Lesungen, Vorträge & Filme

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge, Lesungen & Filme aus feministischer Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstler*innen oder zu Frauen*, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autor*innen-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referent*innen, Künstler*innen und den Besucher*innen.

April 2024

23.04. Paar-Gewalt in der Schwangerschaft: Ein feministischer Blickpunkt

Dienstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION
Mit ANJA OBERMEIER

Was kommt uns in den Sinn, wenn wir an Schwangerschaft denken? Freudige Eltern, die sich in dem Strudel an Vorbereitungen verlieren? Babybauchshootings, die fröhlich in den sozialen Medien geteilt werden? Vermutlich denken wir an eine aufregende und lebensbejahende Zeit! Doch zeigen bundesweite Befragungen, dass die Schwangerschaft und die Geburt des eigenen Kindes zu den führenden Ereignissen gehören, die Paar-Gewalt hervorrufen.

Der Vortrag beantwortet anhand einer wissenschaftlichen Ausarbeitung, warum besonders das Elternwerden ein lebenszeitliches Risiko für Gewalt im häuslichen Umfeld darstellt und welche gesundheitlichen Folgen daraus abzuleiten sind. Zudem wird das nationale Hilfsnetzwerk für Gewaltbetroffene und die Umsetzung der einzelnen gesundheitsfördernden Maßnahmen kritisch beleuchtet. Im Rahmen der progressiven und feministischen Auseinandersetzung zu dem Thema Paar-Gewalt begegnen wir den fortwährenden patriarchalen Mustern unserer Gesellschaft.

ANJA OBERMEIER absolviert dieses Jahr ihr Studium „Hebammenkunde“ in Fulda. Im Rahmen ihrer Bachelorthesis mit dem Titel „Screening auf Paargewalt in der Schwangerschaft – Hebammen im nationalen Hilfsnetzwerk“ fand sie eine feministische Antwort auf das Gesundheitsproblem Gewalt an Frauen*. Ihr Interesse liegt insbesondere im gesundheitspolitischen Kontext der Hebam-menarbeit. Das Studium und ihre vorherige Tätigkeit im „Kinderhospiz Sankt Nikolaus“ lehrte sie die Komplexität und Individualität des Elternwerdens. | Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

Mai 2024

23.05. Klassismus überwinden. Wege in eine sozial gerechte Gesellschaft

Donnerstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

LESUNG & GESPRÄCH

Mit FRANCIS SEECK

Die Armutsquote in Deutschland ist auf einem neuen Höchststand und angesichts der steigenden Lebensmittelpreise, der sprunghaft angestiegenen Zahl der Menschen, die die Lebensmittel-Angebote der Tafeln nutzen müssen und des eklatanten Mangels an bezahlbarem Wohnraum zeigt sich die Klassengesellschaft, in der wir leben, wie unter einem Brennglas. Eine sozial gerechte Gesellschaft lässt sich allerdings nur verwirklichen, wenn neben Klassismus auch andere Machtverhältnisse in den Blick genommen, wenn intersektionale Brücken geschlagen und Bündnisse geschmiedet werden.

In ihrem Buch zeigt Francis Seeck anhand einzelner Gruppen, Initiativen und Bewegungen, die bewusst antiklassistisch handeln, wie das gelingen kann. Wer wissen möchte, wie wir Klassismus nachhaltig entgegentreten können, welche Wege bereits gegangen wurden und welche noch erprobt werden, wer erfahren möchte, was jede einzelne Person ganz konkret unternehmen kann, um der Vision einer sozial gerechten Gesellschaft näherzukommen, wer sich von Vorbildern und wirkmächtigen Ideen inspirieren lassen möchte, um ins klassismuskritische Handeln zu kommen, der findet in dem Buch „Klassismus überwinden. Wege in eine sozial gerechte Gesellschaft“ handfeste Vorschläge und ungewöhnliche Denkanstöße.

FRANCIS SEECK, Professor*in für Soziale Arbeit | Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der TH Nürnberg. Ihre Ar-beitsschwerpunkte sind u.a. politische Bildung und Menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit. Sie arbeitet als Antidiskriminierungstrai-ner*in und gab 2020 gemeinsam mit Brigitte Theißl den Sammelband Solidarisch gegen Klassismus heraus.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt