Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstlerinnen* bzw. von Nachwuchskünstlerinnen*.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig! Kostenlose Beratungen für Frauen* zu Rechtsfragen in unterschiedlichen Kontexten, zu FairSicherungen oder zu Projektunterstützungen bzw. externe Workshops zum Themenkreis Gerechtigkeit & Faires Miteinander haben hier offene Räume – auch gleichstellungspolitische Archiv-Aktivitäten besonders im Kontext von Frauen ´89 sind hier seit Jahrzehnten verortet.

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women*”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrantinnen* verschiedener Sprachräume. Wichtige sozio-/interkulturelle Projekte der Frauenkultur Leipzig sind der Interkulturelle Offene Mädchentreff MiO und das Interkulturelle Frauen-Informations- und Begegnungszentrum FiA im Leipziger Osten. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Leipziger Frauen vor, während und nach 1989
a project in process …

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Offenes Feministisches DemokratieArchiv

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig


Zur offiziellen Webseite des Leipziger Frauen*/FLINTA Festival 2026 am 30.05.2026


Verzweigungen. Jüdische Lebenszweige …

Sexuelle Gewalt an Kindern ist nie „privat“!
Hinsehen. Handeln. Jetzt!

Zum AK Mädchen und Junge Frauen Leipzig

Save the Dates

November 2026

09.11. Den Toten ehrendes Gedenken und Mahnung für heute

Montag | 15:00 bis 15:30 Uhr

MAHNWACHE an den Stolpersteinen

Die Initiativgruppe „Mahnwache und Stolpersteine putzen” veranstaltet diese Aktion anlässlich der Pogromnacht; alljährlich beteiligt sich die Frauenkultur an den folgenden drei Standorten und lädt alle Interessierten ein, mit dazu zu kommen:

Eisenbahnstr. 97: Stolperstein für die Malerin Sofie Schneider. Sie wurde im Januar 1942 nach Riga deportiert.

Neustädter Str.13: Fanny Chaja Mann. Sie stirbt während der „Polenaktion“ am 28. Oktober 1938 noch auf dem Leipziger Bahnhof.

Kochstraße 56: Die Schwestern Erika, Genia und Renate Landwirth sterben nach Abschiebung und Deportation ihrer Eltern in Krakau und Auschwitz im Alter von 2 bis 14 Jahren.

10.11. Biografisches Schreiben

Dienstag | 11:00 bis 13:00 Uhr

NEUER ONLINE-SCHREIB-KURS
Jeweils dienstags, 11 – 13 Uhr.

Ein Leben in 12 Kapiteln. Lebenserinnerungen

„Gute Erinnerungen tragen unser Leben“ Aus Japan
Dieser Online-Kurs im „(Auto-)Biografischen Schreiben“ hat das Ziel, eigene Erinnerungen oder die einer anderen Person aufzuschreiben. Über eine bestimmte Lebensphase, eine Reise oder auch ein ganzes Leben. Für sich selbst, die Familie oder eine weitere Öffentlichkeit.

Sie wollen schon länger Ihre Erinnerungen oder die einer anderen, Ihnen nahestehenden Person aufschreiben? In diesem Halbjahres-Kurs lernen die Teilnehmer:innen die Grundlagen und Kniffe des (auto-)biografischen Schreibens kennen. Sie schreiben Kapitel zu den wichtigs-ten Lebensetappen bzw. einer Lebensphase. Erfahren, wie sie ihre Schreibstimme entwickeln, ein zentrales Thema finden und ihre Erinne-rungen so aufbauen, dass ein Spannungsbogen entsteht.
Am Ende des Kurses haben die Teilnehmer:innen einen Text mit 12 Kapiteln aus dem Leben, den sie noch um Bilder und Fotos ergänzen können.. oder als Grundbaustein für weiteres Schreiben nutzen können.

12 Termine: 10.11.2026 | 24.11. | 08.12. | 22.12. | 05.01.2027 | 19.01. | 02.02. | 23.02. | 09.03. | 23.03. | 06.04. | 20. 04. 2027

Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Autorin, Sprachwissenschaftlerin und Zertifizierte Leiterin für Schreibwerkstätten, Kreatives Schreiben und Biographiearbeit (EAG-FPI) | Anmeldung bis zum 09.11.2026. Maximal 10 Teilnehmer*innen. || Teilnahmegebühr: 190,- | 170,- Euro ermäßigt. Schnuppertermin: 15,- | 13,- Euro ermäßigt

11.11. Wie siehst Du Dich in unserer Welt? … laut, leise, cool, mitreißend, mutig, kreativ ...

Mittwoch | 11:00 bis 13:00 Uhr

RUNDGANG UND KÜNSTLERISCHE WERKSTATT – im Rahmen der Ausstellung “Jüdisch, kunst(er)schaffend, inspirierend …“ – 20 Porträts jüdischer Künstlerinnen mit Lebenszeiten in Leipzig
Workshop-Leitung: JELENA RADOSAVLJEVIC, bildende Künstlerin
Moderation Rundgang: CHRISTINE RIETZKE, kulturelle & politische Bildung

Das besondere Ausstellungsformat besteht in der Verbindung biografischer Texte und Forschungsarbeiten mit neugeschaffenen Porträts der Künstlerin JELENA RADOSAVLJEVIC. Öffentlich werden 20 jüdische Künstlerinnen, die einst Nachbarinnen in Leipzig waren – und ebenso authentische Momente jüdischen Lebens in der Zeit zwischen 1900 und 2000. Die neugeschaffenen bildnerischen Porträts wurden künstlerisch nachempfunden – erzählen individuelle Begebenheiten vor dem Hintergrund des sozial-gesellschaftlichen Umfeldes der vorgestellten Musikerinnen, Malerinnen, Autorinnen… Die Ausstellung verdeutlicht, wie sehr auch jüdische Künstlerinnen seit Jahrhunderten durch ihre Kreativität das Leben in Deutschland … und darüber hinaus … mit-/gestalteten und mit-/prägten… wie auch heute.

Ein AUSSTELLUNGS-RUNDGANG vermittelt im gemeinsamen Gespräch persönliche Lebensmomente und Wissen zum Alltag jüdischer Menschen damals & heute. Daran anschließend ist ein WORKSHOP geplant, in dem die Teilnehmenden kreativ künstlerisch selbst aktiv werden – „Erfahrenes / Gehörtes“ auf das eigene Ich und den eigenen Alltag in dieser Stadt, in dieser Gesellschaft übertragen können: Wie würde ein Porträt von mir selbst aussehen? Was ist mir wichtig … an mir, an dieser Welt, dass es sichtbar wird? …Und es muss nicht mein Gesicht sein, das im Vordergrund steht…

JELENA RADOSAVLJEVIC, geb. 1974, ist Malerin, Bühnenbildnerin, mixed-art-Künstlerin und arbeitet seit fast zwanzig Jahren mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen jeden Alters… Gemeinsam mit allen Beteiligten werden individuelle Formen für das „Eigene Bild“ gefunden. Vielleicht wird es in diesem Workshop nicht fertiggestellt… aber begonnen hat ein Nachdenken auch darüber, was jede/n Einzelne/n einmalig und wertvoll macht. Gearbeitet wird mit Farben und verschiedenen Materialien auf Papier und Pappe in kleinen Formaten. Niemand braucht dazu künstlerische Vorkenntnisse oder Zeichenkünste. @jelart11
Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Termine: Fr., 20.11, Mi., 25.11.2026

11.11. Stich um Stich

Mittwoch | 17:00 bis 19:00 Uhr

PROTEST-STICKEN

Neues Angebot 1x Monat jeweils mittwochs

„Als die Suffragetten für das Frauenwahlrecht in England kämpften, nähten sie für ihre Proteste große Banner und haben ihre Forderungen drauf gestickt: „votes for women“. So haben sie gezeigt, dass Frauen nicht nur zu Hause Handarbeit machen können, sondern auch eine politische Stimme haben. Damit deuteten sie Handarbeit aktiv als Protest um.“ Luisa Hahn, Protest-Sticken Hamburg

Das Aktionsformat „Protest-Sticken“ haben wir übernommen – weil wir es richtig gut finden. Statt allein und grübelnd zu Haus sein … lieber gemeinsam und im Austausch in der Frauenkultur. Du kannst deine Wut in kleine Kästchen sticken oder in kreative Patches/Aufnäher verwandeln und währenddessen, gemeinsam Ideen spinnen, wie diese Welt gerechter werden … und was unser Part dazu sein kann.

Stickstoff & Garn sind vorhanden bzw. versuchen wir gerade zu sammeln … oder können mitgebracht werden. Kompetente Anleitende sind mit dabei. Und wer stricken oder häkeln möchte ist ebenso willkommen. | Nächster Termin: 09.12.2026
Unkostenbeitrag: 1 Euro

12.11. Die Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig (heute HGB) im Nationalsozialismus.

Donnerstag | 18:00 bis 19:30 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION
mit JULIA BLUME, Kunsthistorikerin, Leipzig

Der Vortrag widmet sich einem bisher kaum beleuchteten Kapitel der Hochschulgeschichte. In nur wenigen Jahren wurde aus der international beachteten Akademie ein bedeutungsarmes Institut. Prägende, lehrende Persönlichkeiten wie Hugo Steiner-Prag und Hans Alexander Müller wurden vertrieben, jüdische Studierende ausgegrenzt, ehemalige Student:innen – die Leipziger Kultur und Kunst bereicherten – wurden verfolgt und ermordet. Die Zeitschrift „Wächterstraße 11“, herausgegeben vom nationalsozialistischen Studierendenbund, wurde zum Spiegel der vorherrschenden Ideologie und zum Dokument des Hochschulalltags. Im Vortrag werden durch Zitate, Bildbeispiele und biografische Einblicke die bruchstückhaften Überlieferungen in den Archiven ergänzt und ins Verhältnis zur damaligen Kulturpolitik in der Stadt Leipzig gesetzt.

JULIA BLUME lehrte bis 2025 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; leitete dort auch das Institut für Buchkunst und das Archiv der HGB. | | Eintritt: nach Selbsteinschätzung

14.11. Thaiboxen. Ein Weg zur Selbstverteidigung

Samstag | 10:00 bis 12:00 Uhr

WORKSHOP für FLINTA*

Workshop-Sprachen: englisch, deutsch, arabisch
Leitung: ASEEL, u.a. zertifizierte Trainerin für Thaiboxen

Gestartet wird mit einer theoretischen Einführung in Grundbegriffe und Geschichte, mit dem gemeinsamen Üben von Grundstellungen und -bewegungen. Danach erfolgt die praktische Umsetzung der Übungen durch Nachstellung von realen bedrohlichen Situationen.

„Thaiboxen kann ein Weg von Vielen sein, um sich als Frau in einer männerdominierten Gesellschaft zu behaupten. Ich heiße Aseel und bin Thaiboxmeisterin aus dem Irak. Diese Sportart hat mir persönlich geholfen, meine Stimme zu finden. Sie half mir, eine starke und selbstbewusste Persönlichkeit zu entwickeln, um die Angst abzubauen, meine Wünsche und Bedürfnisse gewaltfrei zu verteidigen. Das Thaiboxen gab mir den Mut, ICH zu sein und deshalb möchte ich euch diese Sportart näherbringen und mit euch diese Erfahrung teilen.”

Anmeldung erforderlich bitte bis zum 13.11.2026 | Teilnahme-Gebühr: 12,- | 8,- Euro ermäßigt

15.11. Wogen des Lebens

Sonntag | 16:00 bis 17:30 Uhr

LESUNG mit anschließender Publikumsdiskussion
Mit VIRGINIE BLEI, Leipzig

Für die Autorin, die in dieser Lesung ihr zweites Buch vorstellt, ist Literatur „ein lebendiger Ort der Begegnung, des Austauschs und der persönlichen Auseinandersetzung“.

„Wogen des Lebens“ ist ein Reisedrama, in dem sich die junge Protagonistin durch unglückliche Umstände an einem Ort wiederfindet, an dem sie niemals sein wollte. Mit der Realität, die sie dort erwartet, kommt sie nur schwer zurecht. In ihren Träumen flüchtet sie deshalb immer wieder an einen persönlichen Kraft-Ort – an die Trauminseln, an denen sie eigentlich sein möchte. Die Reise zwischen Realität und Traum wird dabei zu einer Reise zu sich selbst. Das Buch erzählt von Sehnsucht und Freiheit, Mut und Hoffnung, weiblicher Würde und dem Kampf um die eigene Selbstbestimmung. Gleichzeitig lädt es ein, über eigene „Traumorte“ nachzudenken: Wo möchte ich sein? Was hält mich zurück? Und wie kann es gelingen, trotz schwieriger Lebensumstände den eigenen Weg zu finden? Die Lesung soll Mut machen, über die eigenen Wünsche und Möglichkeiten nachzudenken und den Gedanken zu vermitteln, dass auch unerwartete Wege zu neuen Perspektiven führen können.

VIRGINIE BLEI, langjährige Tätigkeit als Autorin, veröffentlichte bereits „Irgendwo zwischen Himmel und Hölle“. Sie ist zudem tätig als Tänzerin und Schauspielerin und engagiert sich in verschiedenen kulturellen und inklusiven Projekten. || Eintritt nach Selbsteinschätzung

18.11. FLINTA* Friendship-Dates

Mittwoch | 18:00 bis 20:30 Uhr

START der neuen EVENTREIHE

Mit ARZU TARHAN
Arzu fragt sich, wie andere Erwachsene Freund:innen finden. Weißt du auch nicht? Perfekt, komm zu diesem Event…

Die Eventreihe startet am 18. November 2026 und findet danach einmal im Monat statt.

Einmal im Monat wird in der Frauenkultur ein FLINTA* Friendship-Date-Abend veranstaltet für alle, die neue Menschen kennenlernen möchten – egal, ob Du gerade neu in Leipzig bist, schon ewig hier wohnst oder einfach Lust auf neue Bekanntschaften hast. Du kannst alleine kommen oder Freund:innen mitbringen.

18.00 Uhr
Start mit einer moderierten Runde Friendship-Speed-Dating mit lustigen Fragen, die absolut nichts mit Smalltalk zu tun haben.

19.00 – 20.30 Uhr
findet jeden Monat eine neue gemeinsame Aktivität als Friendship-Date statt: Spiele und Cocktails, Filmabend, Karaoke, Kleidertausch, Picknick, Spaziergänge, kreatives Zeichnen und noch einiges mehr. Wer also keine Lust auf Speed-Dating hat kann gerne auch ab 19 Uhr dazukommen.

Zum ersten FLINTA* Friendship-Date spielen wir das moderierte Spiel Red-Flag & Green-Flag bei dem wir miteinander ins Gespräch kommen und ziemlich schnell herausfinden, wer bei Freund:innenschaften, Dating und im Leben ähnlich tickt. Meine 93-jährige Oma hat bei dem Spiel Tränen gelacht. Taschentücher, Cocktails und alles was wir fürs Spielen brauchen, haben wir hier! Wir freuen uns auf einen Abend mit guten Fragen, fragwürdigen Red-Flags und hoffentlich ziemlich vielen Green-Flags.
Wer mag, gerne anmelden unter: a.tarhan@frauenkultur.de
Eintritt: 6,- Euro incl. erster Cocktail

19.11. Frauenalltag und Hexenverfolgung in Mittelalter und Früher Neuzeit...

Donnerstag | 16:00 bis 18:00 Uhr

STADTRUNDGANG
Frauenalltag und Hexenverfolgung in Mittelalter und Früher Neuzeit… …und was uns aus dieser Zeit bis ins Heute begleitet

Mit CHRISTIANE DIETERING & CHRISTINE RIETZKE
vom Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung des Soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig

Über das Leben von Frauen im Mittelalter und die jahrhundertelange Hexenverfolgung existieren noch viele falsche Vorstellungen. Der Rundgang informiert zu regionalen sowie überregionalen Aspekten; thematisiert Hintergründe und Zusammenhänge. Anmeldung bitte bis 18.11.2026 || Teilnahmegebühr: 8,- | 6,- Euro ermäßigt

Treffpunkt: Brunnen Nikolaikirchhof

20.11. Verliebt, vertraut, verrechnet:

Freitag | 18:00 bis 20:00 Uhr

WORKSHOP

Warum Frauen die Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen müssen

Mit CLAUDIA KNEIFEL, Würzburg

Altersvorsorge ist kein Grund zur Panik – im Gegenteil! Schwierig wird es erst, wenn man das Thema ignoriert. Dieser Workshop räumt mit Unsicherheiten und Vorurteilen auf… weckt Zuversicht und macht Mut!

Viele Frauen verlassen sich in Finanzfragen noch immer auf ihren Partner. Doch was passiert, wenn das Leben unerwartet die Richtung ändert? Trennung, eine Job-Pause für die Familie oder andere Einschnitte – plötzlich steht man vielleicht allein da. Wussten Sie, dass mehr als jede zweite erwerbstätige Frau in Deutschland langfristig nicht von ihrem Einkommen leben könnte? Teilzeit, Minijobs und familiäre Auszeiten verschärfen dieses Problem. Doch das lässt sich ändern!

CLAUDIA KNEIFEL beschäftigte sich intensiv mit diesem Thema. Sie zeigt praxisnah, wie Frauen jeden Alters ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen können – Schritt für Schritt und ohne Stress. Verständlich erklärt sie die Grundlagen der Finanzen, gibt Einblicke ins deutsche Rentensystem und zeigt, wie auch mit 50+ eine Last-Minute-Altersvorsorge gelingt. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und vielen praktischen Tipps motiviert sie dazu, den ersten Schritt zu wagen.

CLAUDIA KNEIFEL, geb. 1969, arbeitet seit 25 Jahren als Redakteurin bei der Main-Post. Ihre Schwerpunkte sind Familie, Armut, Rente, Altersvorsorge und der demografische Wandel. Sie lebt mit ihrem Partner und ihren drei Töchtern in Würzburg. || Teilnahmegebühr nach Selbsteinschätzung

21.11. Mitten im Leben. Neubeginn Wechseljahre

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

SCHREIBWORKSHOP
mit DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT

Wie kannst Du die Wechseljahre zu einer spannenden und glorreichen Lebensphase gestalten und sie so zu Deiner besten machen? Eine Einladung zu einer Erkundungs- und Entdeckungsreise mit Stift und Papier!

Schreibend nehmen wir die körperlichen Veränderungen in den Blick wie auch die emotionale Achterbahnfahrt. Lernen diese Gefühle einzuordnen, zu integrieren und für uns zu nutzen. Mit Achtsamkeit und Dankbarkeit blicken wir zurück, richten uns neu aus und etablieren neue Gewohnheiten.

Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Autorin, Sprachwissenschaftlerin und Zertifizierte Leiterin für Schreibwerkstätten, Kreatives Schreiben und Biographiearbeit (EAG-FPI) | Anmeldung bis zum 20.11.2026. Maximal 10 Teilnehmer*innen. || Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt

25.11. Die Wut, die bleibt! Strategien gegen die Ohnmacht

Mittwoch | 15:30 bis 18:30 Uhr

AUFRUF ZUR DEMONSTRATION anlässlich des Internationaler Tag gegen patriarchale Gewalt

Start: GRASSI-Museum, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig
ABSCHLUSSKUNDGEBUNG: 18.00 Dorotheenplatz

Mehr Infos unter: https://agfrauenprojekte-leipzig.com/aktionen/
Veranstaltet vom Bündnis 8. MÄRZ IST IMMER | @8.maerz_ist_immer

26.11. Kostenlose Beratung für alle Arten von Versicherungen

Donnerstag | 18:00 bis 20:00 Uhr

FAIR-SICHERUNGSBERATUNG

mit ANTJE GOLDHORN, unabhängige Versicherungskauffrau
Hier können eigene Versicherungspolicen überprüft oder Fragen zu neuen Abschlüssen gestellt werden. Unverbindlich und unparteiisch! Anmeldung bis 24.11.2026 ist erforderlich.

27.11. Bitch Hunt

Freitag | 18:00 bis 19:30 Uhr

LESUNG & DISKUSSION
Mit VERONIKA KRACHER

Im Sommer 2022 offenbarte die Hasskampagne gegen die Schauspielerin Amber Heard, wie salonfähig es ist, Opfer häuslicher Gewalt zu verhöhnen und wie omnipräsent Frauenhass in unserer Gesellschaft nach wie vor ist. Was früher in den reißerischen Printmedien stattfand, passiert heute online & in Echtzeit. Ein breites Publikum beteiligt sich begeistert an Hass und Hetze gegen Frauen – stellenweise sogar ungehemmt unter vollem Klarnamen. Influencer, deren Content ausschließlich aus Angriffen gegen Frauen und queere Menschen besteht, erreichen auf Sozialen Medien ein Millionenpublikum. Digitale Plattformen unterbinden diesen, oft gegen Einzelpersonen gerichteten Hass, nicht – ganz im Gegenteil, denn hinter dem Hass steckt oft ein System, das gewinnbringende Klicks generiert.

In “Bitch Hunt” analysiert Veronika Kracher die Funktion digitaler Misogynie, welche Rolle misogyne Kampagnen im rechten Kulturkampf spielen, und wieso Soziale Medien alltäglichen Frauenhass in einer patriarchalen Gesellschaft derart verstärken. Letztendlich leiden nicht nur Betroffene unter diesen Dynamiken, sondern unsere Demokratie.

VERONIKA KRACHER, geb. 1990, studierte Soziologie und Literaturwissenschaften; ist als Autorin, Publizistin und Bildungsreferentin tätig. Seit 2015 beschäftigt sie sich mit den Themenfeldern digitale Misogynie, Antifeminismus, Online-Radikalisierung und Rechtsextremismus. 2020 veröffentlichte sie „Incels – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults“. || Eintritt: nach Selbsteinschätzung

28.11. Jodeln von Alperer bis Zäuerli

Samstag | 10:00 bis 17:30 Uhr

JODEL-WORKSHOP
mit 90 min. Mittagspause

Jodeln – dieses ursprüngliche Tönen, Juchzen, Rufen und Singen auf vokalreichen Silbenverbindungen – ermöglicht einen besonders kraftvollen und körperlichen Zugang zur Stimme. Wahrnehmungs-, Atem- und Körperübungen bilden die Basis unserer stimmlichen Erkundungen. Wunderschöne Appenzeller Zäuerlis, österreichische Gurglschnalzer, kraftvolle Muotathaler Naturjuuze und viele mehr laden ein, die eigene Stimme in ihrer ganzen Klangvielfalt und im mehrstimmigen Zusammenklang zu erfahren. Gemeinsames Jodeln ist ein verbindendes und beglückendes Erlebnis!

Workshop-Leitung: URSULA HÄSE – Vokalistin, Atem- und Stimmlehrerin, Complete Vocal Technique Teacher (CVI Kopenhagen) || Anmeldung erforderlich bis 26.11.2026 || Kursgebühr: 120,- | ermäßigt: 100,- Euro

29.11. live-nordic-folk mit HÄLM

Sonntag | 16:00 bis 17:30 Uhr

1. Advent-KONZERT

Drei enthusiastische Musiker:innen aus unterschiedlichsten geografischen Richtungen spielen – verliebt in die tiefgründige, aufregende und feinsinnige Musik des hohen Nordens – mit Verve, Leidenschaft und sichtbarer Freude Traditionelles aus Schweden, Zeitgenössisches aus Norwegen, Verrücktes aus Finnland und Romantisches aus Dänemark. Ein mitreißendes Vergnügen!

NATASHA JAFFE (CAN) studierte klassisches Cello in New York und Philadelphia. Sie bezaubert mit ihren glühenden Melodien, launigen Improvisationen und strahlendem charmanten Spiel. BARBARA STEINACKER (D) fand nach einer klassischen Ausbildung durch Zufall zum Folk, studierte in zahlreichen masterclasses und workshops in Irland, den USA und Skandinavien und trägt mit ihrem riesigen Repertoire maßgeblich zum Programm der Band bei. DAVIS WEST (Japan/USA) studierte klassische Geige und Jazz, sowie später am legendären Berklee College of Music Valencia. Er koloriert mit klaren brillanten Spiel, kapriziösen Rhythmen und warmen Harmonien nachhaltig und eindrücklich den Sound der Band.
Eintritt: 9,- | 7,- Euro ermäßigt

30.11. Sich frei malen

Montag | 15:00 bis 17:00 Uhr

KUNSTANGEBOT
mit ANJA BÖTTGER; Bildende Künstlerin, Performerin & Wildpflanzenpädagogin

In dem Workshop gibt es die Möglichkeit, innere und äußere Themen und Bilder, Stimmungen, Gefühle und Undefinierbares mit Hilfe von Farben und Formen aus sich rauszulassen und aufs Papier zu bringen. Alles ist auf dem Papierformat möglich und willkommen. Keine künstlerischen Vorkenntnisse nötig! Teilnahmegebühr pro Termin 20,- | 15,- Euro ermäßigt, incl. Material (Farbstifte und Papier)
Anmeldung: bis 27.11.2026 unter: kontakt@anja-boettger.de oder @art.anja.boettger

Dezember 2026

01.12. Gemütliche Weihnachtsfeier für Ältere

Dienstag | 14:30 bis 18:00 Uhr

Kulturfabrik Leipzig präsentiert

Die Kulturfabrik lädt herzlich zur Weihnachtsfeier für Ältere ein und wir freuen uns auf einen stimmungsvollen Nachmittag voller Musik, Tanz, Kreativität und netter Begegnungen. Es wird gemütlich, musikalisch und vorweihnachtlich!
Gemeinsam wollen wir die Adventszeit einläuten, bekannte Weihnachtslieder singen, das Tanzbein schwingen und kreativ werden. Natürlich darf auch das gemütliche Beisammensein nicht fehlen. Bei Kaffee und Stollen ist Zeit für das Kennenlernen, sich Austauschen und gemeinsames Genießen.

Euch erwarten: ein Musik-Bingo, Gemeinsames Weihnachtsliedersingen mit Sing de la Sing; Weihnachtskarten gestalten, Weihnachtsquiz zum gemeinsamen Rätseln und Erzählen, die Seniorinnen-Tanzgruppe der Frauenkultur – und insgesamt eine schöne gemeinsame Feier.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Kulturfabrik Leipzig: Cammerspiele, Frauenkultur, HALLE 5 und WERK 2

Eintritt: 8,- Euro | Vorverkauf: 7,50 Euro || Tickets gibt es im Infobüro des WERK 2 oder telefonisch zu reservieren unter: 0341 – 30 80 140
Ort: Halle D | Einlass: 14:30 Uhr, Beginn: 15 Uhr, AK: 7,50 €, VVK: 7,50 €

01.12. Das Leben keiner Frau lässt sich in drei Worte fassen | Verborgene Stimmen aus Afghanistan

Dienstag | 17:00 bis 18:30 Uhr

MEHRSPRACHIGE LESUNG MIT GESPRÄCH

No Woman’s Life Can Be Contained in Three Words: Hidden Voices from Afghanistan

Mit FATIMA SARKASH, Afghanistan, Journalistin & Autorin, Deutsch, Englisch, Persisch

Es reden und lesen mit:
RUDABA BADAKHSHI, Leipzig, Übersetzung & Vorwort
Dr. KEFAJAT HAMIDI und ABUSMOSLEM KHORASANI, Leipzig, Herausgeber

Stimmen afghanischer Frauen, die in Afghanistan leben und überleben: Auf der Grundlage tiefgehender Interviews und persönlicher Gespräche schildert die Autorin Fatima Sarkash mit ihrer Sprache und Perspektive ergänzt, Erfahrungen von Bildungsausschluss, sozialer Ungleichheit und vielfacher Diskriminierung. Zugleich zeigt es Mut und Widerstandskraft.

The book is a work told through literary narratives that center the voices of women from Afghanistan. Based on in-depth interviews and personal conversations, it presents experiences of educational exclusion, social inequality, and multiple forms of discrimination. At the same time, it highlights courage, resilience, and both subtle and open forms of resistance.
Eine Kooperation des ZEOK e.V. mit dem Frauenkultur e.V. Leipzig || Eintritt: frei

02.12. Tanze Salsa mit mir! Tanz Dich fit.

Mittwoch | 17:30 bis 19:00 Uhr

TANZKURS FÜR FRAUEN* aller 14 Tage

Um nach Berufstätigkeit alltäglich Stress abzugeben und etwas Gutes für Wohlgefühl und körperliche Fitness zu tun – dann ist Tanzen mit Freude das Richtige. Und Salsa-Rhythmen oder Country-Musik zum Line Dance machen Freude und geben positive Energie. Wir tanzen in der Gruppe – ohne feste Partnerin – und laden ganz herzlich zum Mitmachen ein. Für Interessierte mit Vorkenntnissen!
Leitung: MARINA FAIZOVA, Tanzpädagogin und Choreografin
Bitte anmelden, da die Teilnehmerinnen*zahl begrenzt ist.
Nächster Termin: 16.12.2026
Teilnahmegebühr: 9,- | 7,- Euro ermäßigt

04.12. Feministische Konfliktberatung

Freitag | 16:00 bis 18:00 Uhr

Jeden 1. Freitag im Monat
mit DOROTHEA SORGE-WERRES, Dipl.-Psychologin, Mediatorin

Die Feministische Konfliktberatung richtet sich an FLINTA-Personen, die in Konfliktsituationen dazu neigen, nachzugeben, vorschnell Kompromisse einzugehen oder den Konflikt „des lieben Friedens willen” gar nicht erst anzusprechen, z.B. mit Vorgesetzten, Kolleg:innen, Lebenspartner:innen, Nachbar:innen oder Familie. In einem einstündigen, vertraulichen Gespräch geht es zunächst darum, das Konfliktgeschehen zu verstehen sowie Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Ziele zu gewinnen. Anschließend entwickeln wir Ansatzpunkte für ein klärendes Gespräch oder andere Schritte, um selbstbestimmt in die Lösungsfindung gehen zu können.
Anmeldung erforderlich bis zum 02.12.2026 | Beitrag für die Beratung: nach Selbsteinschätzung

04.12. Lesben*-Café

Freitag | 19:00 bis 22:00 Uhr

OFFENER TREFF
Das Lesben*Café ist ein Ort, um sich in freundlicher Atmosphäre kennenzulernen, auszutauschen und um gemeinsam Projekte und Unter-nehmungen zu planen; ein Ort positiver Energie, der immer wieder neugestaltet werden kann.

05.12. FACHTAG: Vor 540 Jahren erschien der „Hexenhammer“ – mit Auswirkungen, die bis ins Heute reichen

Samstag | 09:30 bis 17:00 Uhr

FACHTAG des Arbeitskreises Aufarbeitung Hexenverfolgung

Mit Film, Input, Arbeitsgruppen und Vorträgen…

Die jahrhundertelange Zeit der Hexenverfolgung – deren Folgen teilweise bis ins Heute reichen – gehört zu unserer Geschichte. Aufarbeitungen dieser Verfolgung sind immer noch notwendig.

Am 5. Dezember 1484 erließ Papst Innozenz VIII. die Hexenbulle; doch der Beginn der Hexenverfolgung wird historisch meist mit der ersten Veröffentlichung des “Hexenhammer” verbunden. 1486/1487 wurde der Hexenhammer (Malleus Maleficarum) erstmals auf Lateinisch veröffentlicht – und allein zwischen 1486 und 1669 in dreißig Auflagen gedruckt. Dieses „Handbuch der Hexenjäger […] ist das zentrale Buch in der Geschichte der europäischen Hexenverfolgung“ (Jerouschek/ Behringer).

In den 1970-er Jahren wurde eine Auseinandersetzung mit der Hexenverfolgung neu begonnen – auch in Bezügen feministischer Geschichtsforschung. Doch die Zeit der Hexenverfolgung und ihre Auswirkungen sind noch immer kaum präsent im Geschichtsbewusstsein der Mehrheit der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund gründete sich 2016 der Offene Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung in Leipzig/Sachsen – als Projekt des Soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig – welcher kontinuierlich, sehr differenziert und vielperspektivisch aktiv war und ist. Der vierte Fachtag zum Thema in der Frauenkultur widmet sich Texten der Verfolgung und ihrer Auswirkungen … oder wie die feministische Autorin Luisa Francia es formuliert: „…sie schafften es, dass die Menschen Angst vor Frauen hatten, weil sie „Hexen“ genannt wurden – aber nicht vor denen, die Frauen lebendig verbrannten…“

Der Fachtag kann auch in einzelnen Modulen besucht werden. Um Anmeldung wird gebeten unter hallo@frauenkultur-leipzig.de || Teilnahmebeitrag zum Fachtag inkl. Mittagsimbiss erfolgt nach Selbsteinschätzung.

Programm in kurz:

09.30 – 11.00 Uhr FILM
Hexen – Chronik eines Massakers
Film by MARIE THIRY, HIND SAÏH & FLORE KOSINETZ, 2025, 88 min.
Coproduction ARTE France, Bellota Films, Lamia Producciones | Distributed by Incognita Distribution | in deutscher Sprache

Eine sensible Dokumentation über eine Welle von Hexerei-Prozessen 1609 im Baskenland. Historiker:innen suchten nach unveröffentlich-ten Dokumenten und gehen den Ursprüngen dieser Gewalt nach, die sich vor allem gegen Frauen richtete. Die historische Recherche enthüllt Hintergründe der Hexenverfolgung und die verborgenen Mechanismen eines verkannten Abschnitts der europäischen Geschichte.
Ein Film, der gemeinsam besser ertragen werden kann, als allein… || Eintritt zum Film: frei

11.15 – 11.45 Uhr
ERÖFFNUNG des Fachtages & THEMATISCHER INPUT zum Thema
Einordnung des Hexenhammers in seiner Wirkung & Bedeutung

11:45 – 13.20 Uhr
INPUT * ARBEITSGRUPPEN * Feedbackrunde zu den AGs
Hexenverfolgung. Ein historischer Femizid?
zu dem gleichnamigen Artikel der Historikerin CLAUDIA OPITZ-BELAKHAL

Es geht um einen gemeinsamen Austausch mit dem Focus: Welche Auswirkungen misogyner Gewalt werden über Generationen hinweg weitergegeben? Wieviel Gewalt empfinden wir als „normal“? Und mit welchen Strategien wollen wir dem begegnen… Als impulsgebend für den Austausch setzen wir den o.g. Artikel der Historikerin Claudia Opitz-Belakhal; 1994 bis 2023 Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Basel; ihre Forschungsschwerpunkte u.a. Frauen- und Geschlechtergeschichte

Nach einer inhaltlichen Einführung wird parallel zu einzelnen Aspekten in folgenden drei Gruppen gearbeitet:

1. Geschlechterrollenbilder & -Stereotype, die durch den Hexenhammer, weitere Veröffentlichungen, Rechtsprechung und Bildsprache der Zeit der Hexenverfolgung geschaffen wurden

2. Frauenfeindlichkeit in der Alltagssprache: Welche „Sprüche“ kommen uns bekannt vor & was bedeuten sie?

3. Reproduktive Selbstbestimmung im historischen Kontext: Was wirkt aus der Zeit der Hexenverfolgung bis heute nach? Frauengesundheit, Verhütung, Geburtenkontrolle… bis hin zum §218

14.00 – 15.30 Uhr
VORTRAG & DISKUSSION
Hebammenalltag gestern und heute. Zur Geschichte der Gebärkultur in Deutschland
mit Prof. MARITA METZ-BECKER, Marburg

Das Forschungsprojekt von Prof. Dr. Marita Metz-Becker untersucht Landhebammen der 1960er Jahre und Gegenwart, die in der außerklinischen wie klinischen Geburtshilfe beschäftigt sind. Untersucht wird der Bedeutungswandel von Geburt sowie die Veränderungen des Berufsfeldes der Hebamme.

Ist es so – wie die Körperhistorikerin Babara Duden vermutet – dass „mit der gründlichen Medikalisierung, Hospitalisierung und Technisierung der Geburt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das, was Geburt war, beseitigt wurde – und zwar so gründlich, dass das historische Wesen der “Geburt” aus der kollektiven Erinnerung verschwunden ist“?

Prof. Dr. MARITA METZ-BECKER ist z.Z. wissenschaftliche Beraterin im Projekt „Hebammen in Hessen – Gestern und Heute“ der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden. In ihrem Forschungsschwerpunkt „Medikalkultur“ hat sie mehrere Publikationen vorgelegt, u.a. die Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojekts auf Basis narrativer Interviews zum Hebammenalltag, die unter dem Stichwort „Geburtskulturen“ als Filmproduktionen auf dem Wissenschaftsportal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung abrufbar sind.

16.00 – 16.45 Uhr
VORTRAG
David Meder und seine acht Hexenpredigten.
Vom Hexenhammer zur Kanzel: Predigt & Alltagsmagie im frühneuzeitlichen Hexerei-Diskurs
mit MADELEINE APITZSCH, Historikerin

Wie wurde in der Frühen Neuzeit über Hexerei gesprochen – und welche Rolle kam dabei der Predigt als Medium religiöser Kommunikation zu? Während der Malleus Maleficarum als gelehrter, lateinisch verfasster Dämonologie-Traktat vornehmlich ein akademisches Publikum adressierte, richteten sich Predigten unmittelbar an eine breite Öffentlichkeit. Die Hexenpredigten des lutherischen Theologen David Meder aus dem 17. Jh. bieten hierfür ein aufschlussreiches Beispiel: In deutscher Sprache verfasst, greifen sie verbreitete Vorstellungen von Magie und Teufelswirken auf und überführen diese in ein theologisches Deutungssystem. Der Vortrag untersucht, wie in diesen Predigten alltagsmagische Praktiken aufgegriffen, interpretiert und dämonologisch gerahmt werden – und fragt danach, inwiefern Predigten als Vermittlungsinstanz zwischen gelehrter Dämonologie und lebensweltlichen Vorstellungsbeständen verstanden werden können.

16.45 – 17.00 Uhr
Feedback-Runde & Ende des Fachtages


Organisiert vom Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig
https://www.hexenprozesse-leipzig.de/

06.12. Wohltuendes für die dunkelste Zeit des Jahres

Sonntag | 10:30 bis 12:30 Uhr

Ein Vormittag zum Eintauchen in die Welt der weihnachtlichen Düfte.
mit KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und zertifizierte Kräuterfrau

Wir zaubern mit Fichten- und Tannennadeln leckere Dinge zum Verspeisen, Balsam für die Haut und Räucherwerk für die Seele. Warmen Tee wird es auch geben und die Rezepte zum Mitnehmen. Mitzubringen: einen Mörser, wenn vorhanden und 2 kleine Schraubgläser. Anmeldung bitte bis zum 04.12.2026
Unkostenbeitrag: 20,- | 15,- Euro ermäßigt | unter 12 Jahren: 10,- Euro (ab 8 Jahren)

06.12. Singen bei uns

Sonntag | 15:00 bis 17:00 Uhr

OFFENES CHOR-PROJEKT

Chorleitung SANDRA HAVENSTEIN, Musikerin & Musikpädagogin
Das Chorprogramm spannt einen Bogen von berührenden Liedern bis zu mitreißenden Songs… Wir freuen uns über weitere interessierte Sängerinnen und Sänger, die Lust haben, mitzusingen.

Nächster Proben-Termin: 17.01.2027

08.12. FLINTA* Friendship-Dates

Dienstag | 18:00 bis 20:30 Uhr

NEUE EVENTREIHE

Mit ARZU TARHAN
Arzu fragt sich, wie andere Erwachsene Freund:innen finden. Weißt du auch nicht? Perfekt, komm zu diesem Event…

Einmal im Monat wird in der Frauenkultur ein FLINTA Friendship-Date-Abend* veranstaltet für alle, die neue Menschen kennenlernen möchten – egal, ob Du gerade neu in Leipzig bist, schon ewig hier wohnst oder einfach Lust auf neue Bekanntschaften hast. Du kannst alleine kommen oder Freund:innen mitbringen.

18.00 Uhr
Start mit einer moderierten Runde Friendship-Speed-Dating mit lustigen Fragen, die absolut nichts mit Smalltalk zu tun haben.

19.00 – 20.30 Uhr
findet immer eine gemeinsame Aktivität als Friendship-Date statt:
Heute: Wein und Wonky Portraits

Wir zeichnen uns gegenseitig ohne dabei auf unser eigenes Blatt zu schauen. Da kann niemand von sich behaupten zeichnen zu können: Je wilder, desto besser. Die Portraits, die dabei von dir entstehen, darfst du natürlich mit nach Hause nehmen. Material, Wein, Cocktails und alles, was wir fürs Zeichnen brauchen, haben wir hier.

Wer keine Lust auf Speed-Dating hat, kann auch ab 19 Uhr zum Friendship-Date dazukommen. Wir freuen uns auf einen Abend mit lustigen Portraits, guten Drinks und hoffentlich ein paar neuen Bekanntschaften.

Anmeldung unter: a.tarhan@frauenkultur-leipzig.de
Eintritt: 6,- Euro incl. erster Cocktail || Nächster Termin: 15.01.2027

09.12. Sprich mit mir!

Mittwoch | 12:30 bis 14:30 Uhr

SPRACHTANDEM
Kultureller und künstlerischer Austausch für alle interessierten Frauen – am 2. Mittwoch des Monats

For German-learning and German-speaking women
Für Deutsch lernende und Deutsch sprechende Frauen
Mit YVONNE BUCHHEIM & MAKO FUKUDA

Heute: Origami-Sterne und Grafik

Ort: Museum der bildenden Künste Leipzig | Katharinenstraße 10 | 04109 Leipzig | Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Kooperation des MdbK mit der Frauenkultur Leipzig -> https://mdbk.de/kalender/

11.12. Weihnachten am Kreuz

Freitag | 16:00 bis 20:00 Uhr

ERÖFFNUNG WEIHNACHTSMARKT

… geöffnet bis zum 20.12.2026 und randvoll mit Köstlichem, Schönem, Einzigartigem und wundervoll Duftendem in den Hallen und auf den Freiflächen der Kulturfabrik. Wir freuen uns auf alle, die Lust haben, auch bei unserem Spendenbasar vorbeizuschauen!

Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag: 14 – 21 Uhr, Freitag und Samstag: 13 – 22 Uhr, Sonntag: 13 – 21 Uhr

Und eine Bitte um weihnachtliche Unterstützung für unseren Spenden-Basar:
Für unseren Spendenbasar auf dem Weihnachtsmarkt der Kulturfabrik suchen wir noch „Kleingeschenke“, über die sich Menschen freuen würden: Bücher, Schallplatten, CDs, Schmuckstücke, Accessoires bis zu Spielzeug oder Geschirr. Das Gute daran ist, dass diese Sachen dort gegen eine Spende weitergegeben werden… zugunsten des Interkulturellen Mädchentreff MiO der Frauenkultur & der Kulturfabrik.

Um dies tun zu können, suchen wir Unterstützer*innen:
Bringt einfach alles, was nicht mehr gebraucht in euren Regalen und Schränken liegt, zu uns. Ihr tut etwas Gutes, der/die neue Besitzer:in freut sich über ein günstiges Angebot und die Frauenkultur bzw. die Kulturfabrik Leipzig können ihr Budget erhöhen, um im nächsten Jahr gemeinnützige Projekte umsetzen zu können. Also einfach vorbeikommen…

12.12. Jahresrückblick schreiben

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

SCHREIBWORKSHOP

mit DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT

Ein Jahr ist so reich an Ereignissen. Zu voll, um die große Entwicklung zu spüren? Zu voll, um sich noch an Einzelheiten zu erinnern? In diesem Workshop befragen wir das vergangene Jahr. Was hat es Dir geschenkt? Was willst Du mitnehmen?
Was soll bleiben von diesem Jahr?

Warum sich nicht mal was Gutes tun? Sich Zeit gönnen für einen freudigen Rückblick auf die Kraftquellen und Geschenke des letzten Jahres? Nimm Dir eine Auszeit, in der Du auf Deine Schätze blickst und dem letzten Jahr schreibend Gestalt schenkst. Erforsche, wofür Du dankbar bist und wie es nun kraftvoll und mutig weitergehen kann. Mit Papier, Stift und einer inspirierenden Collage. Dieser Workshop arbeitet mit Methoden des kreativen Schreibens und der Poesie- und Bibliotherapie. Und schenkt Dir die Zeit und den Raum, auf dem Papier zu denken, zu träumen und Gehaltvolles sichtbar zu machen.

Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Autorin, Sprachwissenschaftlerin und Zertifizierte Leiterin für Schreibwerkstätten, Kreatives Schreiben und Biographiearbeit (EAG-FPI) || Anmeldung bitte bis zum 11.12.2026
Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßig