Lesungen, Vorträge & Filme
Vorträge, Lesungen & Filme

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge, Lesungen & Filme aus feministischer Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstler*innen oder zu Frauen*, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autor*innen-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referent*innen, Künstler*innen und den Besucher*innen.
Fr., 28. 09. 18
19:00 Uhr
Divers & unstoppable: Women
Vielfältig & unaufhaltsam: Frauen
FILMNACHT MIT EINFÜHRUNG & DISKUSSION
im Rahmen der Interkulturellen Wochen der Stadt Leipzig

Dass es heute nicht mehr "ganz so einfach geht", Frauen gegenüber Männern "geringer zu schätzen", sie gesellschaftlich wie privat zu benachteiligen - zeigen gegenwärtige weltweite Frauen*Bewegungen. Zum Beispiel galt in Deutschland von 1958 bis 1977 der §1356 BGB Absatz 1: "[1] Die Frau führt den Haushalt in eigener Verantwortung. [2] Sie ist berechtigt, erwerbstätig zu sein, soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist." Frauen durften also ohne Zustimmung ihres Ehemannes keine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Dass das heute - 41 Jahre später - in Deutschland nicht mehr so ist, wurde auch durch die Frauenbewegungen in der damaligen Zeit miterwirkt. In Staaten, in denen heute Frauen* auf Grund ihrer Geschlechtszugehörigkeit um Vielfaches stärker benachteiligt werden als in Deutschland leisten progressive Frauen* und Männer* entschiedenen Widerstand gegen diese Unrechtssituation. Zwei Filme mit Hoffnungspotential:

Sonita. Was ist ein Mädchen wert?
Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami, D2016, 55 Min. "Sonita" erzählt die Geschichte der jungen Afghanin Sonita, die als illegale Einwanderin im Iran lebt. Sonita soll einen ihr unbekannten Mann heiraten, um die Hochzeit ihres Bruders zu finanzieren. Doch die 18-Jährige wehrt sich gegen den Druck ihrer Familie und klagt die bis heute gelebte Tradition der verkauften Bräute, oftmals Kinder, in mitreißenden Rap-Songs an. Ihr Ziel ist es, als Sängerin so erfolgreich zu werden, dass sie sich von der Zwangsheirat freikaufen kann. Doch: Sologesang von Frauen ist im Iran verboten.

Traumweberinnen
Regie: Ithri Irhoudane, Marokko 2015, 45 Min. In einem Dorf im Atlasgebirge in Marokko wollen einige Frauen eine Teppichweb-Kooperative gründen, um sich und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen. Um ihren Traum zu verwirklichen, treffen sich einige der Berberinnen mit einer Frauenkooperative in der elf Stunden entfernten Hafenstadt Essaouira. Dort wollen sie erfahren, wie es gelingen kann, gemeinsam erfolgreich zu sein.
Eintritt: frei

Mi., 10. 10. 18
15:00 - 17:00 Uhr
Sprich mit mir!
SPRACHTANDEM

Ein Sprachtandem-Projekt der Frauenkultur Leipzig und des Museums der Bildenden Künste Leipzig.

Interessierte Frauen können an jedem 2. Mittwoch im Monat das Museum der Bildenden Künste besuchen und im Sprachtandem dabei Sprache neu lernen. Eine Deutsch-Sprechende und eine Deutsch-Lernende Frau besuchen gemeinsam das Museum - und erzählen einander, was sie sehen. Sie entdecken zusammen Bilder - und lernen gemeinsam Deutsch oder auch eine andere Sprache...
Für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Interessierte Frauen und Mädchen melden sich bitte
in der Frauenkultur Leipzig | Tel. 0341 - 213 00 30
oder im Museum der Bildenden Künste Leipzig | Tel. 0341 - 216 999 43, annemarie.riemer@leipzig.de

Treffpunkt: An der Museumskasse im Eingangsbereich

Do., 11. 10. 18
19:00 Uhr
ArbeiterKind
VORTRAG & DISKUSSION

Mit DANIELA KEIL

Für ArbeiterKind.de engagieren sich bundesweit fast 6000 Ehrenamtliche in 75 lokalen Gruppen - auch in Leipzig seit mehreren Jahren vertreten. Informiert werden Schüler*innen aus Familien ohne Hochschulerfahrung über die Möglichkeit eines Studiums und sie werden unterstützt auf dem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufsstart. Denn in Deutschland stellt sich die Frage, ob der Status und Erfolg einer Person durch eigene Leistungen bestimmt wird oder durch die soziale Herkunft oder vererbte Privilegien.

Haben alle Personen gleiche Chancen ihre Fähigkeiten und Potenziale zu entwickeln? Oder sind Kinder aus Arbeiterfamilien beim Übergang zu den weiterführenden Schulen benachteiligt und bestimmt die soziale Herkunft die Wahl eines Studienfachs, die Häufigkeit von Studienabbrüchen sowie den Übergang von der Hochschule in den Arbeitsmarkt, das Einkommen und die Karriereverläufe? Daniele Keil erläutere, warum die soziale Herkunft einen Einfluss auf den Bildungsweg der Jugendlichen in Deutschland hat.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro

Fr., 12. 10. 18
19:00 Uhr
Lesben*Café
Das monatliche Lesben*Café ist ein Ort, um sich in freundlicher Atmosphäre kennenzulernen, auszutauschen, Gemeinschaft zu pflegen und auch um gemeinsam lesbische* Projekte und Unternehmungen zu planen; ein Ort positiver Energie und Kraft, der immer wieder neu gestaltet werden kann.

Das Café findet an jedem zweiten Freitag im Monat statt . Wer gerne gemeinsam in den Abend starten möchte, ist herzlich eingeladen um 19 Uhr zu einer "Kennenlern-Willkommensrunde" dazu zu kommen!

Heute wollen wir uns gemeinsam auf ein spannendes und jubilierendes 25-te LeLeTre, Leipziger LesbenTreffen oder auch Meeting of queer LesBIans* 2018 einstimmen - mit einem gemeinsamen Mitbring-Abendbrot... der Tisch steht schon bereit...

Fr., 19. 10. 18
15:00 - 17:00 Uhr
Was soll aus meinen Kindern werden?
TEE & INTERKULTURELLES GESPRÄCH

"Die jetzt Kinder sind, werden einst über Krieg und Frieden bestimmen und darüber, in was für einer Welt sie leben wollen." Astrid Lindgren

1978 erhielt Astrid Lindgren als erste Kinderbuchautor/in den Friedens- preis des Deutschen Buchhandels. In ihrer berührenden Rede "Niemals Gewalt!" sprach sie über Krieg und Frieden, über ihre Hoffnungen und Ängste und natürlich über Kinder. Auch wir wollen an diesem Nachmittag reden über Kinder-Erziehung und warum es so wichtig ist, was wir unseren Kindern vermitteln.

Tee & Gespräch ist eine Veranstaltungsreihe im Interkulturellen Frauen-Informations-und Begegnungszentrum FiA - ein Projekt der Frauenkultur Leipzig. Diese Angebot im Leipziger Osten eröffnet einen sozial-kommunikativen Ort der Begegnung: Bei einer Tasse Tee kommen Frauen aus verschiedenen Ländern zu ausgewählten Themen miteinander ins Gespräch. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule der Stadt Leipzig im Bereich der Politischen Bildung

Ort: FiA - Interkulturelles Frauen-Informations- und Begegnungszentrum, Konradstraße 62, 04315 Leipzig

Fr., 26. 10. 18
19:00 Uhr
Revolte der Frauen.
Die Achtundsechziger Bewegung war auch weiblich.
VORTRAG & DISKUSSION

FLORENCE HERVÉ

Eine der Frauen der ersten Stunde erzählt und zieht Bilanz:
Was geschah damals?
Wie ist sie zur Frauenbewegung gekommen?
Was wollten die Frauen bewegen?
Was haben sie erreicht?

In den 60er Jahren pendelte sie zwischen Bonn und Paris; war Beobachterin wie Akteurin der 1968er: als Journalistin für französische und deutsche Zeitungen, als Studentin in der sozialistischen Bewegung und als Mitgründerin (1969) und Aktivistin des Arbeitskreis Frauenemanzipation Bonn. Seitdem initiierte sie immer wieder neue Zeitungs- und andere Projekte, Aktionen zur Herstellung von mehr (Geschlechter-)Gerechtigkeit und arbeitet unermüdlich an einer Erinnerungskultur von Widerstandskämpfer*innen und anderen Nicht-Angepassten.

Dr. FLORENCE HERVÉ, 2014 sollte ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen werden. Sie lehnte die Annahme jedoch ab. In ihrer Begründung heißt es: "Eine unzureichende Aufarbeitung der Nazivergangenheit, eine nicht konsequente Bekämpfung des offenen und latenten Neonazismus und Rassismus und eine unzureichende Anerkennung des antifaschistischen Widerstands - über den 20. Juli 1944 und die Weiße Rose hinaus - kennzeichnen leider weiterhin die Politik und das Geschichtsverständnis der Bundesrepublik. Würde ich die Auszeichnung annehmen, befände ich mich zudem in einer Reihe mit solchen früheren Preisträgern, die Nazis bzw. Nazitäter waren. Soweit mir bekannt ist, wurde bis auf eine Ausnahme keinem von ihnen nachträglich das Verdienstkreuz aberkannt. Das wäre im Übrigen ein leicht machbares Unterfangen, das zudem der Geschichtsaufarbeitung diente."
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

Do., 01. 11. 18
19:00 Uhr
Wie ich im jüdischen Manhattan zu meinem Berlin fand
LESUNG & GESPRÄCH

mit IRENE RUNGE
Soziologin und Publizistin

Dieses Buch ist kein Sachbuch, auch wenn es sachliche Informationen vermittelt. Es geht um Facetten heutigen jüdischen Lebens, nicht um Antisemitismus und Israel. Die Autorin liest und erzählt Erlebnisse, Ideen und Gedanken über traditionelles und anderes jüdisches und sonstiges, über urbane Herausforderungen in Berlin und Manhattan.

Irene Runge, 1942 als Emigrantenkind in Manhattan geboren, kam 1949 mit den Eltern nach Leipzig. Hier lernte sie deutsch. 1950 zog die Familie nach Ostberlin, wo sie seither lebt. 1986 gründete sie bei der Jüdischen Gemeinde Berlin (DDR) mit anderen die Gruppe Wir für uns - Juden für Juden, aus der Anfang 1990 der Jüdische Kulturverein Berlin e.V. entstand, der als Erstes am Runden Tisch der DDR die Einwanderung sowjetischer Juden initiierte. Bis zur Selbstauflösung des Vereins 2009 blieb sie dessen Vorsitzende.
Eintritt: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

Fr., 09. 11. 18
19:00 Uhr
Lesben*Café
Das monatliche Lesben*Café ist ein Ort, um sich in freundlicher Atmosphäre kennenzulernen, auszutauschen, Gemeinschaft zu pflegen und auch um gemeinsam lesbische* Projekte und Unternehmungen zu planen; ein Ort positiver Energie und Kraft, der immer wieder neu gestaltet werden kann.

Das Café findet an jedem zweiten Freitag im Monat statt. Wer gerne gemeinsam in den Abend starten möchte, ist herzlich eingeladen um 19 Uhr zu einer "Kennenlern-Willkommensrunde" dazu zu kommen!

Do., 15. 11. 18
19:00 Uhr
Kritik am Pop-Feminismus
Auf dem Fleischmarkt untenrum frei unterwegs. Zum Wiederholungszwang pop-feministischer Erfahrungsliteratur in der Gegenwart

VORTRAG & DISKUSSION
Mit CONSTANZE STUTZ

Populäre Texte über Feminismus und weibliche Erfahrung in der Gegenwart von Autorinnen wie Laurie Penny und Margarete Stokowski beginnen bei ihrer eigenen Gewordenheit: Wie wurde ich von dieser Gesellschaft zur Frau gemacht und was kann ich gegen die Gewalttätigkeit tun, die diesem Prozess immer auch eingeschrieben ist? Ihre feministische Erfahrungsliteratur ist dabei zugänglich, unterhaltend und kathartisch in der Darstellung des beißenden Unbehagens mit der eigenen weiblichen Subjektwerdung in einer patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft und vieles von dem, was sie schreiben ist richtig und notwendig. In letzter Konsequenz bleiben beide jedoch bei einer individualistischen Herstellung von weiblicher Handlungsfähigkeit stehen, deren Befreiungsversuche allein vereinzelte Strategien des weiblichen Empowerments anbieten.

Der Vortrag möchte daher das Verhältnis von Erfahrung als Selbsterfahrung und Erfahrung als Grundlage für individuelle und gesellschaftliche Veränderung in populärer feministischer Literatur vermessen und durch eine Analyse der Funktion von Erfahrung im Schreiben von Laurie Penny und Margarete Stokowski dem widersprüchliche Verhältnis von Pop und Feminismus in der Gegenwart nachgehen.

Constanze Stutz ist Reaktionsmitglied der Zeitschrift outside the box.
Sie lebt und schreibt in Leipzig.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro

Fr., 30. 11. 18
15:00 - 17:00 Uhr
Tausendundeine Nacht
TEE & INTERKULTURELLES GESPRÄCH

Die Geschichten-Sammlung "1001 Nacht" ist weltbekannt. Nicht genau bekannt ist ihr kultureller Ursprung: Aus der Zeit um 250, indischer oder persischer Beheimatung, kommen die Kern-Erzählungen. Im 8. Jh. wur- den die Geschichten ins Arabische übersetzt und um Zitate des gerade entstandenen Islam erweitert. Im Laufe der Jahrhunderte kamen immer neue Geschichten wie auch Übersetzungen hinzu.

Die Erzählerin Scheherazade aus "1000 und einer Nacht" wurde weltberühmt. Scheherazade erzählt dem König jede Nacht eine Geschichte, die sie am Ende der Nacht an der spannendsten Stelle abbricht. Der König, der unbedingt die Fortsetzung hören will, schiebt deshalb die geplante Hinrichtung Scheherazades immer wieder auf. Nach tausendundeiner Nacht sah der König sich selbst, die Frauen und die Welt anders.

Tee & Gespräch ist eine Veranstaltungsreihe im Interkulturellen Frauen-Informations-und Begegnungszentrum FiA - ein Projekt der Frauenkultur Leipzig. Diese Angebot im Leipziger Osten eröffnet einen sozial-kommunikativen Ort der Begegnung: Bei einer Tasse Tee kommen Frauen aus verschiedenen Ländern zu ausgewählten Themen miteinander ins Gespräch. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule der Stadt Leipzig im Bereich der Politischen Bildung

Ort: FiA - Interkulturelles Frauen-Informations- und Begegnungszentrum, Konradstraße 62, 04315 Leipzig

Do., 06. 12. 18
19:00 Uhr
Feminismus in die Köpfe schreiben
VORTRAG & DISKUSSION

mit SVENJA GRÄFEN
Soziologin und Publizistin

Wie feministisch ist die Poetry Slam-Szene? Wie gleichberechtigt geht's im Literaturbetrieb zu? Wie lässt sich mit Texten und Geschichten gegen Sexismen und Stereotype ankämpfen? Wer mit Sprache arbeitet, sollte sich ihrer Macht bewusst sein - aber gibt es so ein feministisches Bewusstsein überhaupt in der Literatur? Die Autorin und Aktivistin Svenja Gräfen liest Slamtexte, Essays, Erzählungen - und berichtet von ihren Erfahrungen.
Eintritt: 5,- | 3,- Euro ermäßigt

Fr., 18. 01. 19
15:00 - 17:00 Uhr
Wechseljahre im Kulturvergleich
TEE & INTERKULTURELLES GESPRÄCH

Während der Wechseljahre lernen viele Frauen ihren Köper "anders kennen". Bis dahin unbekannte "hitzewallende oder/und melancholi- sche Momente" begleiten öfters diese Zeit, in der meist auch die eigenen Kinder aus dem Haus gehen und Eltern verstärkt der Unterstützung bedürfen. Der ganze Alltag verändert sich, es beginnt eine neue Lebensphase. Manchmal wird dieser Neu-Beginn leichter, wenn man mit anderen Frauen darüber sprechen kann - und auch über Mittel und Möglichkeiten, die den "Wechsel" erleichtern.

Tee & Gespräch ist eine Veranstaltungsreihe im Interkulturellen Frauen-Informations-und Begegnungszentrum FiA - ein Projekt der Frauenkultur Leipzig. Diese Angebot im Leipziger Osten eröffnet einen sozial-kommunikativen Ort der Begegnung: Bei einer Tasse Tee kommen Frauen aus verschiedenen Ländern zu ausgewählten Themen miteinander ins Gespräch. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule der Stadt Leipzig im Bereich der Politischen Bildung

Ort: FiA - Interkulturelles Frauen-Informations- und Begegnungszentrum, Konradstraße 62, 04315 Leipzig