Lesungen, Vorträge & Filme

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge, Lesungen & Filme aus feministischer Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstlerinnen* oder zu Frauen*, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autorinnen*-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referentinnen*, Künstlerinnen* und den Besucher:innen.

Juni 2026

08.06. Das Gewicht der Welt

Montag | 17:00 bis 19:30 Uhr

FILM & GESPRÄCH

DOK-Film von FLORIAN HEINZEN-ZIOB; D 2026, 94 Minuten

Anschließendes Gespräch mit Dr. NANA-MARIA GRUENING,
forscht zu molekularen Biologie an der FU Berlin; Mitglied bei Scientist Rebellion

Dieser Film zeigt eindrucksvoll, wie aus wissenschaftlicher Distanz persönliches Engagement wird. Drei Wissenschaftler:innen, Maria, Sebastian und Nana, verlassen ihre gewohnte Rolle und treten als Aktivist:innen in die Öffentlichkeit – auf Bühnen, in der Politik und im zivilen Ungehorsam. Ein bewegendes Porträt über Mut, Zweifel und Entschlossenheit in Zeiten der Klimakrise. Ein eindringlicher Film, der informiert, berührt und anregt, die eigene Rolle in einer sich verändernden Welt zu hinterfragen.

Eintritt: 8,50 | 7,00 Euro ermäßigt -> hier Kartenvorverkauf VVK
Kooperation Kinobar Prager Frühling und Frauenkultur

Ort: Kinobar Prager Frühling | Bernhard-Göring-Straße 152 | Haus der Demokratie | 04277 Leipzig

16.06. Was war vor dem Patriarchat? Und wie wollen wir heute leben?

Dienstag | 18:00 bis 19:30 Uhr

VORTRAG & AUSTAUSCH
mit CHRISTINE RIETZKE
feministische kulturelle & politische Bildungsarbeit seit 1992

Jede gesellschaftliche Veränderung braucht Wissen über grundlegende Zusammenhänge – völlig egal welcher Bereich. Und die Komplexität von Macht-/Systemen begründet einen kleinen Ausflug in die Menschheitsgeschichte … weit vor Entstehung patriarchaler Machtstrukturen – beginnend in der Frühgeschichte bis ins Heute.

Dazu wollen wir Euch einladen – nach einem Impulsvortrag im gemeinsamen Austausch über die Entwicklung von geschlechtlichen Rollenstereotypen in den jeweiligen Gesellschaftssystemen – die Veränderbarkeit gegenwärtiger patriarchaler Strukturen zu diskutieren. Auch aus der Notwendigkeit heraus diese patriarchalen Machtsysteme verändern zu müssen – wenn wir in dieser Welt über-/leben wollen. Für alle, die mehr wissen und eigene Perspektiven einbringen möchten. || Eintritt: nach Selbsteinschätzung

23.06. Jüdische Identitäten in der DDR

Dienstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION
im Rahmen der Jüdischen Woche ->
Mit der Leipziger Rabbinerin
ESTHER JONAS-MARTIN

In der DDR war Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben, doch sah die Realität im Hinblick auf die jüdische Bevölkerung anders aus. Seit 1945 durchlief die Politik der DDR und der Umgang mit Jüdischen Gemeinden verschiedene Phasen. Den Lebensumständen jüdischer Menschen geht die Referentin nach – als wissenschaftliche Beobachterin als auch anhand der eigenen Familiengeschichte.

ESTHER JONAS-MARTIN, Master of Arts in Rabbinics und der Rabbinischen Ordination in Los Angeles; Gründerin des Lehrhauses Beth Etz Chaim in Leipzig (2018) sowie Referentin und Autorin zu moderner jüdischer Geschichte, Gender, Jiddische Poesie, Jüdische Ethik und Judentum, zu Antisemitismus, jiddischer Literatur und jüdischer Theologie

Gefördert innerhalb des Projektes „Jüdisch, kunst(er)schaffend, inspirierend…“ durch die Kulturstiftung Sachsen KdFS und Hertie-Stiftung. Plus unterstützt durch gemeinnützige Spender:innen
Eintritt nach Selbsteinschätzung

-> Weitere Infos zum Projekt

25.06. Vergiftetes Erbe. Auf der Suche nach jüdischen Eigentümer:innen

Donnerstag | 18:00 bis 19:30 Uhr

FILM, VORTRAG & DISKUSSION zur Provenienz-Forschung
im Rahmen der Jüdischen Woche ->

mit SHARON ADLER
Vorständin der Stiftung „Zurückgeben“, Berlin

Der NS-Staat versteigerte auf sogenannten „Juden-Auktionen“, was in Wohnungen vertriebener jüdischer Menschen verblieb. So auch 1941 in Karlsruhe eine Halskette. Woher sie kam, darüber schwieg der Käufer in seiner Familie. Nach seinem Tod suchte seine Enkelin die rechtmäßigen jüdischen Erb/-innen. Und wandte sich für die Provenienz-Recherche an die Stiftung „Zurückgeben“: Gibt es Nachkommen, die überlebt haben? Und wie werden sie auf die Nachricht 80 Jahre nach Beginn des Holocaust reagieren?

Davon erzählt die Doku und der Vortrag von Sharon Adler. Die Journalistin und Fotografin engagiert sich seit 2013 ehrenamtlich als Vorständin der Stiftung „Zurückgeben“. Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft. (https://www.stiftung-zurueckgeben.de/)

In Leipzig ist seit Oktober 2025 die Ausstellung „Sichtbarmachen – Spuren jüdischen Engagements im MdbK“ zu sehen, die sie gemeinsam mit der Künstlerin Shlomit Lehavi und der Provenienzforscherin Dr. Ulrike Saß entwickelt hat. (https://mdbk.de/ausstellungen/sichtbarmachen/)

Gefördert innerhalb der Jüdischen Woche 2026 durch das Dezernat Kultur der Stadt Leipzig
Eintritt nach Selbsteinschätzung