Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstler*innen bzw. von Nachwuchskünstler*innen.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig!

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrant*innen verschiedener Sprachräume. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Was Ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Mai 2019

21.05. Feministisch lesen und denken.

Dienstag | 17:00 bis 18:30 Uhr

LESEKREIS

In dieser offenen Runde wollen wir uns feministischen Ideen nähern und über ihre Bedeutung für einen praktisch gelebten Feminismus diskutieren. Wichtig ist uns dabei, dass sich alle an den Gesprächen beteiligen und den Inhalt des Lesekreises mitbestimmen können.

Wir lesen wie ausgemacht aus dem Buch “Mein Weg von einer weissen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund” von Jayrome C. Robinet. Außerdem besprechen wir weitere Textvorschläge, die aus der Gruppe kommen werden.

Der Text kann über lydia.aufschlager@frauenkultur-leipzig.de erbeten werden.

22.05. Im Schatten des Apfelbaums

Mittwoch | 11:00 bis 13:00 Uhr

FILM & GESPRÄCH

65 Jahre Ehe, vier Systeme, zwei Menschen, eine Liebe

Dokumentarfilm von CLAUDIA EUEN (62 min) | anschl. Gespräch mit der Regisseurin

Als ich Kind war, nahm mein Großvater oft die Hand meiner Großmutter, sie küssten sich und wichen niemals von der Seite des anderen. Treue für immer. Trotz Alltag und Entbehrungen. Meine Großeltern waren Kriegskinder. Meine Jugend hingegen war unbeschwert, doch als meine Beziehung zerbrach, fragte ich mich, wie sie das geschafft haben? Ein Film über die Liebe und alles was dazu gehört.

CLAUDIA EUEN, Journalistin aus Leipzig, hat einen Dokumentarfilm über die Liebe gemacht… und über das gemeinsame Alt-Werden. Im Schatten des Apfelbaums ist gleichzeitig Liebesgeschichte und Zeitdokument. Es ist ein Film über zwei Menschen, die ein unsichtbares Band verbindet, die das Schicksal zusammentrieb und nicht wieder auseinander. Poetische Bilder erzählen von etwas, was selbst für die beiden nur schwer in Worte zu fassen ist. Der Film lief international auf mehreren Festivals.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro

23.05. Warum der Feminismus von heute eine wütende Bitch sein muss.

Donnerstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

VORTRAG UND DISKUSSION
mit ERICA ZINGHER

Ein Plädoyer für Wut.

„Verwandelt […] Wut in politische Macht“ schrieb die schwarze Feministin Alice Walker 1992 in einem Aufruf. Ein Jahrzehnt zuvor kämpften westdeutsche Feminist*innen gemeinsam im Widerstand gegen Unterdrückung. Es entstand ein wütender, militanter Feminismus.

Die Emotion Wut ist zentral für unsere Gesellschaft. Nur verträgt sie sich nicht mit der konservativen Geschlechterordnung. Denn: Frauen* dürfen nicht wütend sein. Sie sollen genügsam, einfühlsam, friedfertig sein, um so der Norm und dem Konzept „der Frau“ zu entsprechen. Und um die patriarchale Gesellschaftsstruktur nicht zu gefährden.
Doch es gibt und gab schon immer wütende Frauen*. Sie wurden als Hexen, Hyänen oder Emanzen sanktioniert, aus der Gesellschaft aus-geschlossen und verfolgt. Was sie einte: Sie verstanden ihre Wut nicht als irrationales Gefühl, sondern als ein produktives Potenzial zur Veränderung. Was lässt sich daraus ableiten? Es braucht wütende Feminist*innen. Reale gesellschaftliche Veränderungen kann es nie ohne Konflikte, Auseinandersetzung und Streit geben.

Der Vortrag wird zu Beginn eine kurze Einführung in das geschlechtsspezifische Konzept von_ Wut_ geben. Im Anschluss soll anhand von Beispielen gezeigt werden, welche Formen des wütenden feministischen Protestes es bereits gab – und was sich daraus für den heutigen feministischen Kampf mitnehmen lässt.

Erica Zingher studierte Ethnologie und Gender Studies in Berlin sowie Osteuropastudien in Hamburg. Sie arbeitet als freie Journalistin u.a. für ZEIT ONLINE und lebt derzeit in Berlin.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

24.05. Frauen 1989 in Leipzig

Freitag | 16:00 bis 18:00 Uhr

Der Oktober ´89 kam bei allen überraschenden Ereignissen „nicht aus dem NICHTS“. In den Monaten und Jahren vor dem Oktober 1989 gab es engagierte Gruppen und Menschen, die etwas verändern wollten; die glaubten, dass Gerechtigkeit in der DDR möglich sei; die dafür planten und gemeinsam arbeiteten.

Mit der Friedlichen Revolution vom Oktober ´89 hatten auch die bereits existierenden Frauengruppen die Möglichkeit öffentlich zu werden, sich zu vernetzen und Frauen aufzurufen, sich zu beteiligen. Frauen für den Frieden, Frauen für die Umwelt, Lesbische Frauen in der ESG oder das Zeitungskollektiv der Zaunreiterin waren nur einige. Noch im November 1989 gab es ein Vernetzungstreffen in einer Leipziger Kirche, neue Gruppen gründeten sich, begannen zu arbeiten, erste Vereine entstanden… und arbeiten zum Teil noch heute: Frauen für Frauen, die Frauen-kultur, die Leipziger Mütterzentren u.a.

Dieser Workshop bietet einen zeitlichen Überblick und Einblicke in Texte von damals, die feministische Sichtweisen und Themen aufzeigen, die teilweise bis heute unverändert aktuell sind. Im Kontext zu unserer Gegenwart im Jahr 2019 wollen wir uns gemeinsam mit einzelnen Original-Texten auseinandersetzen. Geplant ist eine weiterführende inhaltliche Arbeit. Mit diesem Workshop wollen wir ein „Stück der Geschichte von Frauen“, also ein Stück eigener Geschichte – in Interpretation und Öffentlichkeit nicht anderen überlassen, sondern selber (weiter-)schreiben. Mit CHRISTINE RIETZKE, Mitgründerin der autonomen Frauenzeitschrift in der DDR „Zaunreiterin“ und 1990 Kandidatin des UFV

Teilnahme kostenlos
Fotos: Sigrid Schmidt

25.05. Entspannt ins Wochenende mit Qigong

Samstag | 10:00 bis 13:00 Uhr

QIGONG-WORKSHOP
mit BIRGITTA KOWSKY

Der Übergang aus einer betriebsamen Woche in ein entspanntes Wochenende hinein, fällt nicht immer leicht. Sanfte und harmonische Bewegungen können Körper und Geist beruhigen und harmonisieren. Der ausgewogene Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung wirkt positiv auf den Kreislauf und vertieft die Atmung. Die Kraft der inneren Bilder gibt uns Kraft und Orientierung innerhalb der Bewegungen und im Leben. Neben bewegten Übungen werden wir auch Stilles Qigong praktizieren … und dann entspannt ins Wochenende starten!
Dieser Kurs kann ohne Vorkenntnisse belegt werden und ist ideal, um einen ersten Eindruck vom Qigong zu gewinnen. Bitte lockere Trainingskleidung und warme Socken mitbringen.

Leitung: BIRGITTA KOWSKY absolvierte neben ihrer Tätigkeit als Fotografin eine dreijährige Ausbildung zur Qigong-Lehrerin.
Anmeldung bitte bis zum 23. 05.2019
Teilnahmebeitrag: 18,- | 12,- Euro ermäßigt

Juni 2019

01.06. Techniken des figürlichen Zeichnens

Samstag | 14:00 bis 18:00 Uhr

KUNSTWORKSHOP

Figürliches Zeichnen ist Teil der Grundlage der bildenden Kunst. In diesem Workshop versuchen wir, die Zeichnung des Körpers zu entmystifizieren und die Poesie der menschlichen Form zu entdecken. Der Schwerpunkt in diesem Workshop liegt auf der Erfassung des Lebens und der Energie, die im menschlichen Körper vorhanden sind, nicht unbedingt auf der Erstellung eines fotorealistischen Abbildes. Perfekt für Anfänger*innen und Fortgeschrittene! Alle, die möchten, können ihre eigenen Materialien mitbringen z.B. Palette, Farben oder Stifte. Acrylfarben, Stifte, Papier etc. haben wir natürlich da – und ganz wichtig: Auch ein Modell.

DR. MIRETTE BAKIR, (geb. 1980 in Kairo) studierte Kunst und Design an der Fakultät der angewandten Künste der Helwan Universität Kairo und promovierte an der Bauhaus-Universität Weimar. In der Zeit zwischen 2003 und 2006 hatte sie einen Lehrstuhl für Kunst & Design an der Helwan Universität Kairo inne. 2007 und 2008 studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) als Gaststudentin Grafik und Video Art. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.
Anmeldung ist bis zum 30.05.2019 erforderlich. | Teilnahme: 12,- | 8,- Euro ermäßigt

13.06. Wer hat Angst vor „Sex & Gender“?

Donnerstag | 19:00 bis 21:00 Uhr

EINFÜHRUNG & DOKFILM

„Sex & Gender“ ist für viele (meist jüngere) Leute eine selbstverständliche, wissenschaftlich fundierte Perspektive auf Mensch-Werdung und Mensch-Sein. Andere sehen mit Argwohn bis hin zu Hass auf alle Aktivitäten der Auseinandersetzung mit diesem Thema, reden vom „Genderwahn bzw. perversen Sexualphantasien, die unsere Gesellschaft moralisch zerrütten“. Wir wollen an diesem Abend gemeinsam darüber diskutieren, was sich hinter solchen Meinungsbildern verbirgt – und warum für eine positiv solidarische Gemeinschaftsentwicklung dieses Thema so wichtig ist.

Anschließend der Dokumentarfilm
Junge? Mädchen? Egal!
Schweden ringt um Gleichberechtigung | arte 35 min.
Die Stockholmer Vorschule Egalia setzt auf eine geschlechtsneutrale Erziehung. Jungs sollen weinen dürfen und Mädchen sich auch mal raufen. Pädagog*innen feiern das Konzept, „Kritiker sprechen von Genderwahn im Kindergarten“. Das Konzept der geschlechtsneutralen Erziehung setzt niemand so konsequent um wie Lotta Rajalin. Die Pädagogin hat 2010 den Stockholmer Kindergarten Egalia gegründet – heute eine der bekanntesten und umstrittensten Vorschulen des Landes. Ihre Vision: ein Ort der Gleichheit und Freiheit, eine neue Art Kindergarten. Mit den Puppen sollen hier Jungen und Mädchen spielen. Der Superheld wird zur Heldin umgedichtet und die schwedischen Pronomen „han“ (er) und „hon“ (sie) durch das geschlechtsneutrale Wort „hen“ ersetzt. Das Kunstwort hat es inzwischen sogar in den schwedischen Duden geschafft. Neue Wörter, eine angepasste Sprache, die Vermeidung von Klischees in rosa und hellblau. Die Eltern hoffen, dass ihre Kinder in diesem geschlechtsneutralen Umfeld zu einem toleranteren und weltoffeneren Menschen heranwachsen…

Eintritt: frei

September 2019

29.09. Tauschen!… fürs Neue ohne Reue

Sonntag | 14:00 bis 17:00 Uhr

„Wir haben genug. Genaugenommen haben wir sogar zu viel… bis zu 40% unserer Kleidung tragen wir selten oder nie.“ (Greenpeace) Und hier ist die gute Möglichkeit weiterzugeben oder tatsächliche Lieblingsstücke zu finden, ohne sie neu zu kaufen. Die Regeln sind: Jede Person darf maximal 10 Kleidungsstücke mitbringen. Alle Klamotten sind dann zum Tausch angeboten. Es ist aber keine Bedingung, etwas mitzubringen, um „mit zu tauschen“. Wir bitten euch, die Kleidung vorab zu waschen und darauf zu achten, dass diese gut tragbar ist. Und wir bitten um einen gerechten Umgang miteinander… und freuen uns auf einen entspannten Nachmittag.

Mit Live-Musik mit ROTE BRAUSE; mit Greenpeace & Infos; mit Kuchen & coolen Eistee

Kosten: 3,- Euro | Bis 16 Jahre: frei