Hier findet ihr den Teilnahme-Link zu unseren Online-Veranstaltungen.


Zur aktuellen Online-Veranstaltung der Frauenkultur Leipzig

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Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstler*innen bzw. von Nachwuchskünstler*innen.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig!

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrant*innen verschiedener Sprachräume. Wichtige sozio-/interkulturelle Projekte der Frauenkultur Leipzig sind der Interkulturelle Offene Mädchentreff MiO und das Interkulturelle Frauen-Informations- und Begegnungszentrum FiA im Leipziger Osten. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Zum AK Mädchen und Junge Frauen Leipzig


Zur offiziellen Webseite des Leipziger Frauen*Festival | 2022: am 18.06.2022


Verzweigungen. Jüdische Lebenszweige …

Zitate von Frauen, die ermutigen, stärken und leichter machen…

save the dates

September 2021

22.09. Frauen | Akteurinnen 1989. Eine Spurensuche

Mittwoch | 16:00 bis 18:00 Uhr

EIN BESONDERER STADTRUNDGANG

Was Frauen vor über 30 Jahren erlebt und gefordert haben; welche Orte und Initiativen sich daraus entwickelten sowie unverändert aktuelle Themen wie z.B. der §218… sind Themen dieser Tour. Aufgesucht werden Orte mit Bezug zu Aktivitäten von Frauen 1989/90 … von der Beteiligung neugegründeter Initiativen an Demonstrationen, von der Wahl der Kandidatinnen des
Unabhängigen Frauenverbandes (UFV) zu den ersten freien Volkskammerwahlen der DDR u.a.m. …

Diese Tour wurde zusammengestellt, da vielen nicht oder nicht mehr bewusst ist, dass Frauen an allen gesellschaftlichen Prozessen 1989/1990 maßgeblich beteiligt waren. Und vieles gerät in Vergessenheit, wenn nicht daran erinnert wird. Dieser Rundgang ist ein Angebot vom Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur Leipzig… ein gemeinnütziger Verein, der sich am 01.10.1990 als Ergebnis der „Wendezeit“ gründete.

Leitung: CHRISTINE RIETZKE, u.a. Geschäftsführerin Frauenkultur Leipzig und 1988 Mitgründerin der Frauenzeitschrift „Zaunreiterin“
Teilnahmegebühr: nach Selbsteinschätzung

Angebot im Rahmen der Beteiligungsprozesse zur Entwicklung des Matthäikirchhofs in Kooperation mit der Koordinierungsstelle „Leipzig weiter denken“.

25.09. Lesbisch sein gestern, heute, morgen.

Samstag | 11:00 bis 16:00 Uhr

WORKSHOP Intergenerativer biografischer Austausch Ost
Für lesbisch lebende Frauen* zwischen 25 und 85 Jahren aus Familien mit DDR-Biografien

Seit Jahrzehnten fehlt ein intergenerativer Austausch über lesbisches Leben in der DDR-, Umbruchs- & Nachwendezeit. Dabei ist sowohl der Austausch über die eigene Sexualität als auch über die soziale und kulturelle Prägung innerhalb besonderer Generationenverhältnisse wichtig für eine umfassende Akzeptanz der eigenen Identität. Jüngere artikulieren heute verstärkt den fehlenden Dialog mit lesbischen Vorbildern. Ältere merken, dass sie ihre Erkenntnisse gern für nachfolgende Generationen nutzbar machen möchten.

Im Rahmen des Workshops erproben wir unter Leitung der Kulturpädagogin und Regisseurin Barbara Wallbraun („Uferfrauen – lesbisches L(i)eben in der DDR“) und der Kulturarbeiterin Henriette Stapf (u.a. Biografiearbeit Dritte Generation Ost) gemeinsam einen Generationenaustausch unter Lesben. Der Workshop bietet die Möglichkeit, die eigene Biografie durch das Erzählen (neu) kennenzulernen und durch aktives Zuhören von anderen Biografien zu erfahren. So können die Teilnehmer*innen Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken, voneinander lernen und Zuschreibungen hinterfragen. Der gegenseitige Austausch wird von den Workshopleiterinnen moderiert. Vertraulichkeit, Achtsamkeit, Respekt, Wertschätzung sind die Grundlage der Zusammenarbeit. Jahrelange Erfahrungen in innerostdeutschen Kontexten zeigen, dass die Methode des Erzählens und Zuhörens in Zweiergesprächen von Teilnehmenden als sehr bereichernd erlebt wird, um sich individuell und gemeinsam mit der ostdeutschen Vergangenheit auseinanderzusetzen, die Gegenwart besser bzw. neu zu verstehen und sich für zukünftiges Wirken zu empowern. Hier machen wir sie explizit für Lesben* nutzbar!

Das Workshop-Angebot ist kostenlos. Verpflegung bitten wir selbst mitzubringen. Es kann auch Essen bestellt oder in der näheren Umgebung erworben werden. Getränke können vor Ort erworben werden. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Wir hoffen sehr auf altersgemischte Anmeldungen. Zudem möchten wir lesbisch lebende Frauen* mit verschiedenen Diskriminierungserfahrungen ermuntern, dabei zu sein.

Veranstaltet von der LAG Queeres Netzwerk Sachsen .e.V.

30.09. Hexen. Historische Faktizität und fiktive Bildlichkeit

Donnerstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION

Prof. ANDREA RUDOLPH
Leiterin des Hexenmuseums Penzlin

Mit dem Übergreifen der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen auf Mecklenburg-Schwerin erlebte die Burg Penzlin ihre finsterste Epoche. Welches Weltbild verbirgt sich hinter der Verfolgungsbereitschaft, die uns heute fremd vorkommt? Unter welchen Bedingungen und auf welchen Wegen haben Gesellschaften ausgrenzend gehandelt, oft mit tödlichem Ausgang? Wirkten in dem Drang zur Verfolgung von Menschen Mechanismen, die wir auch aus gegenwärtiger Erfahrung kennen? Suchen wir gemeinsam Antworten.

Im Kontext der Entwicklung patriarchaler Gesellschaftsstrukturen bzw. stereotyper Geschlechtszuschreibungen finden sich in unterschiedlichsten historischen Perspektiven das Bild und die Gefahr der Hexe(n). Im Mythos der Hexe liegt ein kohärenter und in der Tradition befestigter Begriff vor. Doch genau besehen zerfällt dieser in sehr verschiedene Problemfelder, deren Spezifik sich aus der sozial-historischen Bindung und den ideellen Funktionen ergibt. Überlieferte Quellen und deren ideelle oder auch künstlerische Interpretationen, historische Faktizität und fiktive Bildlichkeit sind oft aufeinander bezogen.

Prof. Dr. habil. ANDREA RUDOLPH, seit 1994 wissenschaftliche Leiterin des Fachmuseums für Alltagsmagie und Hexen-verfolgungen in Mecklenburg, Burg Penzlin. Zudem ist sie ordentliche Professorin am germanistischen Institut der Universität Opole (Polen), Lehrstuhl für deutsche Literatur und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts.

Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

Oktober 2021

01.10. Zur Hexenverfolgung in Leipzig | Sachsen. Ein besonderer Stadtrundgang

Freitag | 16:00 bis 18:00 Uhr

Über das Unrecht jahrhundertelanger Hexenverfolgung in Sachsen, in Leipzig gibt es bis heute nur wenig öffentliches Wissen. Aber das Benennen von nachweisbar begangenem Unrecht trägt die Möglichkeit in sich, gesellschaftliche Zusammenhänge damals wie heute klarer zu erkennen…

Erarbeitet und angeboten vom Arbeitskreis zur Aufarbeitung der Hexenverfolgung in Leipzig/Sachsen in der Frauenkultur.

Treffpunkt: Altes Rathaus Leipzig; Arkadengang marktseitig.

Um Anmeldung wird gebeten.
Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

02.10. Female Empower Concept

Samstag | 11:00 bis 15:00 Uhr

SELBSTVERTEIDIGUNG-WORKSHOP
mit TANA SCHULTE, YouCanFight – Krav Maga Female Instructor

Workshop-Schwerpunkte:
Prävention, Mindset/geistige Grundhaltung und aktive Grenzsetzungen
Für Teilnehmerinnen ab 14 Jahren.

Der Workshop richtet sich ausdrücklich auch an Frauen mit Gewalterfahrungen und Betroffene von Stalking. Jede Teilnehmerin kann selbst entscheiden, an welchen Übungen sie teilnehmen möchte.

Gewalt kann überall geschehen: zu Hause, am Arbeitsplatz, auf der Straße. Frauen und Kinder sind als vermeintlich schwache Mitglieder unserer Gesellschaft besonders häufig davon betroffen. In taktischer Selbstverteidigung geschulte Mädchen und Frauen werden deutlich seltener zu Opfern. Sie wissen, dass sie sich abgrenzen können.

Es gibt wirksame Konzepte, mit denen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder Körperkraft sich und andere davor schützen können zum Opfer von Gewalt zu werden. Das Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstraining „Empower“ für Frauen und Mädchen folgt diesem Prinzip und vermittelt entsprechende Strategien. Das Training setzt an bei Elementen, über die Frauen selbst Kontrolle haben – wie z.B. „Bin ich in der Lage, Warnsignale der Gewalt zu erkennen? Bin ich bereit, offensiv gegen jemanden vorzugehen, der meine Interessen missachtet?“

Bearbeitet werden u.a. folgende Themen:

• Sensibilisierung für alltägliche Gewalt und die eigene passive und aktive Betroffenheit
• Selbstbewusste Verhaltensweisen kennenlernen
• Identitätsfindung, Selbstwertgefühl aufbauen und stärken
• Kommunikationsverhalten überdenken und trainieren
• Umgang mit Gewaltsituationen
• Entwicklung eigener Handlungskompetenz und Stärke in Konfliktsituationen, Grenzsetzung
• Möglichkeiten der aktiven Selbstverteidigung

Die Teilnehmerinnen lernen, dass jede für sich eigene Handlungsstrategien entwickeln muss. Dabei wird im Rahmen des Trainings das mutige und richtige Sich-Wehren genauso thematisiert, wie Weglaufen und Hilfeholen. Sie erfahren auch, wie sie ihr taktisches Training mühelos und ohne zusätzlichen Aufwand in ihren Alltag einbauen können und warum körperliche Kraft kein Problem für sie ist. Vermittelt werden einfache, schnell erlernbare und effektive Techniken zur körperlichen Selbstverteidigung.

Anliegen des Workshops ist zudem die Auflösung von Glaubenssätzen, die Mädchen und Frauen in eine Opferhaltung bringen. Jede Teilnehmerin erfährt: Ich kann kämpfen! Neben der Vermittlung unkomplizierter Selbstverteidigungstechniken geht es deshalb vor allem um die Entwicklung einer „Ich gebe nicht auf!“-Mentalität, einer durchsetzungsbereiten Gerichtetheit. Das Selbstverteidigungstraining beruht auf einfachen Prinzipien und natürlichen, intuitiven Reaktionen gegenüber Gefahren.

TANA SCHULTE, Ausbilderin und Trainerin Krav Maga und Konfliktmanagement, Präventionsmanagerin im Bedrohungs-management und Risikoanalyse, Geschäftsführerin, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Mutter, widmet ihre Zeit und Kraft insbesondere dem Empowerment von Menschen, mit dem Ziel der Gewaltprävention. Seit 2013 leitet sie die Kölner Ausbildungsstätte YOU CAN FIGHT, die bundesweit Trainings- und Weiterbildungsformate im Bereich taktische Selbstverteidigung und Selbstbehauptung anbietet.

Eine Anmeldung ist bitte bis 02.10.2021 erforderlich.
Teilnahmegebühr: 35,- | 28,- Euro ermäßigt

10.10. Personal Essay

Sonntag | 11:00 bis 17:00 Uhr

SCHREIB-WORKSHOP

Workshop-Leitung:
Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT

„Das schlechte Gedächtnis hat auch sein Gutes. (…) Meine Eindrücke sind jedes Mal wieder erfreulich neu und frisch, wenn ich an einen Ort komme, wo ich schon gewesen bin.“ (Montaigne).

Die Teilnehmer*innen lernen den ‘Personal Essay’ als Format des Schreibens kennen, das autobiografisches Erzählen mit dem nötigen Quäntchen Humor und (kritischer) Gesellschaftsanalyse verknüpft. Ausgehend von autobiografischen Beobachtungen und Gedanken reflektieren die Schreibenden über sich selbst und das eigene (Er-)Leben, in einer Art Selbstgespräch, das immer auch dialektisch ist. Geeignet für alle, die bereit sind, sich auch mit den eigenen Schwächen zu konfrontieren und damit den Blick auf das allgemein Menschliche zu öffnen.

DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin und Poesie- und Bibliotherapeutin im Integrativen Verfahren (EAG-FPI). | Anmeldung bitte bis zum 08.10.2021. Maximal 12 Teilnehmer*innen.
Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt.

14.10. Leipziger Lesben*Treffen (LeLeTre)

Donnerstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

OFFIZIELLE ERÖFFNUNG des 28. LeLeTre’s

Offen für alle Menschen vom 14. – 17. 10. 2021
Jedes Leipziger Lesben*Treffen war und ist anders. Im vergangenen Jahr kam der pandemische Aspekt hinzu. Aber wir hoffen sehr, dass 2021 bei all den notwendigen Einschränkungen „offenes lesbisches & queeres Leben“ Raum nehmen kann, ohne dass Menschen gefährdet werden. Auch 2021 wollen wir gemeinsam mit Euch verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen thematisieren und diskutieren – von lesbischen Bewegungen ab den 1970er Jahren in BRD/DDR über die Situation des Gedenkens in Ravensbrück bis zur queeren Community heute in Ungarn. Es gibt Filmnächte, Gottesdienst, Spiele-Abend, Brunch – und DIE Lesung mit Anne Bax.

Und das LeLeTre ist wie immer auch Austausch und Auseinandersetzung, Gemeinschaft und Lachen… und miteinander unterwegs sein – unabhängig von Herkunft, Religion, Identität oder Andersfähigkeit.
Wir freuen uns auf Euch!

Ausführliches Programm: Siehe bitte Extra-Flyer und unter Leletre-Programm 2021

14.10. Ungarn unter dem Regenbogen

Donnerstag | 19:00 bis 20:20 Uhr

Do., 14. 10. 2021
19.00 Uhr
OFFIZIELLE ERÖFFNUNG des 28. LeLeTre’s

OFFENE GESPÄCHSRUNDE
Ungarn unter dem Regenbogen
mit DOROTTYA RÉDAI, LGBTQ-Aktivistin Budapest

Im Juli 2021 titelte Zeit online: „Das EU-Parlament verurteilt Ungarns LGBTQ-Gesetz ‚auf das schärfste‘…“, denn die Aufklärung von Jugendlichen über Homo- und Transsexualität an Schulen und in den Medien soll in Ungarn künftig verboten sein.
Das Gesetz sei trotz internationaler Kritik in Kraft getreten, obwohl es “ein klarer Verstoß” gegen Werte, Prinzipien und Gesetze der EU sei, hieß es in Straßburg. Es verbietet die sogenannte “Darstellung und Verbreitung von Homosexualität und Geschlechtsumwandlung”; es betrifft Bücher oder Filme zu diesem Thema; diese müssen mit dem Hinweis „Unter 18-Jährigen verboten“ gekennzeichnet sein, Filme dürfen zur Hauptsendezeit nicht mehr ausgestrahlt werden.
Als bedrohlich empfindet die rechtsnationalistische Orbán-Regierung auch das Kinderbuch „Märchenland ist für alle“ mit dem schwulen Roma-Aschenputtel, dem schwarzen Schneewittchen, der drachentötenden Margaret, einer Transgender-Reh, das ein Geweih wachsen lassen will, und zwei schwulen Prinzen als bedrohlichen Charaktere, da diese Geschichten „von traditionellen Geschlechterrollen abweichen“. 2020 schredderte der stellvertretende Vorsitzende der rechtsradikalen Partei „Mi Hazánk“ vor laufender Kamera ein Exemplar des Buches, woraufhin das Buch zum Bestseller wurde. Nun sind alle zu verkaufenden Exemplare mit einem entsprechenden Warnhinweis und in geschlossener Verpackung zu kennzeichnen. Das Buch wird in mehreren europäischen Sprachen erscheinen, darunter auch auf Deutsch.

DOROTTYA RÉDAI, die 2015 in Comparative Gender Studies promovierte, arbeitet als Forscherin und Trainerin zu Gender und Bildung in internationalen Bildungsforschungs- und Entwicklungsprojekten. Sie berichtet an diesem Abend über die aktuelle Lage in Ungarn. Zudem arbeitet sie im Schulprogramm „LGBTI-Menschen kennenlernen“ von LABRISZ, das Workshops zu Homophobie und Mobbing anbietet. Zurzeit sind solche Angebote in den Schulen verboten, daher befürchtet sie, dass sie nicht mehr eingeladen werden. Und sie koordiniert das Buchprojekt „Meseország mindenkié“ (Märchenland ist für alle).
Eintritt: frei

Weitere Infos zum LeleTre hier->

14.10. Jalda und Anna – Erste Generation danach

Donnerstag | 20:30 bis 22:00 Uhr

DIE LESBISCHE FILMNACHT im Rahmen des 28. LeleTre’s

Dokumentarfilm von KATINKA ZEUNER, 75 min | D 2012

„Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, kann Jalda Rebling heute sagen. „Das ist jetzt sehr verkürzt formuliert. Der Weg dahin war schon heftig.“
Die Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin. Sie sind Jüdinnen der „ersten Generation“ nach der Shoah.

„Für uns ist Gedenken DNA“, fasst Jalda lakonisch das Erbe unausgesprochener und zugleich allgegenwärtiger Familienerinnerungen zusammen. Die Erfahrungen der Eltern machten sie wachsam. Gleichzeitig hat sie das Aufwachsen als Jüdinnen im Nachkriegsdeutschland in Ost und West nachhaltig für gesellschaftliche Prozesse sensibilisiert. Das Entstehen einer Demokratie zu erleben und aktiv zu begleiten, prägte ihr Leben und Jüdischsein. In diesem Spannungsfeld zwischen Familie und Gesellschaft entwickelten sie ihr scharfes politisches Bewusstsein und das Bedürfnis, sich stetig einzumischen.

Als sich Jalda und Anna Anfang der 90er Jahre kennenlernten, waren beide an einem Tiefpunkt in ihrem Leben. Gemeinsam machte sich das Paar auf einen langen und mühsamen Weg nach einem freudvollen Zugang zu ihrem Jüdischsein.

Der Film setzt dort an, wo die beiden Frauen heute stehen. Er erzählt, wie sie sich – quer zu den Konventionen der jüdischen Community und zu den herrschenden Vorstellungen der nicht-jüdischen deutschen Gesellschaft – auf eigenwillige und hartnäckige Weise eine eigene jüdische Lebensweise geschaffen haben: Jalda, als eine der wenigen ordinierten jüdischen Kantorinnen in Deutschland. In ihrer selbstgegründeten egalitären jüdischen Gemeinde, schafft sie für sich und andere hierarchiefreie Räume und kreiert neue Rituale und Traditionen.
Anna unterwandert mit ihren Kunstprojekten den herrschenden Gedenkkanon und tingelt in ihrem „Happy Hippie Jew Bus“ durch die deutsche Provinz. Mit ihren Arbeiten lädt sie zu ebenso satirisch wie ernstgemeinten Auseinandersetzungen mit dem Judentum ein. Sie provoziert die jüdische Eltern- und Großelterngeneration und rebelliert so auch gegen Tabus aus ihrer eigenen Kindheit.

„Jalda und Anna – Erste Generation danach“ zeichnet ein Porträt zweier Frauen, die heute selbstbewusst stolz und jüdisch in Deutschland leben, sich mit Bestimmtheit und Humor ihren Platz in der Gesellschaft nehmen und diesen immer wieder neu gestalten.

Eintritt: frei
Weitere Infos zum LeleTre hier->

16.10. Spätpandemisches, lesbisches Allerlei

Samstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

LESUNG im Rahmen des 28. LeLeTre’s

Mit ANNE BAX

Tag 145.237.65 der Pandemie und am Horizont wird es langsam heller, denn in Leipzig gibt es endlich wieder die ursprünglichen 3G.

Es wird wieder gelesen, gelauscht und gelacht.

Anne Bax sprüht sich sofort etwas Sagrotan auf die Hände, nimmt die FFP2 Maske und ein paar Texte, um sich auf den Weg zu machen. Es gilt in der Lesung eine wichtige Frage zu klären: Können wir dieses Land durchimpfen und damit aus dem Lockdown, befreien bevor jede*r Deutsche einen eigenen Podcast hat? Und es ist für Frau Bax wie immer eine Gelegenheit die lesbische Kindheit im Ruhrgebiet laut lesend zu verarbeiten:

„Mein vierzehntes Lebensjahr hatte mit einem großen Schluck Pfirsichbowle vielversprechend begonnen. Alles was mir einen festen Platz in der Welt verschaffte, war mir mehr als willkommen. Ungesäuertes Brot in der Kirche, vergorener Traubensaft mit Dosenobst auf der Party, ich war zu allem bereit. Wichtig war, eine von ihnen zu werden und dieser Status wurde mir durch die betrunkenen Jubelrufe der anwesenden Nachbarn und Verwandten gewährt.“

Eine Stunde voller neuer und alter Geschichten irgendwo zwischen einfachen Abstandregeln und doppeltem Handstand-überschlag. ANNE BAX lebt mit Frau, Stoffschwein und Gleitsichtbrille im Ruhrgebiet.
Eintritt: 6,- | 4,- Euro ermäßigt

Weitere Infos zum LeleTre hier->

17.10. Spinnboden Lesbenarchiv Berlin - ein Einblick in lesbisch-queeres Archivieren

Sonntag | 13:00 bis 14:15 Uhr

ERZÄHLTES UND ARCHIVIERTES

Der Spinnboden ist ein ‚Archiv von unten‘, entstanden in und aus der Lesbenbewegung der 1970er Jahre, um die eigene(n) Geschichte(n) zu bewahren, die sonst in den herrschenden Erinnerungspolitiken an den Rand gedrängt werden. Hier dokumentieren wir den Wandel und die Vielfalt der Selbstverständnisse, Kulturen und Politiken von Lesben und bieten gleichzeitig einen Ort für Begegnung mit Veranstaltungen, Beratungen und Gruppen.

LARA LEDWA arbeitet seit 2020 hauptamtlich im Spinnboden. Sie ist dort für die Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und hat zum LAZ – Lesbisches Aktionszentrum Wetsberlin, aus welchem das Archiv entstanden ist, geforscht. Anhand einiger Materialien gibt sie einen Einblick in den Spinnboden sowie lesbisch, queeres und feministisches Archivieren bzw. marginalisierte Geschichte(n).| Foto-Credits: Michelle Gutierrez
Eintritt: gegen Spende

Weitere Infos zum LeleTre hier->

23.10. Biografische Werkstatt zu Christa Wolf

Samstag | 11:00 bis 13:00 Uhr

BIOGRAFISCHE WERKSTATT

Werkstatt-Leitung: PD Dr. BIRGIT DAHLKE

Die Frauenkultur porträtiert in dieser Werkstatt-Reihe Philosophinnen* | Autorinnen* als Impulsgeberinnen in ihrem gesellschaftlichen und zeitlichen Kontext… auch um zu zeigen, wie Wissen ihr Handeln beeinflusste; wie notwendig es ist, eigene Positionen öffentlich zu formulieren, um Diskurse über Verantwortlichkeit, humanistische Lebenskonzepte und Sinnfragen führen zu können. Die Schriftstellerin Christa Wolf (1929 – 2011) war und ist so eine Impulsgeberin. Ihre Literatur regt Ausein-andersetzung an, mit der großen Geschichte ebenso wie mit dem eigenen Alltagsverhalten. Ihre Texte polarisieren und eröffnen Perspektiven. Der Blick auf ihre Biographie lässt Krieg und Flucht als die Schlüsselerfahrung erkennen. Wie prägen sie ihre Literatur, wie ihre politischen und moralischen Entscheidungen? Empfohlene vorbereitende Lektüre: ihre Alltagschronik “Ein Tag im Jahr. 1960 -2000” (Luchterhand 2003) oder den Briefband “Christa Wolf. Briefe 1952-2011. Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten” (Suhrkamp 2016).

PD Dr. BIRGIT DAHLKE ist Leiterin der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der Humboldt-Universität Berlin und publizierte u.a. die Porträts “Wolfgang Hilbig” (Wehrhahn Verlag 2011) und “Christa Wolf. Antifaschistin – Humanistin – Sozialistin” (Königshausen & Neumann 2019)

Anmeldung bis zum 22. 10. 2021 erforderlich. || Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

Im Online-Format: Teilnahmelink wird nach bestätigter Anmeldung zugeschickt

27.10. Rap for girlz

Mittwoch | 11:00 bis 15:00 Uhr

Dreitägiger WORKSHOP

Mi., 27.10. – Fr., 29.10.2021 jeweils 11 – 15 Uhr (mit Pause)
mit HASZCARA, Rapperin und Produzentin

…seit 2015 steht Hazcara auf der Bühne, veröffentlichte zahlreiche Songs und gibt Konzerte in ganz Deutschland. „An diesen drei Tagen möchte ich mein Wissen gerne mit Euch teilen. Wir werden gemeinsam arbeiten zu den Grundlagen des Rap; zu Reimen, Technik, Flow und Performance. Wir finden (d)ein Thema; werden versuchen, gemeinsam einen Song zu schreiben – und werfen einen Blick in die Geschichte der Hip-Hop Kultur.“ Im MiO wird es einen Raum geben, in dem sich alle ausprobieren dürfen und wohl fühlen. Gearbeitet wird in verschiedenen Sprachen; die gemeinsame Workshop-Sprache ist Deutsch. Lesen- und Schreiben-Können auf Deutsch sind erforderlich.

Anmeldung bitte bis zum 25.10.2021 unter hallo@frauenkultur-leipzig.de
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ort: im Interkulturellen Mädchentreff MiO, Konradstraße 64, 04315 Leipzig

30.10. Entspannt ins Wochenende mit Qigong

Samstag | 10:00 bis 13:00 Uhr

WORKSHOP
mit BIRGITTA KOWSKY, ausgebildete Qigong-Lehrerin

Der Übergang aus einer betriebsamen Woche in ein entspanntes Wochenende hinein, fällt nicht immer leicht. Sanfte und harmonische Bewegungen können Körper und Geist beruhigen und harmonisieren. Der ausgewogene Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung wirkt positiv auf den Kreislauf und vertieft die Atmung. Die Kraft der inneren Bilder gibt uns Kraft und Orientierung innerhalb der Bewegungen und im Leben. Neben bewegten Übungen werden wir auch Stilles Qigong praktizieren … und dann entspannt ins Wochenende starten!
Dieser Kurs kann ohne Vorkenntnisse belegt werden und ist ideal, um einen ersten Eindruck vom Qigong zu gewinnen. Bitte lockere Trainingskleidung, warme Socken und Neugier mitbringen. Anmeldung bitte bis zum 28.10.2021

Teilnahmebeitrag: 18,- | 12,- Euro ermäßigt