Welcome on www.frauenkultur-leipzig.de

Hallo auf den Seiten des soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig!

Hier sind Kunst und Kultur von Frauen* hautnah erlebbar! Genreübergreifend von den Bildenden und Darstellenden Künsten, Musik, Literatur bis hin zu den neuen Medien – von professionellen und autodidaktischen Künstlerinnen* bzw. von Nachwuchskünstlerinnen*.

Wer interessiert ist an wissenschaftlichen Vorträgen, Seminaren und Workshops zu aktuellen gesellschaftsrelevanten bzw. feministischen, gender- und kulturpolitischen Themen wird hier fündig! Kostenlose Beratungen für Frauen* zu Rechtsfragen in unterschiedlichen Kontexten, zu FairSicherungen oder zu Projektunterstützungen bzw. externe Workshops zum Themenkreis Gerechtigkeit & Faires Miteinander haben hier offene Räume – auch gleichstellungspolitische Archiv-Aktivitäten besonders im Kontext von Frauen ´89 sind hier seit Jahrzehnten verortet.

Fast alle Veranstaltungen in der Windscheidstr. 51 sind “open for all gender”. Kurse, emanzipatorische Mädchenprojekte und die Frauenstammtische sind “only for women*”.

Die Frauenkultur Leipzig ist Treffpunkt für die unterschiedlichsten Arbeitsgruppen, so u.a. AG Frauenprojekte Leipzig Stadt-Land, queer-feministische Gruppen und Migrantinnen* verschiedener Sprachräume. Wichtige sozio-/interkulturelle Projekte der Frauenkultur Leipzig sind der Interkulturelle Offene Mädchentreff MiO und das Interkulturelle Frauen-Informations- und Begegnungszentrum FiA im Leipziger Osten. Die Frauenkultur Leipzig steht für eine friedliche Gemeinschaft aller Menschen – in welcher jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Nationalismus und Fundamentalismus keinen Platz hat.

Weitere Infos und Projekte der Frauenkultur wie auch Kooperationen

Leipziger Frauen vor, während und nach 1989
a project in process …

Alles zum Frauen-Informationszentrum FiA – “Frauen in Arbeit”

Offenes Feministisches DemokratieArchiv

Hier geht es zu unserem Interkulturellen Mädchentreff MiO

Zum Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig | Sachsen

Die Arbeitsgruppe Frauenprojekte Leipzig


Zur offiziellen Webseite des Leipziger Frauen*/FLINTA Festival 2026 am 30.05.2026


Verzweigungen. Jüdische Lebenszweige …

Sexuelle Gewalt an Kindern ist nie „privat“!
Hinsehen. Handeln. Jetzt!

Zum AK Mädchen und Junge Frauen Leipzig

Save the Dates

September 2026

09.09. Sprich mit mir!

Mittwoch | 12:30 bis 14:30 Uhr

SPRACHTANDEM
Kultureller und künstlerischer Austausch für alle interessierten Frauen – am 2. Mittwoch des Monats

For German-learning and German-speaking women
Für Deutsch lernende und Deutsch sprechende Frauen
Mit YVONNE BUCHHEIM & MAKO FUKUDA

Heute: Kleine Pflanzen zeichnen

Ort: Museum der bildenden Künste Leipzig | Katharinenstraße 10 | 04109 Leipzig | Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Kooperation des MdbK mit der Frauenkultur Leipzig -> https://mdbk.de/kalender/

10.09. Nuweiba-Mosaik. Vision für die Zukunft unserer Städte

Donnerstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Fotografie, Mosaik-Arbeiten & Video
der Künstlerin IMAN EL-BANNA, Kairo

Geschichten, Träume, Erfahrungen und Mosaik-Kunstwerke der Beduinen-Frauen von Nuweiba und der Künstlerin Iman El-Banna. Sie initiierte 2021 das Projekt „Mosaic Nuweiba“, das neue Wege der Auseinandersetzung mit lokalen Gemeinschaften eröffnete, indem Kunst als Medium für Ausdruck, Bewahrung und menschliche Verbundenheit genutzt wurde, denn:

“Die Rückkehr zur Natur scheint unausweichlich für eine lebbare Zukunft.”

IMAN EL-BANNA, Professorin für Umwelt- und Community-Design an ägyptischen Universitäten; widmet sich seit 1993 der Mosaikkunst. Ihre Arbeit konzentriert sich u.a. darauf, Beziehung der Menschen zu Orten, Erinnerung, städtischen und kulturellen Wandlungsprozessen neu zu denken. | Eintritt: frei

12.09. Was bedeutet es für Dich, in einer Demokratie zu leben?

Samstag | 14:00 bis 20:00 Uhr

DEMOKRATIE-MITMACH-AUSSTELLUNG. Zwei Tage Open-Air
am 12.09. von 14 – 20 Uhr; am 13.09. von 11 – 14 Uhr

Eröffnung der Ausstellung am Samstag um 14 Uhr

Gibt es einen Gegenstand, ein Wort, einen Satz, Text oder ein Bild – welcher/welches für Dich sichtbar macht, was Demokratie bedeutet?

Wenn Du mitmachst, ist Deine Antwort ein wichtiger Teil dieser Open-Air-Ausstellung und auch des Festivals “MEHR WERT”. Das Festival wird veranstaltet von „Leipzig + Kultur“, der Interessenvertretung aller Kultur-Initiativen in nicht-öffentlicher Trägerschaft sowie freischaffender Künstler:innen der Stadt Leipzig. Thema des Festivals sind der gesellschaftliche Wert der Freiheit von Kunst und Kultur in unserer Demokratie – für alle Menschen… auch für Dich. Wir möchten mit der Open-Air-Ausstellung sichtbar machen, was Demokratie im Alltag bedeutet – und wie unser Leben wäre, wenn es sie nicht gäbe.

DEMOKRATIE: ein Begriff, ein Wort – welches durch diese Mit-Mach-Ausstellung erlebbarer werden kann, werden wird … auch durch Dich.

Wir sind ganz gespannt, zu erfahren, was es für Dich bedeutet, in einer Demokratie zu leben. Mach mit.

Für alle, die Lust haben, mitzumachen: Es gibt dafür „Ausstellungskarten“.
Füll die Vorderseite dieser Karte aus. Du kannst ein Wort, einen Satz aufschreiben, etwas zeichnen, ein Bild malen oder einkleben. Oder: Du hast du einen Gegenstand, der für Dich die Bedeutung von Demokratie zeigt? Dann gib deine ausgefüllte Karte oder diesen Gegenstand zusammen mit dieser Karte bis zum 04.09.2026 ab – an folgenden Orten:
• Schulmuseum Leipzig | Goerdelerring 20
• Bundesarchiv | Dittrichring 24
• Frauenkultur Leipzig | Windscheidstr. 51

Die Ausstellung wird veranstaltet vom Arbeitskreis „Forum für Freiheit und Demokratie“. Dazu gehören: Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig, Bürgerkomitee Leipzig e. V. – Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Offenes feministisches DemokratieArchiv mit Frauenkultur e.V. und Louise-Otto-Peters-Gesellschaft Leipzig e.V., Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig und Stiftung Friedliche Revolution
Eintritt frei

Zugang: Große Fleischergasse 12 | 04109 Leipzig | Matthäikirchhof

13.09. Pilz-Führung im Auenwald

Sonntag | 10:00 bis 13:00 Uhr

PILZ-TOUR
mit Dr. NORBERT LEUBNER, Pilz-Sachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. (DGfM).

Bitte an einen Sammelkorb, Messer und wettergerechte Kleidung denken. Mit etwas Finde-Glück können am Ende der Tour die Rohstoffe für eine Pilzmahlzeit mit nach Hause genommen werden. Voranmeldung bitte bis zum 10.09.2026

Treffpunkt: 10 Uhr Frauenkultur
Teilnahmebeitrag: 20,- | 15,- Euro ermäßigt | Kinder 6 bis 12 Jahre: 10,- € | Kinder unter 6 Jahre: frei
Weitere Termine: 27.09., 04.10., 10.10., 01.11.2026

19.09. Zwischen Liebe und Überforderung. Mutterschaft ehrlich betrachten

Samstag | 15:00 bis 18:00 Uhr

WORKSHOP

mit FRANZISKA BURKHARDT & Pro Choice Leipzig
in Kooperation mit Jugendphase e.V. und Weiterdenken der Heinrich-Böll-Stiftung

Mutterschaft wird oft als die größte Erfüllung des Lebens dargestellt. Doch viele Frauen erleben gleichzeitig Erschöpfung, Überforderung, Zweifel oder sogar Reue. Über diese Gefühle wird selten gesprochen – aus Angst vor Verurteilung oder Scham. Genau dafür schaffen wir einen Raum.

Als Speakerin zum Thema Reue in der Mutterschaft beschäftigt sich Franziska Burkhardt seit Jahren mit den Tabus rund um Mutterschaft und den Erfahrungen von Frauen, deren Realität nicht dem gesellschaftlichen Idealbild entspricht. Ihr ist es wichtig, sichtbar zu machen, dass ambivalente Gefühle kein individuelles Versagen sind, sondern häufig im Zusammenhang mit strukturellen Belastungen, Mental Load, Care-Arbeit und gesellschaftlichen Erwartungen entstehen.

Im Workshop sprechen wir offen über: Ambivalenzen und Reue in der Mutterschaft; Mental Load und unsichtbare Care-Arbeit; gesellschaftliche Erwartungen an die „gute Mutter“; persönliche Prägungen und Glaubenssätze; Selbstfürsorge und den Umgang mit eigenen Grenzen. Der Begriff „Regretting Motherhood“ wurde durch die Forschung der Soziologin Orna Donath international bekannt. Ihre Arbeit zeigt, dass Frauen ihre Kinder lieben können und gleichzeitig die Entscheidung, Mutter geworden zu sein, bereuen oder die Bedingungen von Mutter-schaft als belastend erleben. Diese Perspektive hilft dabei, das Thema differenziert zu betrachten – und den Blick von individueller Schuld auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu erweitern.

Dieser Workshop ist kein therapeutisches Angebot, sondern ein moderierter Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitige Stärkung. Wir freuen uns auf alle Frauen, die sich einen ehrlichen Austausch wünschen – ohne Scham, ohne Bewertung und mit Platz für die ganze Realität von Mutterschaft.

Kinderbetreuung nach Voranmeldung möglich. Bitte mit Anzahl und Alter der Kinder an pro-choice-leipzig@riseup.net

Teilnahme kostenfrei

19.09. Omas & friends

Samstag | 20:00 bis 23:55 Uhr

THE VERY SPECIAL DISCO

Die Omas gegen Rechts Leipzig laden ein:

Wir wollen feiern. Mit Freund:innen, Mitstreiter:innen und Unterstützer:innen im Herzen und im Geiste. Zu gut tanzbarer Musik erschaffen wir Freude, Energie, die Kraft der Gemeinschaft und sammeln Mut. Denn egal wie Wahlen ausgehen:

Wir alle kämpfen weiter gegen Rechts und für die Demokratie. Jede und jeder auf die eigene Weise, in all unserer Vielfalt und mit Respekt füreinander.

Wir freuen uns auf das Fest with friends.
Es legt auf: DJ JENNIFER DOPEZZ
Eintritt: 5,- Euro

24.09. Kostenlose Beratung für alle Arten von Versicherungen

Donnerstag | 18:00 bis 20:00 Uhr

FAIR-SICHERUNGSBERATUNG

mit ANTJE GOLDHORN, unabhängige Versicherungskauffrau
Hier können eigene Versicherungspolicen überprüft oder Fragen zu neuen Abschlüssen gestellt werden. Unverbindlich und unparteiisch! Anmeldung bis 22.09.2026 ist erforderlich.

24.09. Ein ungehaltenes Plädoyer

Donnerstag | 18:00 bis 19:30 Uhr

LESUNG & GESPRÄCH
Mit CHRISTINA CLEMM

Was erzählen Gerichtsverfahren über unsere Gesellschaft? In ihrem neuen Buch „Ein ungehaltenes Plädoyer“ nimmt CHRISTINA CLEMM die Leser:innen mit in den Gerichtssaal und zeigt, wie eng Gewalt mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen verknüpft ist.

Anhand ihrer Erfahrungen als Anwältin macht sie sichtbar, wo wir als Gesellschaft versagen – und entwirft zugleich die Perspektive auf eine solidarischere und gerechtere Zukunft. Ein eindringliches, persönliches Plädoyer über Gerechtigkeit, Verantwortung und die Frage, was sich ändern muss.

CHRISTINA CLEMM ist Autorin und Fachanwältin für Familien- und Strafrecht in Berlin. Seit über 25 Jahren vertritt sie Betroffene geschlechtsspezifischer, rassistischer und rechtsextrem motivierter Gewalt und zählt zu den profiliertesten Stimmen zu den Themen Gewalt, Recht und gesellschaftliche Verantwortung. || Eintritt: nach Selbsteinschätzung

26.09. Ost-West-Biografie. Schreiben über das Leben im geteilten Deutschland

Samstag | 11:00 bis 17:00 Uhr

SCHREIB-WORKSHOP
mit Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT

Das Leben im geteilten Deutschland und die Nachwendezeit prägen bei vielen bis heute den Lebensweg und den Blick auf die Wirklichkeit, oft auch unbewusst. Die eigene Lebenszeit, ob in ‚Ost‘ oder ‚West‘, in der Nachwendezeit und bis heute, prägte jeweils persönlich und hat einen bestimmten Blick auf die jeweils eigene oder die Lebenssituation anderer zugelassen.

Der Schreibworkshop lädt einerseits zum Rückblick ein auf das, was gut war und was offen oder unerfüllt blieb. Andererseits soll der Blick auch dahin gerichtet werden, was kommt und Aufmerksamkeit braucht.

„Denn Zukunft braucht Herkunft“ (Odo Marquard)

Die Teilnehmenden lernen wirksame Zugänge zum biografischen Schreiben kennen, um Selbsterlebtes in spannende, nachdenkliche oder auch heilsame Geschichten zu verwandeln. Über die eigenen Texte und Geschichten kommen die Teilnehmenden in einen fruchtbaren Austausch. Sie lernen, das eigene Leben und Erleben mit einem bewussteren Blick zu sehen, vielleicht sogar in neuem Licht – und ihren Blick auch für andere Geschichten und Perspektiven zu weiten.

Leitung: Dr. phil. AMELIE MAHLSTEDT, geb. 1976, freie Autorin und zertifizierte Leiterin für Schreibwerkstätten, Kreatives Schreiben und Biographie-Arbeit (EAG-FPI). | Anmeldung bitte bis zum 25.09.2026
Teilnahmegebühr: 45,- | 40,- Euro ermäßigt.

26.09. Doppelklang. Zwei Chöre. Ein Konzert

Samstag | 17:00 bis 18:30 Uhr

KONZERT

Die „Mighty Mondays“ aus Berlin sind zu Gast bei CantaAnimata in Leipzig. Der Montag, die Freude an schillernden Klängen, der Humor, die Gemeinschaft und ein klein wenig Chorchaos: das macht für beide Chöre das Chorleben aus. Und wenn sie singen, dann kommen Titel bekannter Songwriterinnen, Weltmusik, Poparrangements, „schlimme Schlager“ und Swing zum Klingen. Aber erst im Doppelklang wird daraus dieser ganz besondere Chorbegegnungsabend, getragen von den Chorleiterinnen ANTJE LAABS und REGINA KOLB. Außerdem spielen: STEFFI PLESCHKA (Percussion); NORA TAGLE (Klavier).
Dazu laden wir Sie herzlich ein!
Eintritt: 15,- | 10,- Euro ermäßigt

Ort Bethanienkirche Schleußig | Stieglitzstraße 42 | 04229 Schleußig… direkt am Leipziger Auwald

29.09. Frauen und Revolution oder Revolution hat ein weibliches Gesicht.

Dienstag | 18:00 bis 19:30 Uhr

LESUNG & GESPRÄCH mit SHILA BEHJAT, Journalistin & Juristin

Shila Behjats lebendige Reportage zeigt, was die Welt vom Mut der Frauen lernen kann – ein Aufruf zum Feminismus der Stärke!

Vom Iran bis Belarus, von Fridays for Future bis zu den großen Diskriminierungsdebatten – Revolutionen und gesellschaftliche Wandlungsprozesse haben heute oft ein weibliches Gesicht. Ausgehend von den mutigen Frauen im Iran fragt die vielfach ausgezeichnete Journalistin Shila Behjat nach den Besonderheiten weiblichen Protests. Aus Gesprächen mit den Anführerinnen der Bewegungen entsteht eine lebendige Reportage, die zeigt: Auch unter widrigsten Umständen sind Frauen schon lange nicht mehr nur Opfer, sondern Protagonistinnen der Geschichte.

Ist es längst angebrochen, das weibliche Zeitalter? „Frauen und Revolution“ ist ein engagiertes Plädoyer – für ein neues Frauenbild, einen Feminismus der Stärke und weibliche Solidarität, die keine Ländergrenzen kennt

„Westlich, patriarchal geprägte Denkmuster offenzulegen – genau das macht den Essay nicht nur zu einer pointierten, sondern auch zu einer starken Lektüre.“ Anne-Kathrin Weber, Deutschlandfunk

SHILA BEHJAT, 1982 geboren, ist Journalistin, Publizistin und Moderatorin mit deutschiranischen Wurzeln. Sie studierte Jura in Hamburg und Paris, war Korrespondentin in London, lebte als freie Journalistin in Indien und berichtete für das Frauenportal Aufeminin.com über Gleichstellung in der EU. Als Kulturredakteurin bei ARTE verantwortet sie Dokumentationen und neue Formate.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

Oktober 2026

01.10. Beim Taxi bestellen … da ändere ich meinen Namen.

Donnerstag | 17:00 bis 19:00 Uhr

PODIUM & DISKUSSION – im Rahmen von TACHELES

Zur Lebensrealität jüdischer Künstlerinnen nicht nur in Deutschland

Podiumsgäste:
MASCHA RAYKHMAN, Sängerin, ESTHER JONAS-MÄRTIN, Rabbinerin,
SHARON ADLER, Journalistin & im Vorstand der Stiftung ZURÜCKGEBEN zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft
Moderation: LARA WENZEL, Theater- und Kulturwissenschaftlerin; Artists Against Antisemitism Leipzig

Dieses Podium möchte Fragen stellen u.a. dazu, warum im Heute jüdische Künstlerinnen in ihrem Alltagsleben in Deutschland wieder tiefe Einschnitte in die eigene Identität erleben (müssen). Was bedeutet das konkret für die einzelnen u.a. für ihre künstlerische Arbeit? Und wir möchten Antworten finden darauf, was sich in Leipzig, in Deutschland in den letzten Jahren/Jahrzehnten deutlich geändert hat… und wie dem begegnet werden kann…

Zivilgesellschaftliche Aktionen sind wichtig… in dieser Zeit, in der in bestimmten Kreisen ein zutiefst menschenfeindliches, neonazistisches Weltbild öffentlich hochgehalten wird. Was müssen/können wir im Heute dagegen tun? … auch um die Grundvoraussetzungen für eine friedliche Entwicklung unserer aller Zukunft zu schaffen. Dieses Podium möchte Benennen & Informieren, möchte sachlich differenzierte Auseinandersetzungen ermöglichen über die „eigene Community“ hinaus. Die Podiumsgäste sind in diesen Bezügen seit Jahren in Deutschland aktiv unterwegs … und wollen ihre Perspektiven & Erfahrungen wechselseitig mit den Besucher:innen teilen…

MASCHA RAYKHMAN, Berlin, geb.1995 in Kyiv, zweisprachig Deutsch-Russisch aufgewachsen; mit vier Jahren kam sie mit ihrer Familie als jüdische Zuwanderin aus der Ukraine nach München; entwickelte schnell eine Leidenschaft für Sprache und Musik; studierte Gesang und Songwriting an der Popakademie Baden-Württemberg. Sie schreibt und singt für diverse Musikprojekte; 2023 erschien ihr Solo-Album „Sheyne Ziere“ als Masha The Rich Man.

SHARON ADLER, geb. 1962 in West-Berlin, ist Journalistin, Publizistin, Fotografin und Moderatorin. Sie gründete das Frauen-Online-Magazin AVIVA-Berlin; seit 2013 ist sie ehrenamtlich im Vorstand der Stiftung ZURÜCKGEBEN. Mitherausgeberin der Reihe „Jüdinnen in Deutschland nach 1945. Erinnerungen, Brüche, Perspektiven“ (bpb) In Leipzig entwickelte sie gemeinsam mit der Künstlerin Shlomit Lehavi & der Provenienzforscherin Dr. Ulrike Saß die Ausstellung „Sichtbarmachen – Spuren jüdischen Engagements im MdbK“ (eröffnet Okt. 2025)

ESTHER JONAS-MÄRTIN, geb. 1974 in Leipzig; studierte Literaturwissenschaft, Moderne Geschichte und Religionswissenschaften (M.A.); 2017 Studienabschluss zur Rabbinerin (M.A.) und Rabbinische Ordination in Los Angeles; Initiatorin und Gründerin des Lehrhauses Beth Etz Chaim in Leipzig (2018); Seit 2006 Referentin und Autorin zur Geschichte der Juden in der DDR, zu moderner jüdischer Geschichte, jiddischer Literatur, Gender, jüdischer Ethik und Theologie,

LARA WENZEL, Theater- und Kulturwissenschaftlerin; forscht zu Walter Benjamins Theaterkritiken. Sie engagiert sich bei Artists Against Antisemitism Leipzig.

Gefördert durch: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen von „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“

01.10. Masha The Rich Man

Donnerstag | 19:30 bis 21:00 Uhr

SOLO-KONZERT
Masha The Rich Man
Stimme & Autoharp (Kasten-Zither)

Der cinematische Folk-Pop der jüdisch-ukrainischen Singer-Songwriterin Masha The Rich Man ist eine warme Umarmung, durch die man sich in eine heilere Welt hineinträumen kann. Masha The Rich Man ist Künstlerinnen-Name, der in Berlin lebenden Sängerin Mascha Raykhman.

Maria „Mascha“ Raykhman ist vier Jahre alt, als sie 1999 mit Eltern, Großmutter und Bruder aus Kyiv als jüdische Zuwanderin in einer Unterkunft im Schwarzwald landet. Sie versteht noch nicht, was das eigentlich bedeutet, „jüdisch sein“, sie weiß nur, dass es ihren Eltern weh tut, und sie es lieber für sich behalten soll. Das Gefühl des Nicht-Ankommens zieht sich durch ihre Schulzeit in München. Bis es diesen einen Moment gibt, als sie sich das erste Mal heimisch fühlt: Sie darf in einer Musicalgruppe singen. Seitdem singt sie; schließlich sogar bei „Dein Song“ auf Kika. Die Pop-Akademie in Mannheim ist eine weitere Station, bevor Mascha in Berlin landet. Dort beginnt sie, auch für andere Songs zu schreiben, gewinnt 2017 den German Songwriting Award und 2022 den Kompositionswettbewerb Jümid (Aktuelle jüdische Musik in Deutschland); mehrere Filmpreise für ihre Musikvideos sowie das Glitzer-Glitzer-Eichhörnchen für das “Genialste Album”. Zudem gründete sie 2024 ihr ehrenamtliches Projekt Lost JewCrew für säkulare Jüd*innen ohne jüdische Community.

Geprägt durch musikalische Einflüsse von Regina Spektor, Alla Pugatschowa und verschiedener Folklore entwickelte sich in ihr die Idee ihres cinematischen Folk-Pop-Projekts Masha The Rich Man: Songs zwischen Weltschmerz und Wärme, zwischen osteuropäischem Märchen, der Melodie einer Spieluhr und einem Erwachen in Berlins Unterwelten. Mit traditionellen Einflüssen und poppigen Soundelementen schafft sie eine zeitlose Parallelwelt – in ihren Texten setzt sie sich auseinander mit ihrer Vergangenheit, Weltschmerz, unausgesprochenen Träumen, einschneidenden Erinnerungen und lädt mit ihrer samtigen Stimme zum gemeinsamen Einsam-Sein ein. So umwerfend kann Trauma-Bewältigung klingen!

Ihr Debüt-Album „Sheyne Ziere“ thematisiert Scham, mentale Gesundheit, Wut, Geschlechtergerechtigkeit – intim und allgemein-gültig zugleich. Ein besonderer Höhepunkt ist der Titeltrack, ein Liebeslied für ihre Oma. Der Titel ist „Jiddisch“ und gleichzeitig der Kosename, den sie Mascha gab. Laut Jiddisch-Lehrerin heißt es „Schöne Schöpfung“… laut ihrer Großmutter so viel wie „ein Wesen, das von innen und außen schön ist“. Was für eine Entdeckung! Selten sowas Schönes gehört! (Dagmar Golle | BR2); Sie zeigt ihre Risse und Narben, ihre Trauer und den Schmerz, aber ebenso die Sehnsucht und die Erhabenheit, die diese Zustände begleitet. Sie lässt alles zu. (SCHALL.Musikmagazin).

Gefördert durch: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen von „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

02.10. Feministische Konfliktberatung

Freitag | 16:00 bis 18:00 Uhr

NEU Jeden 1. Freitag im Monat
mit DOROTHEA SORGE-WERRES, Dipl.-Psychologin, Mediatorin

Die Feministische Konfliktberatung richtet sich an FLINTA-Personen, die in Konfliktsituationen dazu neigen, nachzugeben, vorschnell Kompromisse einzugehen oder den Konflikt „des lieben Friedens willen” gar nicht erst anzusprechen, z.B. mit Vorgesetzten, Kolleg:innen, Lebenspartner:innen, Nachbar:innen oder Familie. In einem einstündigen, vertraulichen Gespräch geht es zunächst darum, das Konfliktgeschehen zu verstehen sowie Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Ziele zu gewinnen. Anschließend entwickeln wir Ansatzpunkte für ein klärendes Gespräch oder andere Schritte, um selbstbestimmt in die Lösungsfindung gehen zu können.
Anmeldung erforderlich bis zum 01.10.2026 | Beitrag für die Beratung: nach Selbsteinschätzung

04.10. Pilz-Führung im Auenwald

Sonntag | 10:00 bis 13:00 Uhr

PILZ-TOUR
mit Dr. NORBERT LEUBNER, Pilz-Sachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. (DGfM).

Bitte an einen Sammelkorb, Messer und wettergerechte Kleidung denken. Mit etwas Finde-Glück können am Ende der Tour die Rohstoffe für eine Pilzmahlzeit mit nach Hause genommen werden. Voranmeldung bitte bis zum 01.10.2026
Treffpunkt: Frauenkultur | Teilnahmebeitrag: 20,- | 15,- Euro ermäßigt | Kinder 6 bis 12 Jahre: 10,- € | Kinder unter 6 Jahre: frei
Weitere Termine: 10.10. und 01.11.2026

06.10. Queer-Feministische Geschichte Leipzig

Dienstag | 17:00 bis 19:00 Uhr

OFFENE GESPRÄCHSRUNDE
Geschichte neu entdecken.

Vorstellung des Arbeitskreises Queer-Feministische Geschichte Leipzig… vor und nach 1989

Queer-feministische Geschichte als Teil der Stadtgeschichte ist oft unsichtbar. Dabei prägen queere Menschen seit Generationen das kulturelle & gesellschaftliche Leben der Stadt. Heute leben in Leipzig ca. 76.000 Personen mit LSBTIQ-Hintergrund. Ihre Biografien und Erinnerungen erzählen von Ausgrenzung, Emanzipation, Gemeinschaft, Protest, Freiräumen und Vielfalt. Indem diese Geschichten bewahrt und zugänglich gemacht werden, entstehen Räume für Erinnerungen, Austausch und Wissen.

Vorgestellt wird die Arbeit des 2025 gegründeten AK u.a. von KATHRIN DARLATT, MICHAEL BERNINGER, HEIDRUN BÖGER & PETER THÜRER.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

07.10. Tanze Salsa mit mir! Tanz Dich fit.

Mittwoch | 17:30 bis 19:00 Uhr

TANZKURS FÜR FRAUEN* aller 14 Tage

Um nach Berufstätigkeit alltäglich Stress abzugeben und etwas Gutes für Wohlgefühl und körperliche Fitness zu tun – dann ist Tanzen mit Freude das Richtige. Und Salsa-Rhythmen oder Country-Musik zum Line Dance machen Freude und geben positive Energie. Wir tanzen in der Gruppe – ohne feste Partnerin – und laden ganz herzlich zum Mitmachen ein. Für Interessierte mit Vorkenntnissen!
Leitung: MARINA FAIZOVA, Tanzpädagogin und Choreografin
Bitte anmelden, da die Teilnehmerinnen*zahl begrenzt ist.
Nächster Termin: 21.10.2026
Teilnahmegebühr: 9,- | 7,- Euro ermäßigt

08.10. Ich möchte kein gefangener Vogel im Käfig sein.

Donnerstag | 19:00 bis 20:30 Uhr

MULTIMEDIALER INPUT & GESPRÄCH
Zu Werken der Künstlerin Annemirl Bauer
mit DENISE PRÄTZ, Braunschweig

Die Künstlerin ANNEMIRL BAUER (1939 – 1989) zählte zu den mutigsten Stimmen der DDR-Kunst. Mit scharfem Blick kritisierte sie Reiseverbote, staatliche Bevormundung und die Benachteiligung von Frauen. In ihrer Bachelorarbeit beleuchtet Denise Prätz zwei selten gezeigte, stark autobiografischen Werke der Künstlerin – Wartende und Lebenslänglich. Eine außergewöhnliche Begegnung mit einer un-bequemen Künstlerin, deren Forderungen nach Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung bis heute nachhallen. DENISE PRÄTZ, studiert Lehramt an der Uni Hildesheim
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

09.10. Internationaler Weltmädchen*tag

Freitag | 15:00 bis 18:00 Uhr

TEXTIL-WERKSTATT & PARTY

Zwei Tage vor dem International Day of the Girl Child – 2009 durch die UNO ins Leben gerufen – lädt der AK Mädchen* Leipzig ein, den Tag zusammen zu feiern: im Leipziger Osten und im Leipziger Westen gibt es dieses Jahr für und mit MINTA*-Jugendlichen eine Party + Werk-statt. Gestaltet werden Stoffquadrate, welche dann von der Produktionsschule Step by Step zu einem großen Wandteppich zusammenge-näht werden. Dieses entstandene Kunstwerk wird dann von Jugendclub zu Jugendclub wandern und ausgestellt.

Kommt an diesem Tag gerne mit Mädchen und INTA*Jugendlichen bei uns vorbei und feiert mit uns!

Für den Leipziger Osten organisiert von MiO, OFT Sellerhausen, Bauspielplatz Ost und CVJM Jugendclub

Ort: MiO Mädchen*Treff | Konradstraße 64

12.10. Sich frei malen

Montag | 15:00 bis 17:00 Uhr

KUNSTANGEBOT
mit ANJA BÖTTGER; Bildende Künstlerin, Performerin & Wildpflanzenpädagogin

In dem Workshop gibt es die Möglichkeit, innere und äußere Themen und Bilder, Stimmungen, Gefühle und Undefinierbares mit Hilfe von Farben und Formen aus sich rauszulassen und aufs Papier zu bringen. Alles ist auf dem Papierformat möglich und willkommen.
Keine künstlerischen Vorkenntnisse nötig! Teilnahmegebühr pro Termin 20,- | 15,- Euro ermäßigt, incl. Material (Farbstifte und Papier)
Anmeldung: bis 10.10.2026 unter: kontakt@anja-boettger.de oder @art.anja.boettger

14.10. Sprich mit mir!

Mittwoch | 12:30 bis 14:30 Uhr

SPRACHTANDEM
Kultureller und künstlerischer Austausch für alle interessierten Frauen – am 2. Mittwoch des Monats

For German-learning and German-speaking women
Für Deutsch lernende und Deutsch sprechende Frauen
Mit YVONNE BUCHHEIM & MAKO FUKUDA

Heute: Botanik und Malerei

Ort: Museum der bildenden Künste Leipzig | Katharinenstraße 10 | 04109 Leipzig | Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Kooperation des MdbK mit der Frauenkultur Leipzig -> https://mdbk.de/kalender/

14.10. Stich um Stich

Mittwoch | 17:00 bis 19:00 Uhr

PROTEST-STICKEN

Neues Angebot 1x Monat jeweils mittwochs

„Als die Suffragetten für das Frauenwahlrecht in England kämpften, nähten sie für ihre Proteste große Banner und haben ihre Forderungen drauf gestickt: „votes for women“. So haben sie gezeigt, dass Frauen nicht nur zu Hause Handarbeit machen können, sondern auch eine politische Stimme haben. Damit deuteten sie Handarbeit aktiv als Protest um.“ Luisa Hahn, Protest-Sticken Hamburg

Das Aktionsformat „Protest-Sticken“ haben wir übernommen – weil wir es richtig gut finden. Statt allein und grübelnd zu Haus sein … lieber gemeinsam und im Austausch in der Frauenkultur. Du kannst deine Wut in kleine Kästchen sticken oder in kreative Patches/Aufnäher verwandeln und währenddessen, gemeinsam Ideen spinnen, wie diese Welt gerechter werden … und was unser Part dazu sein kann.

Stickstoff & Garn sind vorhanden bzw. versuchen wir gerade zu sammeln … oder können mitgebracht werden. Kompetente Anleitende sind mit dabei. Und wer stricken oder häkeln möchte ist ebenso willkommen. | Nächster Termin: 14.10.2026
Unkostenbeitrag: 1 Euro