Workshops & Specials

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Kreativ-Workshops, öffentliche soziokulturelle Aktionen und Specials – natürlich aus feministischer Sicht. Die Angebote sind beteiligungsorientiert und kunstgenreübergreifend – und bieten immer auch die Möglichkeit des Gesprächs, der soziokulturellen Begegnung zwischen Akteur*innen, Künstler*innen und den Teilnehmer*innen bzw. Besucher*innen verschiedener Generationen.

Juni 2021

26.06. Wenn Frau* (nicht) will, steht alles still.

Samstag | 14:00 bis 22:00 Uhr

Update 30.04.2021: VIERTE LEIPZIGER FRAUEN*FESTIVAL

Das live konzipierte Vierte Leipziger Frauen*Festival wird auf den 18.06.2022 verschoben.

Alle – die in der Vorbereitung bzw. Umsetzung des Vierten Frauen*Festivals beteiligt sind – haben gemeinsam am 30.04.2024 die Verschiebung des Leipziger Frauen*Festival in das Jahr 2022 beschlossen.

Es ist uns sehr sehr schwer gefallen – auch weil gerade durch die pandemischen Maßnahmen (Kontaktbeschränkungen und Impfungen) bedingt, die Zahl der Infizierten und Covid-19-Erkrankten tendenziell in Leipzig sinken/abnehmen. Inwieweit dies „nur eine Momentaufnahme“ ist, kann mit größter Wahrscheinlichkeit niemand prognostizieren. Auch nicht ob das aktuelle Impf-Tempo erhalten bzw. noch gesteigert werden kann. Bezugnehmend auf das aktuelle Infektionsgeschehen war der entscheidender Aspekt, dass die Wahrscheinlichkeit möglicher Infektionen während des Frauen*Festivals für den Zeitraum Juni 2021 schlicht zu hoch sind/sein werden. Ein zu großer Teil der Akteurinnen* und Nutzer*innen wird im Juni 2021 noch nicht den vollen Impfschutz haben. Negativ-Tests für ein offenes Open-Airs-Festival keine wirklich runde Option. Die Möglichkeit, dass sich Menschen im Juni 2021 – also kurz vor einer Impf-Immunisierung noch mit Sars-Cov2 anstecken könnten und auch schwer bzw. längerfristig an Covid-19 erkranken – stellt für das Festival-Team ein nicht eingehbares Risiko dar.

Aber auch im Jahr 2021 ist das LEIPZIGER FRAUEN*FESTIVAL öffentlich präsent: Am 26.06.2021 im Radio, digital im Netz und analog informierend auf den Leipziger Markt und an weiteren Orten der Leipziger Innenstadt.

Im Rahmen von „Leipzig. Stadt der sozialen Frauen*-Bewegungen“ u.a. mit
Frauen*Stadtrundgängen digital auf www.leipzigerfrauenfestival.de:
- zur Ersten deutschen Frauenbewegung mit einem Rundgang der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft
- zu einer digitalen Ausstellung der GEDOK Leipzig

Frauen*Stadtrundgängen analog – beginnend auf dem Leipziger Markt
- um 15 Uhr zur Aufarbeitung der Hexenverfolgung in Leipzig
- um 16 Uhr zur Frauenbewegung 1989

RADIO-FESTIVAL von 14 – 17 Uhr | 21 – 24 Uhr auf Radio Blau unter www.radioblau.de bzw. 99,2 MHz,
welches u.a. die Unverzichtbarkeit der aktiven und gleichberechtigten Beteiligung von Frauen* für unser freiheitlich-demokratisches gemeinsames Leben thematisiert – auch im Kontext des Festival-Leitgedankens: „Wenn Frau* (nicht) will, steht alles still“
- Interviews mit feministischen Akteurinnen*, u.a. zu den Themen Zukunft, Diversität, Kunst …
- The March of the women – Featuring Frauenchor Canta Animata
- DJ*-Nacht mit female Artists: DJ IPEK, CFM & MARCELA

Weitere und aktuelle Infos unter:
www.leipzigerfrauenfestival.de | #FrauenFestivalLE | #OhneUnsKeinWir

Wir laden alle ein, einander am 26.06.2021 in den o.g. Räumen zu begegnen, Neues zu erfahren … mit Freude zu hören, zu tanzen … und daraus viel Neugierde und Lust mitzunehmen … ins Jahr 2022.

26.06. Zur Hexenverfolgung in Leipzig | Sachsen. Ein besonderer Stadtrundgang

Samstag | 15:00 bis 17:00 Uhr

Im Rahmen des Vierten Leipziger Frauen*Festivals

Ein Stadtrundgang zur Aufarbeitung bzw. zu Geschichten von Menschen, die in Sachsen wegen Hexerei oder Zauberei verfolgt worden waren – und deren Verbindung mit bestimmten Leipziger Orten.

Treffpunkt: 15 Uhr | Leipziger Markt | Info-Stand
Teilnahme: frei

26.06. Frauen ‘89. Ein besonderer Stadtrundgang

Samstag | 16:00 bis 18:00 Uhr

Im Rahmen des Vierten Leipziger Frauen*Festivals

Ein Stadtrundgang zu Geschichten und politischen Aktivitäten besonders von Frauen* in der Bürger*innen-Bewegung von 1989 – und deren Verknüpfung mit bestimmten Leipziger Orten.

Treffpunkt: 15 Uhr | Leipziger Markt | Info-Stand
Teilnahme: frei

30.06. Online-Fortbildung: Sexismus in der Kinder- und Jugendarbeit

Mittwoch | 09:00 bis 13:00 Uhr

ONLINE-FORTBILDUNGSWERKSTATT

Beweggründe und Schlussfolgerungen für Prävention und Intervention

mit KATHARINA DEBUS

Sexismus beeinträchtigt die Teilhabe und Zielgruppenerreichung in der Kinder- und Jugendarbeit. Dies betrifft insbesondere Mädchen, aber auch nicht-binäre und intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche sowie Jungen, die nicht traditionellen Männlichkeitsvorstellungen entsprechen. Dabei geht sexistisches Handeln oft nicht auf einen bösen Willen zurück und führt dennoch zu Ausschlüssen, verringerter Teilhabe, Einschränkungen von Entwicklungsmöglichkeiten, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeitserwartungen und Zukunfts-Chancen sowie schlimmstenfalls zu psychischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt sowie verminderter Resilienz. Eine kritische Arbeit an Sexismus bietet Chancen für die pädagogische Beziehungsarbeit und Förderung von Kindern und Jugendlichen aller Geschlechter.

Verstehen ist eine Grundlage pädagogischen Handelns. In der Online-Fortbildung sensibilisiert Katharina Debus mit einem Vortrag für oft übersehene Formen sexistischen Denkens und Handelns und stellt Thesen zu Gründen für dieses Verhalten vor, bei denen es nicht um Böswilligkeit geht. Daraus leitet sie Schlussfolgerungen für pädagogisches Handeln ab. Der Vortrag wird durch Kleingruppen-Austausche zum Praxistransfer sowie Möglichkeiten für Rückfragen unterbrochen.

Willkommen sind alle Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendhilfe, Pädagogik bzw. Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen tätig sind, sowie Auszubildende, Studierende, Lehrende und Menschen mit Koordinations- und Steuerungsverantwortung in diesen Feldern.

KATHARINA DEBUS, Dipl. Pol., hat 2001 mit geschlechterreflektierter Pädagogik in gemischten Jugend- und Mädchen*gruppen begonnen, u.a. in der mittlerweile geschlossenen Heimvolkshochschule “Alte Molkerei Frille”. Sie ist seit 2009 freiberuflich und für Dissens – Institut für Bildung und Forschung in der Fachkräftebildung, kollegialen Evaluation, Forschung, Beratung und Konzept-, Methoden- und Materialentwicklung tätig, u.a. zu geschlechterreflektierter Pädagogik, Sexualpädagogik, Geschlechterverhältnissen, Sexismus, geschlechtlicher, sexueller und amouröser Vielfalt, Intersektionalität und der Gestaltung von Lernprozessen zu Diskriminierung. |
www.facebook.com/KatharinaDebusBildung

Anmeldung unter: hallo@frauenkultur-leipzig.de
Anmeldung bis zum 29.06.2021 erforderlich.

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

Teilnahmegebühr: 15,- | 10,- Euro ermäßigt

Juli 2021

03.07. Die ureigenen Kräfte der Frauen... und warum auch Yoga nicht immer wohltuend ist.

Samstag | 11:00 bis 13:00 Uhr

MATINEE
mit LUISA FRANCIA

Wir werden bewertet, abgewertet, verglichen, belächelt, ausgelacht vielleicht, wenn wir uns auf unsere ursprünglichen Kräfte als Frauen besinnen. Es scheint zwar, dass „die Frau“ gerade im Aufwind ist, alle reden plötzlich über Frauen, über Missbrauch, me too usw. … doch das darf uns nicht täuschen. Es geht nicht um unsere ureigenen Kräfte – es geht um die Anpassung an gesellschaftliche Normen, um die geschmeidige „Eingliederung“ der Frauen ins patriarchale System. Schließlich sollen sie am Ende, freiwillig natürlich, ihre Funktion als Serviceeinrichtung erfüllen. Gönnerhaft werden die Frauen gelobt und hervorgehoben, und erstaunt wackeln alle mit den Köpfen: was, das können Frauen auch?! Gerade junge Frauen werden bedrängt, ganz toll, ganz leistungsfähig zu sein und gehen dabei oft über ihre Kraft. Fremden Befehlen zu folgen hat eben die Wirkung, dass das eigene Gespür verloren geht. Wie finden wir zum eigenen Gespür? Wie widersetzen wir uns Erwartungen oder gar Befehlen? Viele Frauen gehen zum Yoga und lassen sich dort oft die absurdesten Turnübungen aufdrängen. Om? Au!! Auch wenn die Tradition noch so alt ist – wenn sie nicht wohltuend ist, hat sie keinen Sinn.

“Ich lese dazu aus einigen meiner Bücher und erzähle über die weiblichen Urkräfte, Intuition, Mitgefühl, Durchsetzungskraft, Heiterkeit, Widerspruchsgeist…. zum Beispiel. Und dann kommen wir ins Gespräch…”

LUISA FRANCIA ist Schriftstellerin, Künstlerin, Reisende, hat eine erwachsene Tochter, spricht fünf Sprachen und veröffentlichte weit über dreißig Bücher, von denen einige Bestseller wurden. Sie gibt Seminare, hält Lesungen und Vorträge, die sich mit dem tieferen Verständnis spiritueller Energien beschäftigen. Sie führt unter www.salamandra.de ein Internet-Tagebuch… Eintritt: 6,- | 4,- Euro ermäßigt

Aufgrund der anderen, begrenzteren Platz-Kapazitäten, ist es sehr hilfreich, wenn eine Platz-Reservierung (per Mail oder per Telefon) im Vorfeld der Veranstaltung erfolgt.

03.07. Wie können wir im Körper wirklich zuhause sein?

Samstag | 14:00 bis 17:00 Uhr

WORKSHOP

mit LUISA FRANCIA

Im Nachmittagsworkshop spielen wir mit Körperkräften, mit dem Atem, der Stimme und erfahren, warum es nicht um Leistung, um Anstrengung, um Grenzen überschreiten geht, was bei spirituellen Turnstunden wie Yoga und anderen Körperertüchtigungen schiefgehen kann und warum es gut ist, immer auf die Eigenmacht und die magischen Kräfte des Körpers zu hören. Ein Ritual beschließt den Nachmittag. Anmeldung bis zum 01.07.2021 erforderlich.

Teilnahmegebühr: 50,- | 35,- Euro ermäßigt

04.07. Für Esther Adelski. Eine Zeremonie.

Sonntag | 12:30 bis 13:30 Uhr

ÖFFENTLICHE AKTION
Im Rahmen der Jüdischen Woche

Zu unseren Begegnungen mit der Leipziger Malerin Sophie Schneiders (1891 – 1941) gehörte auch das Kennenlernen von Esther Adelski, der Mutter von Sofie. Sofie war die älteste Tochter von Esther Adelski (15.01.1864- 23.09.1911) und Hillel Schneider (5.10.1860 – 1941). Esther Adelski hatte zehn Töchter und einen Sohn; zwei der Töchter – Sofie und Luiza – kamen im Holocaust ums Leben.

Von Esther Adelski ist nur sehr wenig bekannt. Erzählt wird: „…sie hatte tief-warme braune Augen.“. Ihre Enkelin Yiska erzählte: „Um das Einkommen ihres Mannes aufzubessern, fertigte Esther Perücken für religiöse jüdische Frauen. Sie soll gerufen haben:
bq. „Mir gehen die Haare für Perücken aus. Zilla, Yda, Louisa, Sofie, Berta, Anna, Rosa, Zipora, Dora, Mina, komm her… ich muss euch ein paar Haare abschneiden.”

Esther Adelski starb mit 47 Jahren und ist bestattet auf den „Alten jüdischen Friedhof“ in Leipzig, Grab 268. Mütter haben eine besondere Wichtigkeit in einer jüdischen Familie. Auch die Weitergabe der Zugehörigkeit zur jüdischen Religion geschieht im Judentum über die Mutter…. matri-linear: Jude oder Jüdin ist, wer Kind einer jüdischen Mutter ist, oder wer zum Judentum konvertiert. Um Esther Adelski zu gedenken – stellvertretend für (jüdische) Mütter – wird es an ihrem Grab auf dem Alten jüdischen Friedhof eine Zeremonie geben.

Mit der Rabbinerin ESTHER JONAS-MÄRTIN, den Musikerinnen SHIRA BITAN, Sopran und GAL LEVY, Klassische Gitarre | Jerusalem, Leipzig

Ort: Berliner Str. 123, Grab 268

10.07. Journal schreiben

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

WORKSHOP
mit Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT

Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke (Susan Sontag)

„Journal schreiben“ ist ein Workshop für alle, die gerne Morgenseiten oder Tagebuch schreiben und sich beim täglichen Schreiben neue Vielfalt, Inspiration und Stärkung wünschen. Sie lernen neue kreative Methoden kennen, so dass Ihr Journal zur besten Freundin und Beraterin in allen Lebenslagen wird.

Am Ende des Workshops nehmen Sie einen Koffer voller Methoden aus dem „Journal to the self“ von Kathleen Adams mit, um sich selber besser kennen zu lernen, ihre eigene Stimme zu entwickeln, Beziehungen – auch zu sich selbst – zu pflegen und ihre poetischen Fähigkeiten zu entfalten. Und eine ganze Menge Spaß. Für alle, die im täglichen Schreiben einen roten Faden finden und neue Freude am Leben spüren wollen.

DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin und Poesie- und Bibliotherapeutin im Integrativen Verfahren (EAG-FPI). | Anmeldung bis zum 08.07.2021. Maximal: 10 Teilnehmer*innen. || Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt.

17.07. Workshop Trommelmusik

Samstag | 10:00 bis 13:00 Uhr

WORKSHOP | Nur in Präsenz möglich.

mit INGEBORG FREYTAG, Musikerin

Traditionelle Rhythmus-Strukturen, Spieltechniken und Universalmuster, dazu Freudehormone und integrative Gruppenkonzepte – mehrstimmig für Frauen jeden Alters und alle (gefühlten) Niveaustufen! Ein einmaliges Rhythmuserlebnis genießen. Willkommen! Anmeldung ist bitte bis zum 16.07.2021 erforderlich. Weitere Infos: www.drums-and-chants.de

Teilnahmegebühr: 45,- | 33,- Euro ermäßigt inkl. alle Leihinstrumente

24.07. Utopische Tafel Süd

Samstag | 15:00 bis 21:00 Uhr

KÜNSTLER:INNEN-AKTION

Vier Utopische Tafeln bereiten 2021 an verschiedenen Standorten das statt-Lichtfest am 9. Oktober vor. Die Utopische Tafel Süd findet am 24. Juli 2021 ab 15.00 in der Frauenkultur Leipzig statt.

Die Utopische Tafel ist sowohl ein offener Raum für Begegnung und Kreativität sowie ein Ort zum miteinander Feiern. Die Utopische Tafel kann ein Katalysator sein, um mit lokalen und globalen Nachbar:innen an einem Tisch zusammen zu kommen, potenzielle Partner:innen kennenzulernen und sich auszutauschen. Zur Utopischen Tafel Süd werden Künstler:innen eingeladen, die bereits zur „Wendezeit“ künstlerisch aktiv waren, innere aber äußere Widersprüche wahrgenommen und dokumentiert haben.
Gäste der Utopischen Tafel Süd, können diese Geschichten hören und Ihre eigenen Geschichten teilen.

Das statt-Lichtfest am 9. Oktober 2021 wird dezentral im gesamten Stadtgebiet stattfinden und ist ein selbstorganisiertes und buntes Festival der Protestkultur und ihrer vielen Erscheinungsformen. Alle, die wollen, können sich beteiligen und sich vielfältig erinnern: durch Fotografie, Geschichten, Journalismus, Musik, Demonstrationen oder soziale Arbeit. Es gibt viele Möglichkeiten Protestkultur und Widerstandshandlungen zu verkörpern.

Das Kollektiv der Utopischen Tafel hilft diese Stimmen zu verstärken und aktuelle, wichtige Diskussionen über soziale, kulturelle, politische und globale Themen an vielen Orten außerhalb des Leipziger Stadtzentrums zu eröffnen. Es ist ein organisiertes, internationales Kollektiv von Künstler:innen, Schriftsteller:innen, Aktivist:innen, Journalist:innen, Musiker:innen und Kreativen. Kontakt: Sanja Liebermann || sanjaliebermann@gmail.com | http://stattlichtfest.de

Was uns verbindet, ist unser kollektives Interesse an Protestkultur und Strategien zur Schaffung gesamtstädtischer, regionaler und internationaler Allianzen in Bezug auf zeitgenössische Erinnerungskulturen.
Eintritt: frei

30.07. Wir sind ein Stück des Universums…

Freitag | 15:00 bis 17:00 Uhr

AUSSTELLUNGSSPECIAL für Mädchen

Viele eindrucksvolle, fröhliche, nachdenkliche, witzige Arbeiten sind im Offenen Interkulturellen Mädchentreff MiO in den letzten Jahren entstanden u.a. auch zu den Leipziger Kinder- und Jugendkunst-Ausstellungen… die letzte unter dem Thema „Folge Deinem Gefühl“. Auch dazu hatten die Mädchen viele Ideen, z.B. „Mütter sind wichtig. Weil sie sind diejenigen, die sich in der Familie um Gefühle kümmern; die dich immer fragen, wie es dir geht, und so“. Oder: „Bäume. Weil sie uns Luft geben und so kann man Sachen riechen und leben und wenn man an einem Baum vorbeiläuft, sind sie schön“. Es entstanden u.a. eine große Gemeinschaftscollage und ein Video.

Und da die geplante Ausstellungseröffnung im Mai pandemiebedingt nicht stattfinden konnte, laden wir alle interessierten Mädchen ein… gemeinsam mit den jungen Künstlerinnen aus dem MiO zu einem spannenden Ferien-Ausstellungs-Special mit Überraschungen. Wir freuen uns sehr auf Euch…
Eintritt: frei

August 2021

01.08. Kräutersträuße binden in der Zeit der Schnitterin

Sonntag | 10:00 bis 13:00 Uhr

KRÄUTER-FAHRRAD-TOUR

Tourleitung:
KERSTIN LEUBNER
Sozialpädagogin und zertifizierte Kräuterfrau

Wir sammeln Kräuter, um einen traditionellen Kräuterbusch herzustellen, lernen Tee- und Räucherkräuter kennen, erfahren
etwas über die feinstoffliche Wirkung der Pflanzen dieser Zeit. Bitte eine Kleinigkeit fürs gemeinsame Picknick und ein Trinkgefäß
mitbringen.Bei Dauerregen muss die Kräutertour leider ausfallen. Bei jeder Wanderung gibt es ein kleines Skript mit den wichtigsten Pflanzen, Rezepte und weiterführende Hinweise. Anmeldung bis bitte 30.07.2021 erforderlich
Treffpunkt: 10 Uhr Café Frauenkultur
Teilnahmegebühr: 15,- | 12,- Euro ermäßigt

19.08. Schokocreme und Fruchtgummi für Kinder, die die Umwelt schützen

Donnerstag | 10:00 bis 12:30 Uhr

WORKSHOP im Ferienpass

Mit Orang-Utans in Not e.V. erkunden wir, warum für unser Essen der Regenwald zerstört wird. Es gibt Ideen, wie wir helfen können und wir stellen palmölfreie Schokocreme und vegane Fruchtgummibären zum Vernaschen her. Bitte bringt (falls vorhanden) ein kleines Glas mit, um eine Kostprobe mitzunehmen. Anmeldung ist bis 18.08.2021 erforderlich. Für Kinder ab 8 Jahren

Teilnahmegebühr: 1,50 mit | 3,- Euro ohne Ferienpass

20.08. Kosmetik für junge Umweltschützer*innen

Freitag | 10:00 bis 12:30 Uhr

WORKSHOP im Ferienpass

Der Orang-Utans in Not e.V. lädt zum gemeinsamen Herstellen palmölfreier Seife und Lippenpflege ein. Zunächst wird erkundet, warum für diese Produkte der Regenwald der Orang-Utans zerstört wird und wie wir den liebenswerten „Waldmenschen“ helfen können. Anschließend mischen wir die palmöl-freie Kosmetik aus Zutaten, die jede leicht im Supermarkt bekommen kann. Bitte bringt (falls vorhanden) ein kleines Glas mit, damit ihr euren Lippenbalsam mit nach Hause nehmen könnt. Anmeldung bis 19.08.2021 erforderlich. Alter: ab 11 Jahre |

Teilnahmegebühr: 1,50 Euro mit | 3,- Euro ohne Ferienpass

Oktober 2021

23.10. Biografische Werkstatt zu Christa Wolf

Samstag | 11:00 bis 13:00 Uhr

BIOGRAFISCHE WERKSTATT

Werkstatt-Leitung: PD Dr. BIRGIT DAHLKE

Die Frauenkultur porträtiert in dieser Werkstatt-Reihe Philosophinnen* | Autorinnen* als Impulsgeberinnen in ihrem gesellschaftlichen und zeitlichen Kontext… auch um zu zeigen, wie Wissen ihr Handeln beeinflusste; wie notwendig es ist, eigene Positionen öffentlich zu formulieren, um Diskurse über Verantwortlichkeit, humanistische Lebenskonzepte und Sinnfragen führen zu können. Die Schriftstellerin Christa Wolf (1929 – 2011) war und ist so eine Impulsgeberin. Ihre Literatur regt Ausein-andersetzung an, mit der großen Geschichte ebenso wie mit dem eigenen Alltagsverhalten. Ihre Texte polarisieren und eröffnen Perspektiven. Der Blick auf ihre Biographie lässt Krieg und Flucht als die Schlüsselerfahrung erkennen. Wie prägen sie ihre Literatur, wie ihre politischen und moralischen Entscheidungen? Empfohlene vorbereitende Lektüre: ihre Alltagschronik “Ein Tag im Jahr. 1960 -2000” (Luchterhand 2003) oder den Briefband “Christa Wolf. Briefe 1952-2011. Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten” (Suhrkamp 2016).

PD Dr. BIRGIT DAHLKE ist Leiterin der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der Humboldt-Universität Berlin und publizierte u.a. die Porträts “Wolfgang Hilbig” (Wehrhahn Verlag 2011) und “Christa Wolf. Antifaschistin – Humanistin – Sozialistin” (Königshausen & Neumann 2019)

Anmeldung bis zum 22. 10. 2021 erforderlich. || Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

Im Online-Format: Teilnahmelink wird nach bestätigter Anmeldung zugeschickt