Lesungen, Vorträge & Filme

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge, Lesungen & Filme aus feministischer Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstler*innen oder zu Frauen*, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autor*innen-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referent*innen, Künstler*innen und den Besucher*innen.

August 2021

04.08. Kräuter - Hexen - Märchen

Mittwoch | 17:00 bis 18:30 Uhr

VORTRAG UNTERWEGS

Mit PEGGY BURIAN, Soziologin, Märchenerzählerin
& KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und Kräuterfrau

Ein kräuterig, märchenhafter Spaziergang in die Geschichte der Kräuter und der „weisen und heilkundigen Frauen“ im Märchen.

Ort: Apothekergarten, vor dem Hospital-Tor | Eingang zum Friedenspark, 04103 Leipzig

Erreichbarkeit: Straßenbahn: 12, 15 (Ostplatz), 2, 16 (Johannisallee) Bus: 60 (Liebigstraße)
Bei starkem Regen findet die Veranstaltung in der Frauenkultur statt

Anmeldung erforderlich bis zum 03.08.2021
Eintritt: 8,- | 5,- Euro ermäßigt

September 2021

30.09. Hexen. Historische Faktizität und fiktive Bildlichkeit

Donnerstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION

Prof. ANDREA RUDOLPH
Leiterin des Hexenmuseums Penzlin

Mit dem Übergreifen der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen auf Mecklenburg-Schwerin erlebte die Burg Penzlin ihre finsterste Epoche. Welches Weltbild verbirgt sich hinter der Verfolgungsbereitschaft, die uns heute fremd vorkommt? Unter welchen Bedingungen und auf welchen Wegen haben Gesellschaften ausgrenzend gehandelt, oft mit tödlichem Ausgang? Wirkten in dem Drang zur Verfolgung von Menschen Mechanismen, die wir auch aus gegenwärtiger Erfahrung kennen? Suchen wir gemeinsam Antworten.

Im Kontext der Entwicklung patriarchaler Gesellschaftsstrukturen bzw. stereotyper Geschlechtszuschreibungen finden sich in unterschiedlichsten historischen Perspektiven das Bild und die Gefahr der Hexe(n). Im Mythos der Hexe liegt ein kohärenter und in der Tradition befestigter Begriff vor. Doch genau besehen zerfällt dieser in sehr verschiedene Problemfelder, deren Spezifik sich aus der sozial-historischen Bindung und den ideellen Funktionen ergibt. Überlieferte Quellen und deren ideelle oder auch künstlerische Interpretationen, historische Faktizität und fiktive Bildlichkeit sind oft aufeinander bezogen.

Prof. Dr. habil. ANDREA RUDOLPH, seit 1994 wissenschaftliche Leiterin des Fachmuseums für Alltagsmagie und Hexen-verfolgungen in Mecklenburg, Burg Penzlin. Zudem ist sie ordentliche Professorin am germanistischen Institut der Universität Opole (Polen), Lehrstuhl für deutsche Literatur und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts.

Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt
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