiern, Tanzen, Reden, Zuhören, Kontakte knüpfen, Neues entdecken, sich Ausprobieren, einfach Spaß haben … Das alles ist das Leipziger Frauen*Festival.

Bis zum 30.04.2021 wird nach dem Stand der pandemischen Situation entschieden, ob das Festival live auf dem Markt stattfinden kann – oder ob eine digitale Variante gewählt werden wird.

Juli 2021

03.07. Die ureigenen Kräfte der Frauen... und warum auch Yoga nicht immer wohltuend ist.

Samstag | 11:00 bis 13:00 Uhr

MATINEE
mit LUISA FRANCIA

Wir werden bewertet, abgewertet, verglichen, belächelt, ausgelacht vielleicht, wenn wir uns auf unsere ursprünglichen Kräfte als Frauen besinnen. Es scheint zwar, dass „die Frau“ gerade im Aufwind ist, alle reden plötzlich über Frauen, über Missbrauch, me too usw. … doch das darf uns nicht täuschen. Es geht nicht um unsere ureigenen Kräfte – es geht um die Anpassung an gesellschaftliche Normen, um die geschmeidige „Eingliederung“ der Frauen ins patriarchale System. Schließlich sollen sie am Ende, freiwillig natürlich, ihre Funktion als Serviceeinrichtung erfüllen. Gönnerhaft werden die Frauen gelobt und hervorgehoben, und erstaunt wackeln alle mit den Köpfen: was, das können Frauen auch?! Gerade junge Frauen werden bedrängt, ganz toll, ganz leistungsfähig zu sein und gehen dabei oft über ihre Kraft. Fremden Befehlen zu folgen hat eben die Wirkung, dass das eigene Gespür verloren geht. Wie finden wir zum eigenen Gespür? Wie widersetzen wir uns Erwartungen oder gar Befehlen? Viele Frauen gehen zum Yoga und lassen sich dort oft die absurdesten Turnübungen aufdrängen. Om? Au!! Auch wenn die Tradition noch so alt ist – wenn sie nicht wohltuend ist, hat sie keinen Sinn.

“Ich lese dazu aus einigen meiner Bücher und erzähle über die weiblichen Urkräfte, Intuition, Mitgefühl, Durchsetzungskraft, Heiterkeit, Widerspruchsgeist…. zum Beispiel. Und dann kommen wir ins Gespräch…”

LUISA FRANCIA ist Schriftstellerin, Künstlerin, Reisende, hat eine erwachsene Tochter, spricht fünf Sprachen und veröffentlichte weit über dreißig Bücher, von denen einige Bestseller wurden. Sie gibt Seminare, hält Lesungen und Vorträge, die sich mit dem tieferen Verständnis spiritueller Energien beschäftigen. Sie führt unter www.salamandra.de ein Internet-Tagebuch… Eintritt: 6,- | 4,- Euro ermäßigt

Aufgrund der anderen, begrenzteren Platz-Kapazitäten, ist es sehr hilfreich, wenn eine Platz-Reservierung (per Mail oder per Telefon) im Vorfeld der Veranstaltung erfolgt.

03.07. Wie können wir im Körper wirklich zuhause sein?

Samstag | 14:00 bis 17:00 Uhr

WORKSHOP

mit LUISA FRANCIA

Im Nachmittagsworkshop spielen wir mit Körperkräften, mit dem Atem, der Stimme und erfahren, warum es nicht um Leistung, um Anstrengung, um Grenzen überschreiten geht, was bei spirituellen Turnstunden wie Yoga und anderen Körperertüchtigungen schiefgehen kann und warum es gut ist, immer auf die Eigenmacht und die magischen Kräfte des Körpers zu hören. Ein Ritual beschließt den Nachmittag. Anmeldung bis zum 19.02.2021 erforderlich.

Teilnahmegebühr: 50,- | 35,- Euro ermäßigt

04.07. Für Esther Adelski. Eine Zeremonie.

Sonntag | 12:30 bis 13:30 Uhr

ÖFFENTLICHE AKTION
Im Rahmen der Jüdischen Woche

Zu unseren Begegnungen mit der Leipziger Malerin Sophie Schneiders (1891 – 1941) gehörte auch das Kennenlernen von Esther Adelski, der Mutter von Sofie. Sofie war die älteste Tochter von Esther Adelski (15.01.1864- 23.09.1911) und Hillel Schneider (5.10.1860 – 1941). Esther Adelski hatte zehn Töchter und einen Sohn; zwei der Töchter – Sofie und Luiza – kamen im Holocaust ums Leben.

Von Esther Adelski ist nur sehr wenig bekannt. Erzählt wird: „…sie hatte tief-warme braune Augen.“. Ihre Enkelin Yiska erzählte: „Um das Einkommen ihres Mannes aufzubessern, fertigte Esther Perücken für religiöse jüdische Frauen. Sie soll gerufen haben:
bq. „Mir gehen die Haare für Perücken aus. Zilla, Yda, Louisa, Sofie, Berta, Anna, Rosa, Zipora, Dora, Mina, komm her… ich muss euch ein paar Haare abschneiden.”

Esther Adelski starb mit 47 Jahren und ist bestattet auf den „Alten jüdischen Friedhof“ in Leipzig, Grab 268. Mütter haben eine besondere Wichtigkeit in einer jüdischen Familie. Auch die Weitergabe der Zugehörigkeit zur jüdischen Religion geschieht im Judentum über die Mutter…. matri-linear: Jude oder Jüdin ist, wer Kind einer jüdischen Mutter ist, oder wer zum Judentum konvertiert. Um Esther Adelski zu gedenken – stellvertretend für (jüdische) Mütter – wird es an ihrem Grab auf dem Alten jüdischen Friedhof eine Zeremonie geben.

Mit der Rabbinerin ESTHER JONAS-MÄRTIN, den Musikerinnen SHIRA BITAN, Sopran und GAL LEVY, Klassische Gitarre | Jerusalem, Leipzig

Ort: Berliner Str. 123, Grab 268