Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstler*innen bzw. von Nachwuchskünstler*innen.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig!

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrant*innen verschiedener Sprachräume. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Was Ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Oktober 2019

17.10. 26. Leipziger Lesben*Treffen vom 17.10.- 22.10.2019

Donnerstag | 17:00 bis 23:30 Uhr

26. Meeting of Queer LesBians*

open to all gender

Auch in der 26. Ausgabe des „Leipziger Festivals der lesbischen Lebenskunst“ (oder auch „LeLeTre, Leipziger Lesben*Treffen“) werden unterschiedlichste Perspektiven mit viel Leidenschaft, Ernsthaftigkeit und selbstverständlicher Leichtigkeit auf die queer-lesbische Community Raum nehmen. Es geht also um mehr als „lesbische Lebenskunst“, obwohl diese in nicht wenigen Alltagssituationen durchaus hilfreich ist bzw. hilfreich sein kann…

Innerhalb des 26. Festivals wollen wir gemeinsam verschiedene Erfahrungen thematisieren… von der schwul-lesbischen Arbeiterinnenbewegung in der DDR bis zu Queer Refugees. Nach- und hintergefragt werden Lebenskonzepte und Möglichkeiten von Lesben im Alter; diskutiert wird über Visionen queerer Communitys. Es gibt Filmnächte, Spaziergänge, Gottesdienst, Spieleabend, Workshops, Party und Brunch… und immer (hoffentlich) viel Lust, Neugierde und Freude an neuen oder neu entdeckten Begegnungen…

Also, viel Spaß beim Stöbern im Programm
Euer LeLeTre-Team

Die Seite www.leletre.de wird gerade überarbeitet. | Ausführliche Infos im Monatsprogramm

LeLeTre-Programm-Übersicht unter: https://www.frauenkultur-leipzig.de/angebote/aktuelle-projekte/leletre-2019-das-26-leipziger-lesbentreffen/

19.10. Thaiboxen ein Weg zur Selbstverteidung

Samstag | 11:00 bis 14:00 Uhr

Innerhalb des 26. Leipziger Lesben*Treffens

WORKSHOP THAIBOXEN

mit ASEEL
u.a. zertifizierte Trainerin für Thaiboxen

Gestartet wird mit einer theoretischen Einführung in Grundbegriffe und Geschichte und mit dem gemeinsamen Üben von Grundstellungen -und Bewegungen. Danach erfolgt die praktische Umsetzung der Übungen durch Nachstellung von realen bedrohlichen Situationen.

“Thaiboxen kann ein Weg von Vielen sein, um sich als Frau in einer männerdominierten Gesellschaft zu behaupten. Ich heiße Aseel und bin Thaiboxmeisterin aus dem Irak. Diese Sportart hat mir persönlich geholfen meine Stimme zu finden. Sie half mir, eine starke und selbstbewusste Persönlichkeit zu entwickeln um die Angst abzubauen, meine Wünsche und Bedürfnisse gewaltfrei zu verteidigen. Das Thaiboxen gab mir den Mut ich zu sein und deshalb möchte ich euch diese Sportart näherbringen und mit euch diese Erfahrung zu teilen.”

Workshop-Sprachen: englisch, deutsch, arabisch
Anmeldung erforderlich bis zum 17.10.2019

Teilnahme-Gebühr: 8,- | 5,- Euro ermäßigt

19.10. We are the rainbow!

Samstag | 22:00 bis 04:00 Uhr

Queer-Party zu 26. Leipziger Lesben*Treffen
mit den DJ*S XML & ROTE BRAUSE

We are the rainbow!

Die erste Stunde startet mit Standard und Lateinamerikanischen Rhythmen und geht über in the greatest aus den 80er – 2000er, in queer-pop und Elektronisches.

Dann geht es weiter mit den DJ*s: DJane XML – bunt gemischt aus den 80ern, 90ern, 2000er, classics, queer-pop und Elektronisches von deep-house bis minimal & DJane Rote Brause – Balkan, Electro und FemalePop

Eintritt: 3,- Euro

24.10. I’m a Queerfeminist Cyborg, that’s okay.

Donnerstag | 18:00 bis 20:00 Uhr

LESUNG & GESPRÄCH

Von und mit MIKA MURSTEIN
queere_r, be_hinderte_r Autor_in und Aktivist_in

“I’m a queerfeminist Cyborg, that’s okay“ ist kein rein wissenschaftliches Buch, obwohl es Theorien der disability studies, der Sozialwissen-schaften und der Philosophie aufgreift. Es ist kein geschichtliches Buch, obwohl es auch von Zeitzeug_innenschaft erzählt. Es ist eher ein persönlicher Bericht, wie Mika Murstein zu dieser Form des Aktivismus gekommen ist, welche Erlebnisse Mika auf dem Weg dahin geprägt haben. Zudem werden das Verhältnis von Be_Hinderung und Geschlecht jenseits der cis-Normativität, Verschränkungen von Klassismus und Ableismus, Diskussionen über Empowerment, (vermeintliche) Schutzräume und institutionellen Ableismus sowie die medialen Darstellungen von Krankheit und Be_Hinderung in den Fokus genommen. Mika Murstein versucht, gelebte Erfahrung und Beobachtungen mit Theorien in Beziehung zu setzen, um daraus eine antiableistische Praxis zu entwickeln.

Wir möchten heute besonders auf eine reizarme Umgebung achten – bitte darum zur Lesung kein Parfum tragen.

Veranstaltungsort:

Café im Haus der Demokratie Leipzig, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei.

Eintritt: 4,- Euro | 2,- Euro ermäßigt

26.10. Pilz-Führung im Auenwald

Samstag | 10:00 bis 13:00 Uhr

PILZ-TOUR
mit Dr. NORBERT LEUBNER

Pilz-Sachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. (DGfM). Bitte an einen Sammelkorb, Messer und wettergerechte Kleidung denken. Mit etwas Finde-Glück können am Ende der Tour die Rohstoffe für eine Pilzmahlzeit mit nach Hause genommen werden. Voranmeldung bitte bis zum 24.10.2019

Treffpunkt: 10 Uhr in der Frauenkultur
Teilnahmegebühr: 10,- | 6,- Euro ermäßigt

26.10. Freies Tanzen. Den Kopf ausschalten... und die eigene Art zu tanzen entdecken!

Samstag | 11:00 bis 12:30 Uhr

WORKSHOP
Mit MECHTHILD TASKAS
ZUMBA®-Instruktorin, Tanzpädagogin & Choreografin.

Kategorien wie richtig und falsch oder schön und hässlich haben hier nichts verloren, denn wir bewegen uns in einem wertfreien Raum, in dem alles erlaubt ist, was persönlich gefällt. Statt viel zu denken, soll die eigene Körperwahrnehmung sensibilisiert und gestärkt werden. Eigene Erlebnisse und Eindrücke dürfen ihren “bewegten” Ausdruck finden: mal inspiriert durch die Musik, mal dem eigenen inneren (emotionalen) Impuls folgend… oder es beeinflusst eine andere Person deinen Tanz – woher auch immer die Impulse stammen: Tanze sie hinaus… mit Freude an neu- oder wieder entdeckter Kreativität, Bewegungsfreiheit und Empfindungen. Lass dich ein auf das Abenteuer des freien Tanzens! Bequeme Kleidung und dicke Socken mitbringen. Anmeldung bis zum 24.10.2019 erforderlich

Kosten: 15,- | 10,- Euro ermäßigt

26.10. Bra’Agas – Skandinavischer, sephardischer und osteuropäischer Folk

Samstag | 19:00 bis 22:00 Uhr

KONZERT

Bra‘Agas sind vier Musiker*innen, betörender mehrstimmiger Gesang, ein vielfältiges Arsenal an Instrumenten (unterschiedliche Percussions, Fidel, Schalmei, Flöte, Gitarre u.v.m.), großartige traditionelle, frisch arrangierte Songs unterschiedlichster Provenienz aus dem gesamten Mittelmeerraum bis nach Nordeuropa und eine unbändige Spielfreude, die mitreißt. Modern interpretierte Folklore, die begeistert!

BraAgas spielen seit Anfang 2007 zusammen – mit zahlreichen Konzerten weltweit… auf den tschechischen Festivals Colors of Ostrava oder MFT Golden Prague, dem “Rainforest World Music Festival” in Borneo, Malaysia, das EBU Folk Festival in Köln oder das Festival Sur Jahan in Indien. Ihre Musik ist eine weite musikalische Reise. In ihrer Heimat Tschechien sind BRA‘AGAS längst eine feste Größe, in der World Music- Szene haben sie zahlreiche Preise gewonnen: 3x den „Angel-Preis“ in der Kategorie Weltmusik; 2018 die World Music Charts Europe

KATEŘINA GÖTTLICHOVÁ – Gesang, Cistra, Gitarre
KARLA BRAUNOVÁ – Gesang, Flöten, Klarinette, Schalmei
MICHALA HRBKOVÁ – Gesang, Geige
MICHAELA KRBCOVÁ – Darbuka, Cajon, Davul

Eintritt: 9,- | 6,- Euro

November 2019

01.11. Frauenbewegung in der DDR und der Sowjetunion

Freitag | 19:00 bis 21:00 Uhr

PODIUM & GESPRÄCH

Gespräch mit Feminist*innen und Gender-Wissenschaftler*innen aus Russland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion
Kulturwerkstatt Zhaba | Жаба [женское авторство, быт андерграунд | Weibliches Schreiben und Alltag im Untergrund]

Wir laden ein zu einem Gespräch mit Feminist*innen und Gender-Wissenschaftler*innen aus Russland, der Ukraine und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Es geht um die Geschichte der Frauenbewegung in der Sowjetunion und die Aktualität dieser Geschichte. 1979 publizieren Leningraderinnen die erste dissidentische feministische Zeitschrift in der Sowjetunion. Ihre Kritik an den Lebensumständen von Frauen in der Sowjetunion und am System ist fundamental. Gibt es Parallelen zur Situation der Frauen in der DDR, gab es hier wie dort ähnliche Protestformen? Und welche Rolle spielt diese Geschichte heute für Leipzig, Deutschland, Russland, die Ukraine oder Georgien?

Die Veranstaltung wird organisiert von der Kulturwerkstatt Zhaba zusammen mit dem Leipziger Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) und dem Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur

Eintritt: frei

14.11. Das Recht zu erscheinen.

Donnerstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

VORTRAG & DISKUSSION

Judith Butlers Vorschläge einer politischen Theorie der Versammlung

TIMO LUKS, Historiker
Judith Butlers Bücher provozieren. Sie provozieren zum Nachdenken über den Zusammenhang von Politik und Geschlecht, über alltägliche, oft im Verborgenen wirkende Machtverhältnisse. Sie provozieren aber auch wütende Kritik bei jenen, die bereits bei der Nennung des Worts „gender“ allergisch reagieren, ohne auch nur einen flüchtigen Blick in das Werk der US-amerikanischen Theoretikerin zu riskieren.

Der Vortrag stellt Judith Butlers Buch „Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung“ (2016) vor, das entscheidenden Fragen unserer heutigen Demokratie nachgeht: Wer hat eigentlich das Recht, im öffentlichen Raum zu erscheinen, sich auf der Straße zu versammeln, eine Stimme zu erheben, die gehört wird? Wenn wir das „Volk“ sind, wer gehört dann zu diesem ‚Wir‘ – und wer nicht? Warum überhaupt auf die Straße gehen und sich versammeln?

PD Dr. Timo Luks ist Historiker. Tätigkeiten an den Uni‘s Oldenburg, Chemnitz, Gießen, München. Schwerpunkte: u.a. Kapitalismus-, Polizeigeschichte, politische Theorie
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

19.11. Trans. Frau. Sein.

Dienstag | 18:00 bis 20:00 Uhr

VORTRAG & LESUNG
Mit Felicia Ewert

Die Referentin verweist auf die Widersprüchlichkeiten im vermeintlich radikalen Anspruch von transfeindlichen Feminismen, auf biologistische und cis-normative Argumentationen. Zusätzlich stellt die Referentin dar, wie fest Biologismen und normierte Zweigeschlechtlichkeit in Gesellschaft und deshalb auch in Feminismen verwurzelt sind und dass ein Fokus auf offene Transfeindlichkeit zu kurz greift.

So zeigt sie auch, was die vermeintlich respektvolle „Sex / Gender“ Aufteilung von Geschlecht, die in universitären Kontexten gegenwärtig ist, für transgeschlechtliche Menschen bedeutet. Wie tief deutsches Recht in die Leben von trans Personen eingreift, zeigt sie mit einem Überblick über das sogenannte „Transsexuellengesetz“ und widmet sich der Frage, was wir alle tun müssen, um bestehende geschlechtliche Vorstellungen zu realisieren und abzubauen.

FELICIA EWERT, Marburg, studiert Politikwissenschaft im Master, Schwerpunkt Geschlechterforschung. Sie ist eine Frau, transgeschlechtlich, lesbisch, hält Vorträge zu Cis-Sexismus, Transfeindlichkeit und Transmisogynie.
Eintritt: 4,- Euro | 2,- Euro ermäßigt

21.11. Feministische Visionen: In was für einer Welt wollen wir leben?

Donnerstag | 19:00 bis 22:00 Uhr

PODIUMSDISKUSSION

Moderation:
FINNA, Rapperin und Aktivistin aus Hamburg

Zukunftsvisionen für eine bessere, gerechtere (Welt)Gesellschaft gibt es viele – wie diese aussehen, hängt ganz davon ab, von wem und warum diese „gesponnen“ wurden bzw. werden. Alle progressiven, gesellschaftsverändernden Aktivitäten brauchen im öffentlichen „Wirken-und-Wahrgenommen-Werden-Wollen“ begreifbare, bildhafte Definitionen von Zielen – die auch in den Bezügen von Motivation und gewollter Teilhabe stehen.

Aus diesem Grund möchten wir Menschen aus verschiedenen Hintergründen zu einer Podiumsdiskussion einladen, um gemeinsam „zu spinnen“ und zu diskutieren … über Zukunftsideen von Gesellschaft, die für alle in den Querschnittsmengen lebenswert(er) sein kann. Aber welche gemeinsamen Ziele sind konkret und differenziert formulierbar? Wie sind diese umsetzbar? Was müssen wir für Gesellschaftsveränderungen tun, die lebens- und liebenswerter für alle sind?

Und welche Rolle spielt dabei „der Feminismus“? Welche Rolle müssen dabei die Aktivist*innen der unterschiedlichen feministischen Konzepte spielen?

Darüber möchten wir gern im Podium mit Feminist*innen ins Gespräch kommen. Im Kontext der Akzeptanz verschiedener Positionen wollen wir fragen, welche Voraussetzungen müssen trotz der bekannten Unterschiede geschaffen werden, um einen unaufgeregten und kon-struktiv feministischen Diskurs über Schnittmengen bzw. Strategien gemeinsamer zielgerichteter Aktivitäten führen zu können?

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für feministische Themen interessieren und selbst aktiv sind bzw. aktiv werden wollen. Darum wird es nach der Diskussion auch Gelegenheit für lockeres Kennenlernen und offenen Austausch geben.

Podiumsgäste:

JUDITH SCHREIER
für den Feministischen Streik Leipzig: Im FSL finden sich verschiedene Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen, um marginalisierten, mehrfach diskriminierten Gruppen Raum für ihre Kämpfe zu geben und diese mitzutragen.

MARI und ELISA
vom AK Unbehagen: Der AK Unbehagen ist ein Lese- und Arbeitskreis, der sich mit feministischer Theorie, Literatur und Psychoanalyse auseinandersetzt und Erkenntnisse in den (feministischen) Alltag einfließen lässt.

CONSTANZE STUTZ
ist Redakteurin der „outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik“ und lebt und schreibt in Leipzig.