Wir haben am 17.12.2020 mit einem einen digitalen Versuch begonnen,

ein kleines Stück Optimismus in Buchstaben, in Worte zu legen… als eine Form des aktiven pandemischen Dagegen-Haltens.

Zitate von Frauen*, die ermutigen, die stärken, die leichter machen…

Jede:r kann mitmachen – und uns „genau solche Zitate“ von Frauen* schicken (also Sätze, Gedanken von Frauen*, die Dir/Euch wichtig sind).

Hier der Link zu den Zitaten ->

Wir sind ziemlich neugierig …
Das FraKu-Team

Die Frauenkultur Leipzig versucht weiter, online-kompatible Veranstaltungen, Kurse und Angebote während des Lockdowns digital durchzuführen.

Wir hoffen für uns alle, dass sich die sehr ernste, pandemische Infektions- und Erkrankungssituation durch verantwortliches persönliches Verhalten in den kommenden Wochen entspannen wird – und wir wieder analog die Türen öffnen und gemeinsam sozio-/kulturelle Räume und Begegnungen erleben können.
Es kommt also auf Jede*/auf Jeden*/ an.

Wir sehen uns hoffentlich sehr bald …
Das FraKu-Team

Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstler*innen bzw. von Nachwuchskünstler*innen.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig!

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrant*innen verschiedener Sprachräume. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Zum AK Mädchen und Junge Frauen Leipzig

save the dates

Januar 2021

22.01. Hannah Arendt | Online | Teil 1

Freitag | 17:00 bis 18:30 Uhr

NEUE WERKSTATTREIHE ZU PHILOSOPHINNEN*

Vollbelegt! Keine Anmeldung mehr möglich!

ONLINE-WERKSTATT

Werkstatt-Leitung:
PD Dr. JULIA SCHULZE WESSEL

Hannah Arendt, geboren 1906 als Tochter säkularer jüdischer Eltern nahe Hannover, aufgewachsen in den gebildeten Kreisen Königsbergs. 1924 begann sie Philosophie und im Nebenfach Theologie zu studieren, zunächst in Marburg, später in Freiburg und Heidelberg. Auf Vermittlung von Martin Heidegger wurde sie 1928 von Karl Jaspers promoviert. Sie schrieb für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” und befasste sich mit Rahel Varnhagen von Ense, einer intellektuellen Jüdin der Romantik. Deren Geschichte galt als Beispiel einer geglückten Assimilation – Arendt hingegen stand der Idee der Assimilation im Namen der Gleichheit aller Menschen skeptisch gegenüber. Sie hielt es für politisch naiv – und eckte mit dieser Ansicht an. Früher als viele andere, schon 1931, ging Hannah Arendt davon aus, dass die Nationalsozialisten an die Macht kommen würden. Und anders als die meisten Deutschen vertrat sie schon 1933 die Auffassung, dass das Regime aktiv bekämpft werden müsse. 1933 emigrierte die junge Frau nach Frankreich, war in Paris für zionistische Organisationen tätig, arbeitete wissenschaftlich und flüchtete 1941 mit Ehemann und Mutter weiter über Lissabon nach New York. Aus Hannah Arendt wurde eine leidenschaftliche amerikanische Staatsbürgerin.

Hannah Arendt hat zu zentralen Themen wie Antisemitismus, Kolonialismus, Rassismus, Nationalsozialismus und Stalinismus publiziert – mit einer bemerkenswert rigiden Urteilsfreude, die Lust und Wagnis zugleich widerspiegelte. Die Liste der Kontroversen, die die Intellektuelle ausgelöst oder befördert hat, ist lang. Hannah Arendt ist ihr Leben lang nie einer bestimmten Schule, Tradition oder Ideologie gefolgt. Als „Denken ohne Geländer“ hat Hannah Arendt das selbst bezeichnet. „Gerade in Zeiten von Fake News, lancierten Themen und in Sozialen Medien erzeugter Massenhysterie sei Hannah Arendt ein wunderbares Gegengift.“

PD Dr. JULIA SCHULZE WESSEL hat in den letzten Jahren die Professuren für Politische Theorie und Ideen-Geschichte an den Universitäten Leipzig und Dresden vertreten. Seit 2019 ist sie Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung e.V. in Dresden. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Demokratie-theorie, Grenzen der Demokratie, Partizipation, Flucht und Migration.

Anmeldung bis zum 20. 01 .2021 erforderlich.

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

23.01. Hannah Arendt | Online | Teil 2

Samstag | 14:00 bis 15:30 Uhr

NEUE WERKSTATTREIHE ZU PHILOSOPHINNEN*

Vollbelegt! Keine Anmeldung mehr möglich!

ONLINE-WERKSTATT

Werkstatt-Leitung:
PD Dr. JULIA SCHULZE WESSEL

Hannah Arendt, geboren 1906 als Tochter säkularer jüdischer Eltern nahe Hannover, aufgewachsen in den gebildeten Kreisen Königsbergs. 1924 begann sie Philosophie und im Nebenfach Theologie zu studieren, zunächst in Marburg, später in Freiburg und Heidelberg. Auf Vermittlung von Martin Heidegger wurde sie 1928 von Karl Jaspers promoviert. Sie schrieb für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” und befasste sich mit Rahel Varnhagen von Ense, einer intellektuellen Jüdin der Romantik. Deren Geschichte galt als Beispiel einer geglückten Assimilation – Arendt hingegen stand der Idee der Assimilation im Namen der Gleichheit aller Menschen skeptisch gegenüber. Sie hielt es für politisch naiv – und eckte mit dieser Ansicht an. Früher als viele andere, schon 1931, ging Hannah Arendt davon aus, dass die Nationalsozialisten an die Macht kommen würden. Und anders als die meisten Deutschen vertrat sie schon 1933 die Auffassung, dass das Regime aktiv bekämpft werden müsse. 1933 emigrierte die junge Frau nach Frankreich, war in Paris für zionistische Organisationen tätig, arbeitete wissenschaftlich und flüchtete 1941 mit Ehemann und Mutter weiter über Lissabon nach New York. Aus Hannah Arendt wurde eine leidenschaftliche amerikanische Staatsbürgerin.

Hannah Arendt hat zu zentralen Themen wie Antisemitismus, Kolonialismus, Rassismus, Nationalsozialismus und Stalinismus publiziert – mit einer bemerkenswert rigiden Urteilsfreude, die Lust und Wagnis zugleich widerspiegelte. Die Liste der Kontroversen, die die Intellektuelle ausgelöst oder befördert hat, ist lang. Hannah Arendt ist ihr Leben lang nie einer bestimmten Schule, Tradition oder Ideologie gefolgt. Als „Denken ohne Geländer“ hat Hannah Arendt das selbst bezeichnet. „Gerade in Zeiten von Fake News, lancierten Themen und in Sozialen Medien erzeugter Massenhysterie sei Hannah Arendt ein wunderbares Gegengift.“

PD Dr. JULIA SCHULZE WESSEL hat in den letzten Jahren die Professuren für Politische Theorie und Ideen-Geschichte an den Universitäten Leipzig und Dresden vertreten. Seit 2019 ist sie Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung e.V. in Dresden. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Demokratie-theorie, Grenzen der Demokratie, Partizipation, Flucht und Migration.

Anmeldung bis zum 20. 01 .2021 erforderlich.
Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

Teilnahme-Link wird zugesandt.

31.01. Lolas verrückte Welt: Diagnose: Down-Syndrom

Sonntag | 15:00 bis 16:15 Uhr

Online-LESUNG

Mit der Autorin:
Dr. AMELIE MAHLSTEDT

„Anstatt in die Tiefe zu stürzen, waren mir Flügel gewachsen!“

Als Amelie Mahlstedt im November 2007 ihre zweite Tochter Lola zur Welt bringt, steht für sie die Welt Kopf… Diagnose: Down-Syndrom. In diesem Buch erzählt sie von den ersten drei Lebensjahren ihrer Tochter. Mit großer Offenheit berichtet Amelie Mahlstedt vom Auf und Ab ihrer Gefühle, den täglichen Herausforderungen und davon, wie sie durch ihre Tochter einen neuen Blick auf das Leben bekommen hat. Mit ihrem Buch will sie Mut machen und betroffenen Eltern helfen, den Schock der Diagnose besser zu verarbeiten und ihr Kind liebevoll anzunehmen.

Ein Mutmach-Buch für betroffene Eltern. Mit vielen hilfreichen Informationen und praktischen Anregungen. Ein engagiertes Buch, das Berührungsängste abbaut und konkrete Hinweise darauf geben kann, was der Alltag mit einem Kind mit Down-Syndrom bedeutet

DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin und Poesie- und Bibliotherapeutin im Integrativen Verfahren (EAG-FPI).
Eintritt: 7, – | 5,- Euro (ermäßigt).

Teilnahme-Link-> Hier Klick!

Februar 2021

06.02. ONLINE-SCHREIB-WORKSHOP: 5-Minuten Fiktionen

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

Mit Dr. AMELIE MAHLSTEDT

5-Minuten Fiktionen

Die Teilnehmer*innen lernen, wie sie in spontanen 5-Minuten-Sessions mithilfe von kleinen Wort- und Bild-Impulsen Mini-Kurzgeschichten schreiben können. Und erfahren, wie sie diese Miniatur-Stories zu längeren Geschichten – sogar Romanen – gestalten können. Schritt-für-Schritt.

Am Ende des Workshops hat jede* Teilnehmende eine Reihe von Mini-Stories, eine längere Kurzgeschichte oder den Anfang eines Romanprojektes auf dem Blatt. Und eine höchst wirksame Methode kennen gelernt, um Schreibblockaden zu überwinden und Texte voller Energie und Kraft zu schreiben. Der Workshop ist sowohl für Schreibanfangende als auch für Fortgeschrittene eine große Bereicherung.

DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin und Poesie- und Bibliotherapeutin im Integrativen Verfahren (EAG-FPI).
Anmeldung bis zum 05.02.2021. Maximal 10 Teilnehmer*innen
Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt.

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

07.02. Mit dem jüdischen Kalender

Sonntag | 11:00 bis 13:00 Uhr

WERKSTATTREIHE JÜDISCHE FEIERTAGE

mit Rabbinerin
ESTHER JONAS-MÄRTIN

Die Selbstverständlichkeit jüdischen Lebens in Deutschland ist „im Nationalsozialismus zerstört worden“. Vor 1933 lebten ca. 600 000 jüdische Menschen in Deutschland. In Leipzig hatten allein die jüdischen Gemeinden (nach Selbstangabe) 20.000 Mitglieder; viele lebten zudem nicht an eine Gemeinde gebunden. 1945 zählte die Jüdische Gemeinde Leipzig 19 Mitglieder; 1950 waren es 314 … im August 1988 waren es nur noch 35 Mitglieder. Heute ist die Israelitische Religionsgemeinde Leipzig mit über 1.300 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in Sachsen. Doch eine Selbstverständlichkeit im alltäglichen Miteinander ist bis heute nicht vorhanden – u.a. bedingt durch fehlendes Umeinander-und-Voneinander-Wissen. Kenntnisse um den jüdischen Kalender, um jüdische Feiertage und generell jüdisches Leben fehlen oder sind stark von Vorurteilen geprägt.

Aus diesem Grund ist eine vierteilige Workshop-Reihe mit Rabbinerin Esther Jonas-Märtin geplant. Im Mittelpunkt stehen die Jüdischen Feiertage. Von diesen ausgehend erschließen sich Aspekte und Wertvorstellungen jüdischer Weltsicht, die zu einem bereichernden gemeinsamen Austausch führen können. In den Werkstätten wird es nach einem ersten thematischen Input eine 60-minütige „Stille Zeit“ geben… zum Lesen von Texten oder auch zum Austausch untereinander. Und danach geht es gemeinsam weiter mit Antworten, Fragen und Erkenntnissen.

Erste Werkstatt: Schabbat Schalom!

„Gedenke des Schabbat-Tages, ihn zu heiligen. Sechs Tage sollst Du alle deine Arbeit tun, am siebenten Tag aber ist Schabbat für den Ewigen, deinen Gott“ (Ex. 20:8f). Eine Annäherung an Traditionen, Rituale und Symbole, mit denen wir für einen Tag in der Woche einen Frieden leben, den wir im Alltag selten erfahren. Die folgenden Termine sind: 07.03., 11.04. und der 2.05.

ESTHER JONAS-MÄRTIN, Rabbinerin, M.A.|M.A.; assoziiertes Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland | Member of the Rabbinical Assembly, Vorstand der Beth Etz Chaim. Lehrhaus-Gemeinschaft-Teilhabe e.V. Leipzig

Teilnahmegebühr: Gegen Selbsteinschätzung

11.02. ONLINE-VORTRAG Zwangsprostitution in Indien

Donnerstag | 18:00 bis 19:15 Uhr

ONLINE-VORTRAG & DISKUSSION

Ursachen, Folgen, und der Einsatz einer ganz besonderen Organisation
Kooperationsveranstaltung mit Weitblick Leipzig e.V.

In dem Vortrag geht es um gegenwärtige Zwangsprostitution in Indien, ‚woher‘ diese kommt, wie die indische Gesellschaft damit umgeht und welche Schritte dagegen unternommen werden.
Außerdem wird die Nichtregierungsorganisation „Chaithanya Mahila Mandali“ (CMM) und deren Kampf für eine bessere Zukunft der Frauen vorgestellt. Im Anschluss an den Vortrag ist eine offene Frage- und Austauschrunde willkommen.

Organisiert wird diese Veranstaltung durch Weitblick Leipzig e.V. – eine studentische Initiative, die sich für bessere Bildungschancen weltweit einsetzt. Weitblick ist eine der deutschen Partnerorganisationen CMMs und setzt sich für ein wachsendes Bewusstsein und für Aufklärung zu diesem Thema ein.
www.weitblicker.org/Stadt/Leipzig
Eintritt auf Spendenbasis

Teilnahme-Link folgt hier

18.02. Online! Kampfzone Gender

Donnerstag | 19:00 bis 19:15 Uhr

ONLINE-VORTRAG UND DISKUSSION*

Kampfzone Gender: Über die Politisierung wissenschaftlicher Expertise
mit Dr. JASMIN SIRI

Meist der wissenschaftlichen Bedeutung beraubt, geistert „Gender“ seit einiger Zeit als populistisches Schlagwort durch mediale Spielräume des Politischen und des Alltags… u.a. als Inbegriff eines ‚sozialen und moralischen Werteverfalls‘. Jasmin Siri analysiert den Zusammenhang zwischen aufklärerischem Stellenwert der Genderforschung und einer Verbreitung antipluralistischer Politikangebote in der breiten Öffentlichkeit. Sie stellt auch klar, warum es bei exemplarischem „Hate Speech“ nicht um rationale Argumente, sondern um den Aufbau von Feindbildern geht. Und sie schlägt vor, wie wir alle einen konstruktiven Umgang mit den veränderten Kommunikationsbedingungen unserer Gesellschaft entwickeln können.

Dr. JASMIN SIRI, Studium der Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaften an der LMU München; promovierte zu politischer Soziologie. Forschungsschwerpunkte u.a. Soziologische Theorien und Gender Studies. Veröffentlichung u.a. zu „NSU Terror. Ermittlungen am rechten Abgrund“. Aktuell ist sie Vertretungsprofessorin für politische Soziologie an der Universität Erfurt.
Eintritt nach Selbsteinschätzung

So könnt ihr teilnehmen. Schritt-für-Schritt-in die Online-Veranstaltung als PDF

Wir freuen uns auf Euch!

Teilnahme-Link folgt hier

19.02. ONLINE Dr. med. Margarete Blank

Freitag | 19:00 bis 20:15 Uhr

ONLINE-VORTRAG & DISKUSSION

Dr. med. Margarete Blank zum 120.Geburtstag. Spurensuche im Leben der Panitzscher Ärztin
Dr. PETRA LAU, Historikerin

Margarete Viktoria Blank wurde am 21.Februar 1901 in einer deutsch-baltischen Familie in Kiew geboren. Sie studierte, approbierte und arbeitete als Volontärin an der chirurgischen Universitätsklinik in Leipzig. Als Landärztin in Panitzsch bei Leipzig entwickelte sie sich zu einer anerkannten und unermüdlich für ihre Patient*innen tätigen Ärztin.

Ihr Doktorvater verließ wegen der sich abzeichnenden unheilvollen Entwicklung 1932 Deutschland und schlug auch Margarete Blank vor, eine wissenschaftliche Karriere an der Johns Hopkins University in Baltimore zu beginnen. Doch die Arbeit mit ihren Patient*innen ging ihr immer vor; so nahm sie den Vorschlag nicht an.

Bis heute gibt es noch zahlreiche ungeklärte Fragen zu Margarete Blank. Aber zweifelsfrei ist: Sie war eine erklärte Gegnerin des NS-Regimes, das sie als brutal und menschenverachtend ablehnte. Sie verweigerte den Hitlergruß und gehörte auch nicht dem NS-Ärztebund an. Als Ärztin, Humanistin und Christin half sie auch Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangenen über das übliche Maß hinaus u.a. mit zusätzlichen Rationen, Medikamenten. Sie war unermüdlich unterwegs, besonders auch bei Bombenangriffen, um Beistand und Hilfe zu leisten. Bis heute haben Dorfbewohner*innen Erinnerungen an “das kleine Fräulein Doktor” bewahrt. Das war Widerstand – nicht zwangsläufig verbunden mit der Mitgliedschaft in einer Widerstandsgruppe – zu einer Zeit, in der viele Angst hatten; andere verraten haben…

Von einem Berufskollegen denunziert, wurde sie am 08.Februar 1945, wenige Stunden vor Beginn der Luftangriffe auf Dresden, hingerichtet. Anlässlich Ihres 120.Geburtstages wird erinnert an wichtige Stationen im Leben der Ärztin und auch an die Menschen, die sie begleiteten.

Durch die Veranstaltung führt Dr. Petra Lau, Historikerin, Absolventin der Leipziger Universität, langjährige Gemeinderätin in Borsdorf und Vorsitzende des Vereins Dr.Margarete Blank-Gedenkstätte e.V. | Eintritt auf Spendenbasis

Teilnahme-Link folgt hier

25.02. Online. Mit Leichtigkeit ins Schreiben kommen

Donnerstag | 11:00 bis 12:30 Uhr

NEUER ONLINRE-KURSBEGINN

Der Kurs ‚Kreatives Schreiben‘ richtet sich an alle, die gern schreiben und wieder in den Flow kommen möchten. Wir arbeiten mit Schreib-spielen und Textminiaturen, kleinen Lyrikformen und kurzen Geschichten. Nebenbei erfahrt Ihr, wie man mit Methoden des kreativen Schreibens wie Clustering und automatischem Schreiben ganz intuitiv in den Schreibfluss und zu einer eigenen Stimme findet.

Kursleitung: DR. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, Sprachwissenschaftlerin, freie Autorin und Poesie- und Bibliotherapeutin im Integrativen Verfahren (EAG-FPI).
Maximale Teilnehmerzahl: 8

Termine:

Der Kurs findet in Präsenz statt, wenn möglich. Ansonsten als Onlineveranstaltung per zoom.
12 Termine: 25.2. / 11.3. / 25.3. / 1.4. / 15.4. / 29.4. / 6.5. / 20.5. / 10.6. / 17.6. / 1.7. / 15.7.2021
Teilnahmegebühr: 130,- | 110,- Euro ermäßigt. | Schnuppertermin 12,- | 10,- Euro.

Nach Anmeldung wird der Teilnahme-Link per Mail zugeschickt.

26.02. Pandemiebedingt verschoben! Dialoge

Freitag | 19:00 bis 20:30 Uhr

LIEDERABEND u.a. mit Werken von Dora Pejačević, Mélanie Bonis u.a.

Mit HANNA ROOS (Mezzosopran) und KYRA STECKEWEH (Klavier)

Ihr Gedicht klingt, an sich, wie die schönste Musik – die gute Pejacsevich wird es gewiß verschandeln.
(Marie von Thurn und Taxis an Rainer Maria Rilke, Brief vom 8.4.1915)

Im Lied führen Text und Musik eine Art Gespräch. Doch hinter diesen Kompositionen stehen oft ganz reale Dialoge, die spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Werke gewähren. Im obigen Zitat geht es um eine geplante Zusammenarbeit zwischen Rainer Maria Rilke und der kroatischen Komponistin Dora Pejačević (1885-1923). Rilke war gegenüber Vertonungen seiner Gedichte eher negativ eingestellt, doch bei Dora Pejačević machte er offenbar eine Ausnahme. Sie war eine slawonische Gräfin, die eine kritische Einstellung zur Aristokratie vertrat, was vielleicht auch die Bissigkeit der Prinzessin Marie von Thurn und Taxis im zitierten Brief an Rilke erklären mag.

Ein bekanntes Beispiel einer engen Verbindung zwischen Komponist und Dichterin sind auch die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner (1813-1883) und seiner “Muse” Mathilde Wesendonck. Wagner spricht von “unseren” Liedern und dass er “Besseres, als diese Lieder, nie gemacht” habe. Auch die Komponistin Mélanie (Mel) Bonis (1858-1937) wurde von Gedichten eines ihr sehr nahestehenden Menschen inspiriert: dem Musikkritiker Amedée Hettich.

HANNA ROOS (Mezzosopran) und KYRA STECKEWEH (Klavier) zeigen in ihrem Programm “Dialoge” diese vielschichtigen Beziehungen zwischen Text und Musik, zwischen Dichter*innen und Komponist*innen auf.
Eintritt: auf Spendenbasis

März 2021

28.03. …von verlorenen Illusionen

Sonntag | 16:00 bis 17:30 Uhr

SZENISCHE LESUNG und Gespräch

Eine Lesung in Gedenken an Brigitte Reimann

Mit ELISA UEBERSCHÄR, Schauspielerin

„Manchmal geht sogar mir der Treibstoff aus und ich möchte aufhören mich andauernd zu streiten mit Leuten, die ja doch nie Fehler machen, nie sich irren …. Sie sagen „Perspektive“ und ich sage „Heute“. Naja, wir haben so unsere Verständnis-schwierigkeiten.“ (Brigitte Reimann an Annemarie Auer, Brief vom 26.11.1963)

Die Schauspielerin Elisa Ueberschär liest Auszüge aus dem 1974 postum veröffentlichten Romanfragment Franziska Linkerhand, dem sie eigene autobiographische Texte gegenüberstellt. Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch statt, in welchem die Gäste eingeladen sind, sich über vergangene Ideale und Träume sowie gesellschaftliche Utopien auszutauschen. Was ist vom Traum einer „kommunistischen“ Zukunft geblieben? Wie und in welcher Weise wird über ein Leben in der DDR gesprochen?

ELISA UEBERSCHÄR, geb. in Gera, ist vor allem durch ihre Rolle der Wiebke Schiller aus der TV-Serie Schloss Einstein bekannt. Zudem aus Fernsehen-Serien wie u.a. Familie Dr. Kleist und SOKO Wien. 2013-2015 war sie Ensemblemitglied am Theater Plauen-Zwickau und arbeitet seitdem als freie Schauspielerin.

Eintritt: 7,- | 5,- Euro ermäßigt

Juli 2021

03.07. Die ureigenen Kräfte der Frauen... und warum auch Yoga nicht immer wohltuend ist.

Samstag | 11:00 bis 13:00 Uhr

MATINEE
mit LUISA FRANCIA

Wir werden bewertet, abgewertet, verglichen, belächelt, ausgelacht vielleicht, wenn wir uns auf unsere ursprünglichen Kräfte als Frauen besinnen. Es scheint zwar, dass „die Frau“ gerade im Aufwind ist, alle reden plötzlich über Frauen, über Missbrauch, me too usw. … doch das darf uns nicht täuschen. Es geht nicht um unsere ureigenen Kräfte – es geht um die Anpassung an gesellschaftliche Normen, um die geschmeidige „Eingliederung“ der Frauen ins patriarchale System. Schließlich sollen sie am Ende, freiwillig natürlich, ihre Funktion als Serviceeinrichtung erfüllen. Gönnerhaft werden die Frauen gelobt und hervorgehoben, und erstaunt wackeln alle mit den Köpfen: was, das können Frauen auch?! Gerade junge Frauen werden bedrängt, ganz toll, ganz leistungsfähig zu sein und gehen dabei oft über ihre Kraft. Fremden Befehlen zu folgen hat eben die Wirkung, dass das eigene Gespür verloren geht. Wie finden wir zum eigenen Gespür? Wie widersetzen wir uns Erwartungen oder gar Befehlen? Viele Frauen gehen zum Yoga und lassen sich dort oft die absurdesten Turnübungen aufdrängen. Om? Au!! Auch wenn die Tradition noch so alt ist – wenn sie nicht wohltuend ist, hat sie keinen Sinn.

“Ich lese dazu aus einigen meiner Bücher und erzähle über die weiblichen Urkräfte, Intuition, Mitgefühl, Durchsetzungskraft, Heiterkeit, Widerspruchsgeist…. zum Beispiel. Und dann kommen wir ins Gespräch…”

LUISA FRANCIA ist Schriftstellerin, Künstlerin, Reisende, hat eine erwachsene Tochter, spricht fünf Sprachen und veröffentlichte weit über dreißig Bücher, von denen einige Bestseller wurden. Sie gibt Seminare, hält Lesungen und Vorträge, die sich mit dem tieferen Verständnis spiritueller Energien beschäftigen. Sie führt unter www.salamandra.de ein Internet-Tagebuch… Eintritt: 6,- | 4,- Euro ermäßigt

Aufgrund der anderen, begrenzteren Platz-Kapazitäten, ist es sehr hilfreich, wenn eine Platz-Reservierung (per Mail oder per Telefon) im Vorfeld der Veranstaltung erfolgt.

03.07. Wie können wir im Körper wirklich zuhause sein?

Samstag | 14:00 bis 17:00 Uhr

WORKSHOP

mit LUISA FRANCIA

Im Nachmittagsworkshop spielen wir mit Körperkräften, mit dem Atem, der Stimme und erfahren, warum es nicht um Leistung, um Anstrengung, um Grenzen überschreiten geht, was bei spirituellen Turnstunden wie Yoga und anderen Körperertüchtigungen schiefgehen kann und warum es gut ist, immer auf die Eigenmacht und die magischen Kräfte des Körpers zu hören. Ein Ritual beschließt den Nachmittag. Anmeldung bis zum 19.02.2021 erforderlich.

Teilnahmegebühr: 50,- | 35,- Euro ermäßigt