Jüdische Alltagsleben von Frauen gestern, heute, morgen...

Anliegen des Projektes „Jüdisch, weiblich, engagiert… Jüdisch, kunst(er)schaffend, inspirierend…“ ist es – ein umfassenderes Bewusstsein von Jüdischen Leben damals und heute mit-/zu befördern – über

  • ein „künstlerisches Ausstellungsprojekt“. Ausgehend von biografischen Texten & Forschungsarbeiten zu jüdischen Künstlerinnen mit Leipzig-Bezug werden zusammen mit der Künstlerin JELENA RADO-SAVLJEVIC 20 Porträt-Tafeln erarbeitet. Foto-Dokumente werden künstlerisch nachempfunden – im Kontext der jeweiligen biografischen Einblicke bzw. des jeweiligen sozial-gesellschaftlichen Umfeldes.
  • in der Ausstellung: drei künstlerische Werkstätten zu jüdischem Leben damals & heute
  • Webseite zum Leben von jüdischen Künstlerinnen & Familie in Leipzig | deutsch & englisch
  • Podium mit & zu Jüdischen Künstlerinnen zum Themenkreis Lebensrealität jüdischer Künstlerinnen
  • Konzert mit der jüdischen Künstlerin MASHA THE RICH MAN
  • Vortrag & Lesung zu Jüdische Identitäten in der DDR mit der Rabbinerin ESTHER JONAS-MARTIN
  • Vortrag der Kunsthistorikerin JULIA BLUME zu Jüdische Lehrende & Studierende an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig (heutige HGB Leipzig) im Nationalsozialismus.


Projekthintergrund

Zunehmender Antisemitismus im Alltag. Bereits 2013 initiierte die Frauenkultur Leipzig die Verlegung eines Stolpersteines für die Leipziger jüdische bildende Künstlerin Sofie Schneider. Diese zivilgesellschaftliche Aktion hat „weltweite Wellen geschlagen“ – die Webseite „Verzweigungen“ zu Jüdischem Leben wurde erarbeitet. https://www.verzweigungen.com/

Aber die Fragen bzw. deren Antworten werden drängender: Reichen solche Aktionen? Was hat sich in den letzten Jahrzehnten so verändert, dass zunehmend in bestimmten Kreisen ein zutiefst menschenfeindliches, nationalsozialistisches, antisemitisches Weltbild öffentlich hochgehalten wird? Was müssen/können wir heute/Jetzt tun – auch im Kontext der Schaffung grundlegender Voraussetzungen für die friedliche Entwicklung unserer aller Zukunft? Warum müssen im Jahr 2026 jüdische Künstlerinnen in ihrem Alltagsleben in Deutschland tiefe Einschnitte in die eigene Identität erleben … sie u.a. beim Taxi bestellen ihren Namen ändern…? Was hat sich in Deutschland/Leipzig in diesem Kontext in den letzten Jahren öffentlich wahrnehmbar ge-/verändert?

weitere Informationen folgen…

Förderung der Projektumsetzung durch:

  • im Rahmen des Sächsischen Themenjahres 2026 TACHELES durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsens
  • den Fonds für Antisemitismus – Bekämpfung und Aufklärung der HERTIE-Stiftung