Zum Wissen für Kurs- und Veranstaltungsbesuche in der Frauenkultur

Alle Kurse und Veranstaltungen finden unter Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln statt. Kreative sozial-kommunikative Begegnungen sind seit 18.05.2020 analog in der Frauenkultur Leipzig wieder möglich – selbst wenn die Nutzer*innenzahl eingeschränkt und Hände-Desinfektion, Mund-Nasen-Schutz mit Betreten der Räume erforderlich sind.

Da das Café und der Saal in der Frauenkultur über sehr große Fenster verfügen, ist immer für eine sehr gute Lüftung vor und während aller Veranstaltungen gesorgt.

Aufgrund der anderen, begrenzteren Platz-Kapazitäten, ist es sehr hilfreich, wenn eine Platz-Reservierung (per Mail oder per Telefon) im Vorfeld der Veranstaltung erfolgt. Auch bitten wir herzlich darum, mit Krankheitssymptomen von Covid-19 wie Husten, Fieber … auf einen Besuch in der Frauenkultur zum Schutze aller zu verzichten.

Im Programm sind alle Kurse und Veranstaltungen öffentlich – die unter der Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung durchführbar sind. Geplant ist, dass bei passendem Wetter einzelne Kurse bzw. kleinere Veranstaltungen auf unserem Grünstück stattfinden. Ebenso wird natürlich das Hygiene-Konzept der Frauenkultur Leipzig – mit den bekannten Hygiene-und Flächendesinfektions-Maßnahmen – von Seiten der Veranstalterinnen, Referent*innen und Kurs-Leiterinnen beachtet.

Das Wichtigste bei allen Maßnahmen (auch bei kommenden weiteren Lockerungen) wird immer sein, wie achtsam wir im Miteinander sind. Das betrifft uns als Veranstalterinnen wie auch alle Nutzer*innen.

Wenn alle dies bedenken, können wir hoffentlich bald wieder „das ganze Repertoire ohne Einschränkungen“ erleben … in der Frauenkultur und überall

Wir freuen uns sehr, Euch/Sie (wieder) zu sehen.


Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

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Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstler*innen bzw. von Nachwuchskünstler*innen.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig!

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrant*innen verschiedener Sprachräume. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Zum AK Mädchen und Junge Frauen Leipzig

save the dates

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Oktober 2020

29.10. BeDeutungen dekolonisieren. Spuren von (antimuslimischem) Rassismus

Donnerstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

VORTRAG UND DISKUSSION

Referent*in:
MARIAM POPAL

Die Referentin gab gemeinsam mit Professorin Iman Attia das Buch „BeDeutungen dekolonisieren“ heraus. Sie zeigen auf, wie (antimuslimischer) Rassismus sowohl historisch als auch gegenwärtig mit anderen Rassismen verwoben ist – und aus Formen von „Einteilungen“ nach Religion, vermeintlicher Rasse und Kultur und Kolonisierung schöpft. Sie fragen nach Hintergründen von BeDeutungen. Durch die Spiegelung historischer Ereignisse und Zusammenhänge entdecken sie „Sichtweisen“, die uns bis heute – bewusst und unbewusst – verfolgen. Gleichzeitig laden sie dazu ein, Möglichkeiten zu imaginieren, die das Andere nicht als „anders“ auffassen. Sie laden ein, Freiräume zu schaffen für unabgeschlossenes, prozessuales und dynamisches (Neu-)-Denken.

PROF. IMAN ATTIA, Professorin für Critical Diversity Studies mit den Schwerpunkten Rassismus und Migration an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Sie arbeitet aktuell an globalgeschichtlichen und intersektionalen Perspektiven in der historisch-politischen Bildung; untersucht im Auftrag des Innenministeriums antimuslimischen Rassismus und entwickelt Handlungsvorschläge gemeinsam mit Sachverständigen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft

MARIAM POPAL ist Research Fellow in Advanced African Studies an der Universität Bayreuth und habilitiert sich in der Comparative Literature. Sie schloss ihre Doktorarbeit an der Universität Hamburg zur Scharia aus (rechts-)vergleichender, feministischer und post-kolonialer Perspektive ab. Sie lehrt und forscht u.a. zu Modernen englisch(-sprachigen) Literaturen, zu Postcolonial und Decolonial Studies und (antimuslimischem) Rassismus.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

31.10. Journal writing. Neue Formen des Tagebuchschreibens

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

SCHREIBWORKSHOP
Mit Dr. AMELIE MAHLSTEDT

bq. „Nur der Traum ist mein Leben. Nur in Echo und Widerhall ereignet sich die Verwandlung, die das Wunder rein erhält. Sonst geht alle Magie verloren.“ (Anais Nin)

Die Teilnehmer*innen lernen anhand von Beispielen aus der Literatur neue Formate des Tagebuchschreibens kennen: die ‚dichte Beschreibung‘, Miniaturen oder ‚Alltags-Anekdoten‘. Geeignet für alle, die mehr Kreativität und Inspiration im Alltag suchen und sich eine treue Begleiterin in allen Lebenslagen wünschen – ihr Tagebuch.

DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin und Poesie- und Bibliotherapeutin im Integrativen Verfahren (EAG-FPI) | Anmeldung bis zum 30. 10. 2020. | Maximal 10 Teilnehmer*innen.

Teilnahmegebühr: 40,- | 35,- Euro ermäßigt.

November 2020

01.11. Verschoben ins Jahr 2021! Die ureigenen Kräfte der Frauen... und warum auch Yoga nicht immer wohltuend ist.

Sonntag | 11:00 bis 13:00 Uhr

MATINEE
mit LUISA FRANCIA

Muss leider ins Jahr 2021 verschoben werden!

Wir werden bewertet, abgewertet, verglichen, belächelt, ausgelacht vielleicht, wenn wir uns auf unsere ursprünglichen Kräfte als Frauen besinnen. Es scheint zwar, dass „die Frau“ gerade im Aufwind ist, alle reden plötzlich über Frauen, über Missbrauch, me too usw. … doch das darf uns nicht täuschen. Es geht nicht um unsere ureigenen Kräfte – es geht um die Anpassung an gesellschaftliche Normen, um die geschmeidige „Eingliederung“ der Frauen ins patriarchale System. Schließlich sollen sie am Ende, freiwillig natürlich, ihre Funktion als Serviceeinrichtung erfüllen. Gönnerhaft werden die Frauen gelobt und hervorgehoben, und erstaunt wackeln alle mit den Köpfen: was, das können Frauen auch?! Gerade junge Frauen werden bedrängt, ganz toll, ganz leistungsfähig zu sein und gehen dabei oft über ihre Kraft. Fremden Befehlen zu folgen hat eben die Wirkung, dass das eigene Gespür verloren geht. Wie finden wir zum eigenen Gespür? Wie widersetzen wir uns Erwartungen oder gar Befehlen? Viele Frauen gehen zum Yoga und lassen sich dort oft die absurdesten Turnübungen aufdrängen. Om? Au!! Auch wenn die Tradition noch so alt ist – wenn sie nicht wohltuend ist, hat sie keinen Sinn.

“Ich lese dazu aus einigen meiner Bücher und erzähle über die weiblichen Urkräfte, Intuition, Mitgefühl, Durchsetzungskraft, Heiterkeit, Widerspruchsgeist…. zum Beispiel. Und dann kommen wir ins Gespräch…”

LUISA FRANCIA ist Schriftstellerin, Künstlerin, Reisende, hat eine erwachsene Tochter, spricht fünf Sprachen und veröffentlichte weit über dreißig Bücher, von denen einige Bestseller wurden. Sie gibt Seminare, hält Lesungen und Vorträge, die sich mit dem tieferen Verständnis spiritueller Energien beschäftigen. Sie führt unter www.salamandra.de ein Internet-Tagebuch… Eintritt: 6,- | 4,- Euro ermäßigt

Aufgrund der anderen, begrenzteren Platz-Kapazitäten, ist es sehr hilfreich, wenn eine Platz-Reservierung (per Mail oder per Telefon) im Vorfeld der Veranstaltung erfolgt.

01.11. Verschoben ins Jahr 2021! Wie können wir im Körper wirklich zuhause sein?

Sonntag | 14:00 bis 17:00 Uhr

WORKSHOP

mit LUISA FRANCIA

Muss leider ins Jahr 2021 verschoben werden!

Im Nachmittagsworkshop spielen wir mit Körperkräften, mit dem Atem, der Stimme und erfahren, warum es nicht um Leistung, um Anstrengung, um Grenzen überschreiten geht, was bei spirituellen Turnstunden wie Yoga und anderen Körperertüchtigungen schiefgehen kann und warum es gut ist, immer auf die Eigenmacht und die magischen Kräfte des Körpers zu hören. Ein Ritual beschließt den Nachmittag. Anmeldung bis zum 29.10.2020 erforderlich.

Teilnahmegebühr: 50,- | 35,- Euro ermäßigt

09.11. Den Toten ehrendes Gedenken und Mahnung für heute

Montag | 16:00 bis 16:30 Uhr

MAHNWACHE an den Stolpersteinen:

Die Initiativgruppe “Mahnwache und Stolpersteine putzen” veranstaltet diese Aktion anlässlich des 82. Gedenktags zur Pogrom-Nacht.

Die Frauenkultur beteiligt sich an den folgenden drei Standorten und lädt alle Interessierten ein, mit dazu zu kommen:

Eisenbahnstr. 97:
Sofie Schneider. Sie wurde im Januar 1942 nach Riga deportiert.

Neustädter Str. 13:
Fanny Chaja Mann. Sie stirbt während der „Polenaktion“ am 28. Oktober 1938 noch auf dem Leipziger Bahnhof.

Kochstraße 56:
Die Schwestern Erika, Genia und Renate Landwirth sterben nach Abschiebung und Deportation ihrer Eltern in Krakau und Auschwitz im Alter von 2 bis 14 Jahren.

https://www.stolpersteine-leipzig.de/

11.11. Sprich mit mir!

Mittwoch | 15:00 bis 17:00 Uhr

SPRACHTANDEM-PROJEKT

Ein Projekt der Frauenkultur und des Museums der bildenden Künste Leipzig für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Interessierte Frauen können an jedem 2. Mittwoch im Monat das Museum der bildenden Künste besuchen und im Sprachtandem dabei Sprache neu lernen. Eine deutsch-sprechende und eine deutsch-lernende Frau gehen gemeinsam durch das Museum – und erzählen einander, was sie sehen. Sie entdecken zusammen Bilder und lernen gemeinsam Deutsch oder auch eine andere Sprache…

Heute: Fotografie in XXL

In der Ausstellung werden extrem große Fotos gezeigt. Der Künstler ANDREAS GURSKY thematisiert das Verhältnis von Sein und Schein: Wie klein und unbedeutend ist etwas – und wie groß und wichtig wird es dargestellt? Warum soll es wichtig sein, immer das Neueste zu haben? Was brauchen wir wirklich?

Bitte anmelden in der Frauenkultur Leipzig, Tel.: 0341-213 00 30 oder im MdbK: kirsten.huwig@leipzig.de, Tel.: 0341-21699958
Die Teilnahme ist kostenlos.

Ort: Museum der Bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig

12.11. Hexenverfolgung in Leipzig

Donnerstag | 11:00 bis 11:30 Uhr

EINWEIHUNG GEDENKTAFEL

Am 13.03.2019 beschloss der Leipziger Stadtrat aufgrund eines Antrages des AK Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig: „Die Stadt Leipzig setzt mit einer Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung ein Zeichen gegen menschenverachtende Gewalt …“.

Die Einweihung dieser Gedenktafel wird vorgenommen von dem Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Dr. ANSELM HARTINGER, der amtierenden Amtsleiterin des Kulturamtes Frau ANTJE BRODHUN und Sprecher*innen des Arbeitskreises.

Musik: SILVIA NEEDON, Percussion
Ort: Neues Rathaus, Arkaden

13.11. Dialoge

Freitag | 19:00 bis 20:30 Uhr

LIEDERABEND u.a. mit Werken von Dora Pejačević, Mélanie Bonis u.a.

Mit HANNA ROOS (Mezzosopran) und KYRA STECKEWEH (Klavier)

Ihr Gedicht klingt, an sich, wie die schönste Musik – die gute Pejacsevich wird es gewiß verschandeln.
(Marie von Thurn und Taxis an Rainer Maria Rilke, Brief vom 8.4.1915)

Im Lied führen Text und Musik eine Art Gespräch. Doch hinter diesen Kompositionen stehen oft ganz reale Dialoge, die spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Werke gewähren. Im obigen Zitat geht es um eine geplante Zusammenarbeit zwischen Rainer Maria Rilke und der kroatischen Komponistin Dora Pejačević (1885-1923). Rilke war gegenüber Vertonungen seiner Gedichte eher negativ eingestellt, doch bei Dora Pejačević machte er offenbar eine Ausnahme. Sie war eine slawonische Gräfin, die eine kritische Einstellung zur Aristokratie vertrat, was vielleicht auch die Bissigkeit der Prinzessin Marie von Thurn und Taxis im zitierten Brief an Rilke erklären mag.

Ein bekanntes Beispiel einer engen Verbindung zwischen Komponist und Dichterin sind auch die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner (1813-1883) und seiner “Muse” Mathilde Wesendonck. Wagner spricht von “unseren” Liedern und dass er “Besseres, als diese Lieder, nie gemacht” habe. Auch die Komponistin Mélanie (Mel) Bonis (1858-1937) wurde von Gedichten eines ihr sehr nahestehenden Menschen inspiriert: dem Musikkritiker Amedée Hettich.

HANNA ROOS (Mezzosopran) und KYRA STECKEWEH (Klavier) zeigen in ihrem Programm “Dialoge” diese vielschichtigen Beziehungen zwischen Text und Musik, zwischen Dichter*innen und Komponist*innen auf.
Eintritt: auf Spendenbasis

15.11. …von verlorenen Illusionen

Sonntag | 16:00 bis 17:30 Uhr

SZENISCHE LESUNG und Gespräch

Eine Lesung in Gedenken an Brigitte Reimann

Mit ELISA UEBERSCHÄR, Schauspielerin

„Manchmal geht sogar mir der Treibstoff aus und ich möchte aufhören mich andauernd zu streiten mit Leuten, die ja doch nie Fehler machen, nie sich irren …. Sie sagen „Perspektive“ und ich sage „Heute“. Naja, wir haben so unsere Verständnis-schwierigkeiten.“ (Brigitte Reimann an Annemarie Auer, Brief vom 26.11.1963)

Die Schauspielerin Elisa Ueberschär liest Auszüge aus dem 1974 postum veröffentlichten Romanfragment Franziska Linkerhand, dem sie eigene autobiographische Texte gegenüberstellt. Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch statt, in welchem die Gäste eingeladen sind, sich über vergangene Ideale und Träume sowie gesellschaftliche Utopien auszutauschen. Was ist vom Traum einer „kommunistischen“ Zukunft geblieben? Wie und in welcher Weise wird über ein Leben in der DDR gesprochen?

ELISA UEBERSCHÄR, geb. in Gera, ist vor allem durch ihre Rolle der Wiebke Schiller aus der TV-Serie Schloss Einstein bekannt. Zudem aus Fernsehen-Serien wie u.a. Familie Dr. Kleist und SOKO Wien. 2013-2015 war sie Ensemblemitglied am Theater Plauen-Zwickau und arbeitet seitdem als freie Schauspielerin.

Eintritt: 7,- | 5,- Euro ermäßigt