Lesungen, Vorträge & Filme

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge, Lesungen & Filme aus feministischer Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstlerinnen* oder zu Frauen*, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autorinnen*-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referentinnen*, Künstlerinnen* und den Besucher:innen.

Oktober 2026

08.10. Ich möchte kein gefangener Vogel im Käfig sein.

Donnerstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

MULTIMEDIALER INPUT & GESPRÄCH
Zu Werken der Künstlerin Annemirl Bauer
mit DENISE PRÄTZ, Braunschweig

Die Künstlerin ANNEMIRL BAUER (1939 – 1989) zählte zu den mutigsten Stimmen der DDR-Kunst. Mit scharfem Blick kritisierte sie Reiseverbote, staatliche Bevormundung und die Benachteiligung von Frauen. In ihrer Bachelorarbeit beleuchtet Denise Prätz zwei selten gezeigte, stark autobiografischen Werke der Künstlerin – Wartende und Lebenslänglich. Eine außergewöhnliche Begegnung mit einer un-bequemen Künstlerin, deren Forderungen nach Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung bis heute nachhallen. DENISE PRÄTZ, studiert Lehramt an der Uni Hildesheim
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

16.10. Lesbische Lesenacht & Queere Party zum 33. Lele*Tre

Freitag | 19:30 bis 21:30 Uhr

19.30 Uhr Lesbische Lesenacht zum LeLe*Tre
Spannende, witzige & berührende Geschichten von Leidenschaft,
Liebe & Politik || Eintritt: 8,- | 6,- ermäßigt (incl. Party)

Die größte Erfüllung
mit SONJA WEICHAND
Wer bisher wenig über Asexualität und Polyamorie weiß, dessen Sicht auf Beziehungen wird dieses Buch verändern… Ein Roman um Freundschaft, weibliche Sexualität, Freiheit und Selbstfindung

Lore verzweifelt an der Monogamie. Esi will sich nicht eingestehen, dass sie Sex hasst. Dass die beiden sich mit Anfang Zwanzig treffen, rettet sie. Im Anderssein vereint werden sie beste Freundinnen. Bis sie Ende Dreißig die zweite große Frage nach Erfüllung einholt: Esi möchte Familie, aber schwanger wird Lore. Als diese das Kind verliert, betäubt sie ihren Schmerz r und setzt die Freundschaft zu Esi aufs Spiel. Beide sind plötzlich Konkurrentinnen um einen Mann. Aber was ist stärker: Liebe oder Sex? Und wer belügt sich besser? Ein Roman, der mit liebevoll gezeichneten Figuren dorthin geht, wo es wehtut: Zu den Fragen, was Frauen noch immer sein müssen und was sie auf keinen Fall sein dürfen. Ein Roman um Freundschaft, weibliche Sexualität, Freiheit und Selbstfindung…

Liebe und das Gegenteil
mit LINA KLÖPPER, Leipzig
Geboren wurde Lina Klöpper 2000 in Schkeuditz. Sie ist Slam Poetin, zweifache Sächsische Landesmeisterin 2021 und 2022, Kaffee-Trinkerin und Autorin. Seit 2018 tritt sie auf Bühnen auf; wurde Finalistin der deutschsprachigen Meisterschaften 2021 und 2022. Nebenbei studiert sie Mathematik und Anglistik. 2022 erschien im Brimborium Verlag ihr erstes gedrucktes Werk – eine Sammlung queerer Leipziger Kurzgeschichten und Gedichte namens “Liebe und das Gegenteil”

22.10. Digitale Zivilcourage & Hass im Netz

Donnerstag | 18:00 bis 19:30 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION
Mit SARAH SHIFERAW

Hassrede, Desinformation und Verschwörungserzählungen prägen zunehmend den digitalen Alltag – mit Folgen weit über das Internet hinaus. Wie lassen sich Falschinformationen erkennen? Warum sind Verschwörungserzählungen so wirkmächtig? Und wie können wir im Netz Zivilcourage zeigen, ohne uns selbst zu überfordern? SARAH SHIFERAW gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie jede und jeder zu einer demokratischen Debattenkultur beitragen kann. Im anschließenden Gespräch geht es um praktische Strategien im Umgang mit Online-Hass, digitale Medienkompetenz und die Frage, wie wir demokratische Werte auch im digitalen Raum stärken können.

SARAH SHIFERAW arbeitet als Bildungsreferentin und Analystin am Institut für Strategischen Dialog (ISD). Seit mehr als 15 Jahren ist sie in der Erwachsenenbildung tätig und berät Unternehmen sowie Nichtregierungsorganisationen zu den Themen Demokratieförderung, digita-le Resilienz und Diskriminierung.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung