Lesungen / Vorträge
Vorträge, Lesungen und Bildungsveranstaltungen

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge aus weiblicher Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstlerinnen oder Frauen, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autorinnen-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referentinnen, Künstlerinnen und den BesucherInnen.
Do., 17. 05. 18
17:00 - 20:00 Uhr
Aktionstag anlässlich des IDAHIT
Internationaler Tag gegen Homophobie in Solidarität mit trans*- und intergeschlechtlichen Menschen (IDAHOT/ IDAHIT)
Am 17. Mai erinnern Menschen rund um den Erdball mit vielfältigen Aktionen an den Tag, an dem Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen wurde. Seitdem gilt sie offiziell nicht mehr als Krankheit. Transgeschlechtliche Menschen hingegen werden in Deutschland noch immer pathologisiert und müssen demütigende Verfahren über sich ergehen lassen. An intergeschlechtlichen Menschen werden auch heute noch irreversible verstümmelnde Eingriffe und hormonelle Behandlungen vorgenommen. Auf diese Menschenrechtsverletzungen will der Sachsenweite Rainbowflash ebenso aufmerksam machen.

Die Aktionen am 17.05 sind auch Zeichen der tiefen Verbundenheit mit allen Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität Verfolgung, Folter oder Tod erfahren müssen. In über 70 Staaten der Erde werden Menschen wegen ihrer Liebe zum gleichen Geschlecht kriminalisiert und verfolgt.
Wir setzen gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt in unserer Gesellschaft und lassen unsere Botschaften gegen Homo- und Trans- und Interphobie in den Himmel über Sachsen steigen.

Rainbowflash in Leipzig
Auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus von 17.00- 20.00 Uhr
Seit 2010 koordiniert der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen die zahlreichen Aktionen um den IDAHOT/IDAHIT.

Mi., 23. 05. 18
19:00 Uhr
Queere Mittwochsgesellschaft
STAMMTISCH
Manchmal kann der Alltag ziemlich nervig sein. Dem wollen wir mit unserer reizenden Gesellschaft entgegenwirken und immer am vierten Mittwoch des Monats gemeinsam einen schönen Abend verbringen. Kennenlernen, Austauschen, Plauschen und sich gemeinsam begeistern. Wer auf all diese Dinge und noch viel mehr Lust hat, ist herzlich eingeladen.

Thema heute: FILMABEND zum Thema: Pro choice statt pro life!
Die queere Mittwochsgesellschaft lädt alle interessierten Personen ein zu einem gemeinsamen Filmabend mit thematischem Input und Diskussion. Wir zeigen im Rahmen der Mobilisierungskampagne von Pro Choice Sachsen die Arte-Dokumentation: "Pro Life - Abtreibungsgegner auf dem Vormarsch". Beginn ist um 19 Uhr mit einem Input und Diskussion zu "Pro Choice oder Pro life? Was verbirgt sich dahinter?", allgemeine Infos zu dem geplanten Schweigemarsch am 16. Juni in Annaberg-Buchholz und die Gegenproteste mit dem treffenden Motto: "Leben schützen - Abtreibung legalisieren!"
Unsere Gesellschaft ist für Frauen* geöffnet. dies bedeutet, es sind alle Menschen eingeladen, die sich als Frauen*, Trans*, Inter*, lesbisch oder queer verorten, fühlen, denken.

Do., 24. 05. 18
19:00 Uhr
"Die Antifeministen" (1902) oder: Lest nach bei Hedwig (Dohm)!
VORTRAG & DISKUSSION
Prof. Dr. SUSANNE MAURER, Universität Marburg

Der Vortrag erinnert an frühe Auseinandersetzungen um Antifeminismus, wie sie etwa in den Schriften der streitbaren Denkerin Hedwig Dohm, einer Pionierin des ,radikalen Flügels' der bürgerlichen Frauenbewegung im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, zu finden sind. Scharfsinnig und mit gehörigem Witz führt Hedwig Dohm die Argumente der "Antifeministen" vor - und zwar im doppelten Sinne des Wortes. Seltsam, wie vertraut die Argumente der Frauenemanzipationsgegner*innen aus vergangenen Jahrhunderten uns heute (noch) erscheinen . Die Texte von Hedwig Dohm werden bezogen auf die historische Forschung zu Strömungen, Organisationen und Akteur*innengruppen des "Antifeminismus" um 1900.

SUSANNE MAURER, Professorin für Erziehungswissenschaft/Sozialpädagogik am FB 21, forscht u.a. zu Geschichte und Gegenwart von Frauenbewegungen sowie zum Verhältnis "Bildung und Soziale Bewegung". Mitbegründerin eines feministischen Archivprojektes in Tübingen und eines interdisziplinären Netzwerkes historisch arbeitender Frauen*, seit 2004 engagiert im Marburger Genderzentrum. Interessiert an Bewegungen der Kritik, insbesondere auch im Generationenverhältnis.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro (ermäßigt)

Fr., 25. 05. 18
17:00 Uhr
Bundestagsfraktion vor Ort: Scherbenhaufen Europa?
Antworten von Links.
Wie halten's die LINKEN mit Europa? Dieser Dauerbrenner einer Debatte erfährt am 25.5. in Leipzig eine prominent besetzte Fortsetzung. Die Bundestagsfraktion der LINKEN ist auf Einladung von Sören Pellmann, dem direkt gewählten linken MdB des Leipziger Südens, mit zwei hochkarätig besetzten Diskussionsrunden vor Ort. Europa, Europäische Idee, EU - angesichts so mancher Zukunftshoffnungen, und so mancher Illusionen - gibt die aktuelle politische Entwicklung innerhalb der EU mehr als genug Fragen auf. Die Veranstaltung soll versuchen, was bis jetzt viel zu selten versucht wurde - verschiedene Sichtweisen aus der LINKEN auf die vielfältigen Aspekte und Probleme zusammenzuführen. Zuerst werden Sabine Lösing, Mitglied des Europa-Parlaments für die LINKE, und Gerry Woop (Staatssekretär für Europa beim Berliner Senat) die neuen Pläne zu einer Militärunion einordnen. Gefährdung für den Frieden oder eher Effektivisierung der europäischen Streitkräfte? Zum zweiten werden sich zwei MdB mit der Gesamtsicht der Linken auf die EU auseinandersetzen, und zwar anhand einer Initiative des sächsischen Landesverbands: der Vision einer ,Republik Europa'. Wolken-Kuckucksheim oder Anleitung zur Schaffung eines sozialistischen Europa? Hierzu diskutieren der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion und Leiter des Arbeitskreises ,Wirtschaft und Finanzen', Fabio de Masi, und MdB Thomas Nord, Mitglied im EU-Ausschuss des Bundestags. Für die Fragen der Zuhörer*innen wird es genügend Platz und Zeit geben. Angesichts der Tatsache, dass die Europa-Frage für LINKE immer eine emotionale Angelegenheit ist, können wir spannende Diskussionen erwarten, die vielleicht auch die ein oder andere Klärung bringen können.

Panel I
Neue Militärkooperation in der EU - neue Gefährdung für den Frieden?

Schon seit dem Ende des Kalten Krieges wird innerhalb der Mitgliedsstaaten und der Institutionen der EU über die Rolle der EU in der Welt diskutiert. Wurden in den 90er Jahren noch Konzepte eines eigenen Wegs als Friedens- oder ziviler Akteur diskutiert, redete man seit der ersten Sicherheitsstrategie der EU im Jahr 2003 auch in Brüssel mehr und mehr vom ,globalen Akteur' EU, und meinte damit eine Militärmacht. Nun, seit dem Brexit und befürchteten Alleingängen der USA unter Trump scheint diese Konzeption endgültig durchgesetzt zu werden. Ein sogenannter Verteidigungsfonds soll geschaffen werden, die Rüstungs-industrien Europas sollen zusammengeführt, und unter dem Kürzel PESCO sollen gemeinsame Militärprojekte und eine ständige Militärkooperation etabliert werden. Sind dies Schritte zu mehr Europa, oder bloß zu mehr Krieg? Wie positionieren sich die Linken, und die LINKE, zu dieser Entwicklung? Kann die europäische Linke diese Entwicklung aufhalten, und wer wären dabei unsere Partner? Ändert sie unser Bild der EU? Es diskutieren Sabine Lösing MdEP, und Gerry Woop, Staatssekretär für Europa beim Berliner Senat. Es moderiert Björn Aust, europapolitischer Referent der Bundestagsfraktion.

Panel II
Müssen Linke für die Republik Europa sein?

Freie Fahrt für freie Bürger bis an die Enden Europas - und Austerität, Arbeits-migration und Niedriglöhne. Die längste Friedensperiode in Europa - und mehr Einsätze europäischer Armeen außerhalb des Kontinents denn je. Die aktuellen Realitäten der Europäischen Union könnten widersprüchlicher und polarisierter nicht sein. Die gesellschaftliche Linke in Deutschland hat sich, aus guten historischen Gründen, immer als pro-europäisch definiert. In der LINKEN erwächst daraus eine positive Einstellung zu Konzepten und Visionen, die bisherige Formen und Verfasstheiten staatlichen Handelns in Europa überwinden wollen, wie z.B. die Vision der ,Republik Europa' - eines Konzepts, dass jüngst einem Antrag sächsischer LINKEr auf dem Bundesparteitag seinen Namen gab. Taugt für Linke eine Sicht auf Europa, die sich auf die vermeintliche Alternative zwischen (National-)Staat und (nicht genau definierter) trans-nationaler Föderation fokussiert, und die Trieb- und Gestaltungskräfte des Kapitals für die europäische Integration nur am Rande reflektiert? Trägt die Unterscheidung in EU-Skeptiker und EU-Freunde anhand einer solchen Gegenüberstellung? Ist die LINKE genau genug in der Analyse? Es diskutieren Fabio de Masi, stv. Vorsitzender der Fraktion der Linken im Bundestag, und Thomas Nord, MdB und für die LINKE Mitglied im Ausschuss für Europapolitik des Bundestags). Es moderiert Judith Benda, Referentin der LINKEN im Verbindungsbüro des Bundestags in Brüssel.

Beginn: 17 Uhr
Getränke kostenlos, Snacks käuflich zu erwerben.
Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Tageszeitung Neues Deutschland, Berlin, und die Landesarbeitsgemeinschaft Frieden und Internationale Politik der LINKEN Sachsen.
Eine Veranstaltung der Bundestagsfraktion der LINKEN.

Di., 29. 05. 18
19:00 Uhr
#no120db vs. #120db - Was ist? Was ist nicht? Was müssen Frauen tun?
GESPRÄCHSRUNDE
Mit: SUSANNE HAMPE (Frauen für Frauen e.V.) und AMAL EL ABD (Historikerin, Projektleiterin Interkulturelles Frauen-Informations- und Beratungszentrums FiA) Moderation: Frauenkultur Leipzig

Das Benennen von sexistischen Übergriffen und sexueller Gewalt muss im feministischen Sinne immer möglich sein und eingefordert werden. "Gewalt gegen Frauen" als Phänomen ist nicht auf Nationalitätszugehörigkeit zurückzuführen.
Nicht wenige Frauen haben sexuelle Belästigungen und Gewalt von Männern erfahren. Dass Sexualstraftaten nicht einer bestimmten Nationalität zugeschrieben werden können, das ist bekannt. Sexualisierte Gewalt von Männern ohne Migrationshintergrund beschäftigt seit Jahrzehnten die Gerichte. Die Folge: Volle Frauen-Häuser.

Dass es sexualisierte Übergriffe durch migrantische Männer gab, ist ein Sachverhalt. Verbunden damit ist - wie bei jeder gewalttätigen Übergrifflichkeit - ein Handlungsbedarf. Um gesellschaftlich reagieren zu können, müssen sexuelle Übergriffe verbalisiert werden. Dass die Hemmschwellen bei vielen betroffenen Frauen groß sind - ist dabei ein bekanntes Problem. Bei migrantischen Straftätern kommt ein weiteres hinzu: Besonders rechte Gruppen nutzen mit Wonne solche Straftaten als wirkungsvolle Plattform für ihre rassistische Hetze aus. Ein Teil der Frauen befindet sich dadurch in einem Dilemma: Sexuelle Übergriffe öffentlich machen zu wollen, um gesellschaftlich darauf reagieren zu können - aber es nicht wollen, dass dieses von rechten Gruppen instrumentalisiert wird.

Die rassistische Vereinnahmung dieses Themas durch Rechte zeigt die aktuelle Kampagne #120db der Identitären Bewegung. In dem weit verbreiteten Mobilisierungs-Clip werden für sexuelle Gewalt und Übergriffe in Deutschland ausschließlich nicht-deutsche Männer verantwortlich gemacht. "Der Erfolg des Videos" und die undifferenzierte Zustimmung von Frauen sind erschütternd, zeigen aber auch eine Leerstelle im Umgang mit diesem Phänomen auf.

Was müssen Frauen tun? - ist die Frage nach einem feministischen Umgang mit sexuellen Übergriffen, sowie der Wunsch nach Antworten, Argumenten und Diskussionen - ohne "den Rechten Futter" zu geben oder selbst in eine rassistische Ecke gestellt zu werden. Es bedarf einer umfassenden Debatte über gesellschaftlich legitimiertes Verhalten in Bezug auf sexistische und sexuelle Übergriffe - sowie Strategien gegen Macht (männliche, mediale...) und antrainiertes Verhalten.

Hierfür möchten wir einen ersten Schritt gehen und im Rahmen der Veranstaltung Klarheit schaffen über die Hintergründe der Kampagne #120db - und gemeinsam diskutieren.
Eintritt: frei

Do., 31. 05. 18
19:00 Uhr
Fallschirmseide - eine Geschichte von Frauen, Raupen, Jägern
VORTRAG & DISKUSSION
Referent*in: DEBORAH JEROMIN
Ausgehend von einer Recherche nach der NS-Seidenraupenzucht in Leipziger Kleingärten ab Mitte der 1930er Jahre, entspinnt sich in der Diplom-Arbeit "Fallschirmseide - eine Geschichte von Frauen, Raupen und Jägern" die Geschichte der Besatzung der Deutschen Wehrmacht auf Kreta - erzählt von kretischen Zeitzeuginnen, die die Seide der Fallschirme zu Taschentüchern und Anderem verarbeiteten. Entlang der Seidenfäden versucht die Abschlussarbeit das Verhältnis von Reinheit und Schmutz in der Seidenzucht im Kontext von Rüstungsproduktion und Mechanismen der Erinnerung durch Handarbeitsprozesse zu beleuchten.
Die Veranstaltung findet im Rahmen von "women in science" statt. | Kooperation zwischen RGL des Stura der Uni Leipzig und der Frauenkultur
Eintritt: 3,- | 1,50 Euro ermäßigt

Fr., 01. 06. 18
15:00 - 18:00 Uhr
So wünsche ich mir unsere Stadt...
STRASSENAKTION
Die Frauenkultur ist mal wieder auf der Straße... im Leipziger Osten | Rabet. Zum Internationalen Kindertag wollen wir große und kleine Straßenpassant*innen nach ihren Wünschen für unsere Stadt fragen. Was ist aber mit "Stadt" eigentlich gemeint? Und wie muss eine Stadt sein, damit alle Menschen es mögen, genau in dieser Stadt zu leben? Alle, die eine Idee haben, wie unsere Stadt sein soll - sind herzlich eingeladen. Natürlich auch alle, die einfach Lust haben, mal vorbei zu kommen. Es gibt Wünsche zum Dalassen und mitnehmen...

Do., 07. 06. 18
16:00 - 18:00 Uhr
Aufarbeitung Hexenverfolgung in Leipzig.
OFFENES ARBEITSTREFFEN
Thema heute: Welche Formen öffentlichen Erinnerns in Leipzig sind möglich?
Alle Interessierten sind willkommen. | Eintritt: frei

Do., 07. 06. 18
19:00 Uhr
Lesbisch und laut: Lesbische Aktivistinnen in Bogotá, Diskriminierungen und Lösungsansätze
VORTRAG & DISKUSSION im Rahmen von "women in science"
Referent*in: MARGARETHA WOLFF

Trotz erheblicher Verbesserungen in der Rechtssprechung, die die Ehe für alle und Änderungen im Adoptionsrecht ermöglichten, leiden lesbische Frauen unter Diskriminierung und Gewalt in einer heteronormativen, lesbophoben und misogynen Gesellschaft - in einem Kolumbien 2016 zwischen Friedensverhandlungen und "Genderideologie" und Analyse von lesbischen Aktivistinnen, die konkrete Verbesserungsvorschläge äußern und deren Umsetzung einfordern.
Veranstaltung in Koop. von RGL/Stura Uni Leipzig und Frauenkultur
Eintritt: 3,- | 1,50 Euro ermäßigt

Fr., 08. 06. 18
19:00 Uhr
Lesben*Café
Das monatliche Lesben*Café soll ein Ort sein, um sich in freundlicher Atmosphäre kennenzulernen, sich auszutauschen, Gemeinschaft zu pflegen und auch um gemeinsam lesbische* Projekte und Unternehmungen zu planen; ein Ort positiver Energie und Kraft, der immer wieder neu gestaltet werden kann. Das Café findet statt an jedem zweiten Freitag im Monat. Wer gerne gemeinsam in den Abend starten möchte, ist herzlich eingeladen um 19 Uhr zu einer "Kennenlern-Willkommensrunde" dazu zu kommen! Wir freuen uns auf euch und einen schönen Abend!

Mi., 13. 06. 18
15:00 - 17:00 Uhr
Sprich mit mir!
SPRACHTANDEM
Ein Sprachtandem-Projekt der Frauenkultur Leipzig und des Museums der Bildenden Künste Leipzig.
Interessierte Frauen können an jedem 2. Mittwoch im Monat das Museum der Bildenden Künste besuchen und im Sprachtandem dabei Sprache neu lernen. Eine Deutsch-Sprechende und eine Deutsch-Lernende Frau besuchen gemeinsam das Museum - und erzählen einander, was sie sehen. Sie entdecken zusammen Bilder - und lernen gemeinsam Deutsch oder auch eine andere Sprache...
Für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.
Interessierte Frauen und Mädchen melden sich bitte in der Frauenkultur Leipzig | Tel. 0341 - 213 00 30
oder im Museum der Bildenden Künste Leipzig | Tel. 0341 - 216 999 943, annemarie.riemer@leipzig.de

Do., 14. 06. 18
19:00 Uhr
Queer-feministische Debatten - auch in der Landwirtschaft!?
VORTRAG & DISKUSSION im Rahmen der Leipziger Umwelttage 2018
Referentin: PAULA GIOIA

Landwirtschaft ist elementar für globale Ernährungssicherheit und entscheidend im Klima- und Umweltschutz. Frauen* übernehmen weltweit einen großen Teil der landwirtschaftlichen Arbeit. Dennoch zeigen sich in der Landwirtschaft starke geschlechterbezogene Ungleichheiten, z.B. bei Betrachtung des Frauen*anteils in Betriebsleitungspositionen, Besitzverhältnissen oder agrarpolitischen Entscheidungsgremien.
Zu diesem Thema laden die Zukunftsfelder - Agrarforum Leipzig und die Frauenkultur ein. Paula Gioia, geboren in Brasilien, lebt als Bäuerin und Imkerin in Deutschland und ist Mitglied des Bündnis junge Landwirtschaft, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft sowie des europäischen und internationalen Koordinationskomitees von La Via Campesina. Sie engagiert sich für Ernährungssouveränität und für mehr geschlechtliche Vielfalt in der bäuerlichen Landwirtschaft. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der neu entstehenden queer-feministischen Debatte in der bäuerlichen Bewegung und deren Potential, zu einem gerechteren und nachhaltigeren globalen Agrarsystem beizutragen. Abschließend kann der Abend mit allen, die möchten, in lockerer Runde ausklingen.
Eintritt: frei

Fr., 22. 06. 18
19:00 Uhr
"No Waste" - kein Müll?
INPUT & FILMABEND im Rahmen der Leipziger Umwelttage 2018 und des Kollektiv-Festivals
Warum ökologisches Bewusstsein Not tut, für ein gutes Leben! ...und zwar für alle!

Wir widmen uns einen ganzen Abend dem Thema: Müll. Wir wollen gemeinsam einen Blick auf die aktuelle Zero-Waste-Bewegung (Null Müll) werfen und deren Aussagen und "Life-Hacks" anhand einer thematischen Einführung kennenlernen. Plastik im Meer, verseuchte Seen und Wälder sind konkrete Folgen - (noch) nicht direkt bei uns, aber in anderen - zumeist ärmeren - Ländern. Warum die Auseinandersetzung mit Müll von politischer Brisanz ist, wird in der Dokumentation "Plastik Überall" von Regisseur Albert Knechtel deutlich. Es stellen sich Fragen wie: Warum plastikfrei leben wichtig ist? Wieso sollte ich solch eine Einschränkung für mich selbst in Kauf nehmen? Was hat das mit feministischem und anti-rassistischem Bewusstsein zu tun? Den Ursachen, Konsequenzen sowie der Aktualität der Thematik Müll und Plastik wollen wir auf die Spur kommen und im Gespräch gemeinsame und individuelle Lösungen suchen und finden.
Eintritt: frei

Mi., 27. 06. 18
19:00 Uhr
Queere Mittwochsgesellschaft
STAMMTISCH
Manchmal kann der Alltag ziemlich nervig sein. Dem wollen wir mit unserer reizenden Gesellschaft entgegenwirken und immer am vierten Mittwoch des Monats gemeinsam einen schönen Abend verbringen. Kennenlernen, Austauschen, Plauschen und sich gemeinsam begeistern. Wer auf all diese Dinge und noch viel mehr Lust hat, ist herzlich eingeladen.

Thema heute: CSD - wieso heute noch demonstrieren?
Nach einem Input über die Entstehung des Christopher Street Days, die Stonewall-Riots und die engagierten Trans-Aktivist*innen Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera, wollen wir gemeinsam die Fragen in den Blick nehmen: Warum heute noch demonstrieren? Oder warum nicht? Ist die Ehe für alle das Ende der LGBTI*-Proteste? Im Anschluss öffnen wir die lockere Gesprächsrunde und tauschen uns im kleinen Kreis ungezwungen mit Kaltgetränken aus. Alle Frauen* sind herzlich eingeladen dazuzukommen!

Unsere Gesellschaft ist für Frauen* geöffnet. dies bedeutet, es sind alle Menschen eingeladen, die sich als Frauen*, Trans*, Inter*, lesbisch oder queer verorten, fühlen, denken.

Do., 28. 06. 18
19:00 Uhr
Feminismus. Diversitäten und (k)eine gemeinsame Vision?
FEMINISTISCHES PODIUM
zur Suche nach Lösungen und Handlungsansätzen zur Umsetzung des Artikel 3 | Grundgesetz

Es passiert derzeit viel im Bereich Feminismus, doch offenbaren sich vielerorts auch Widersprüche und Unvereinbarkeiten. Aktuell ist es möglich, überall T-Shirts mit feministischen Parolen und Sprüchen zu kaufen, die Pop-Ikone Beyoncé zitiert die Frauenrechtsaktivistin Chimamanda Ngozi Adichie mit "we should all be feminists" und viele Frauen* verstehen sich als Power-Frauen. Aber welche Ergebnisse bewirken Positives auf das Hier & Jetzt von gesellschaftlichen Zuständen? Welche Potentiale verstecken sich derzeit in der feministischen Bewegung, die sich scheinbar mehr miteinander streitet als gegen gesellschaftliche Missstände? Was sind die Folgen von Spaltungen? Ist es an der Zeit Bündnisse einzugehen trotz der Widersprüche im Detail, sollten wir üben Widersprüche auszuhalten oder getrennte Wege gehen?

Gemeinsam mit ProfIN.Dr. ILSE NAGELSCHMIDT, TARA BONYAD / FIA - Interkulturelles Frauen-Beratungszentrum, Vertreter*innen der BPOC-Gruppe Leipzig u.a. wollen wir über den Ist-Zustand diskutieren und unseren Blick gen Zukunft schweifen lassen. Das Podium versucht sich an einer breiten feministischen Auseinandersetzung über die Frage, welche Handlungsweisen und -Optionen uns derzeit stärken - oder eher schwächen - in einer politisch heiklen Phase des konservativen und rechtsradikalen Backlash sowie gesellschaftspolitischer Umbrüche.
Eintritt: frei

Do., 05. 07. 18
19:00 Uhr
Der Frau bleibt kein anderer Ausweg, als an ihrer Befreiung zu arbeiten.
Zum Denken der Freiheit bei Simone de Beauvoir
VORTRAG & DISKUSSION
MIRJAM DIERKES

Simone de Beauvoir (1908 - 1986) gilt bekanntermaßen als eine "Klassikerin" feministischer Theorie. In ihrem zentralen Werk "Das andere Geschlecht" von 1949 setzt sie sich in einzigartiger Weise material- und facettenreich mit den ermöglichenden und verhindernden Bedingungen eines freiheitlichen Lebensentwurfs für Frauen (und Männer) auseinander. Lassen sich aus den Ideen der französischen Existenzialistin auch heute noch Anregungen für feministische/genderbezogene Debatten gewinnen?

MIRJAM DIERKES, M.A., Studium von Literatur- und Politikwissenschaften, derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Hannover, dort tätig an der Gender-Koordinierungsstelle der Fakultät V - Diakonie, Gesundheit und Soziales.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro (ermäßigt)

Do., 19. 07. 18
19:00 Uhr
Ladies first. Zum Verhältnis von Feminismus und Emanzipation am Beispiel Metoo
VORTRAG & DISKUSSION
IRIS DANKEMEYER, Berlin

Um den Erfolg der Metoo-Kampagne wird zunehmend gestritten. Wo die einen das Ende feministischer Tradition befürchten, erwarten die anderen den Beginn einer neuen Frauenbewegung. Haben wir es nun mit einem generalisierenden Opferdiskurs zu tun, der sexuell selbstbestimmte weibliche Wesen wieder zu schutzbedürftigen und unschuldigen Mädchen erklärt? Oder handelt es sich um einen solidarischen Kampf gegen Gewalttäter und Unterdrückungsverhältnisse, durch den sich Frauen von Schuld- und Schamgefühlen befreien? Der Vortrag versucht zu rekonstruieren, wo der Spaß aufhört und die Gewalt anfängt. Er stellt das Verhältnis von Feminismus und Emanzipation anhand einiger Bilder von zeitgenössischen Politik- und Protestformen zur Diskussion. Die wichtigsten Fragen lassen sich dabei nur gemeinsam klären: Wie verhält sich das geschlechtliche Egalitätsprinzip zur historischen Differenz weiblicher Sozialisation? Wie hängen gesellschaftliche Gewaltfrage und soziale Frauenfrage zusammen?

IRIS DANKEMEYER studierte Soziologie und Sozialpsychologie in Hannover und Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Berlin. Nach dem Ende des Studiums 2008 arbeitete sie als freie Autorin (u.a. für konkret, jungle world, De:Bug, testcard), mit den Schwerpunkten Musik- und Kulturkritik, Feminismus und Neosexualitäten. 2017 promovierte sie an der FU Berlin im Fach Philosophie und arbeitet seitdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

Fr., 26. 10. 18
19:00 Uhr
Revolte der Frauen - Die Achtundsechziger Bewegung war auch weiblich
VORTRAG & DISKUSSION
FLORENCE HERVÉ

Eine der Frauen der ersten Stunde erzählt und zieht Bilanz:
Was geschah damals?
Wie ist sie zur Frauenbewegung gekommen?
Was wollten die Frauen bewegen?
Was haben sie erreicht?

Dr. FLORENCE HERVÉ, Autorin zahlreicher Bücher (zuletzt "Wasserfrauen"), pendelte in den 60er Jahren zwischen Bonn und Paris. Sie war sowohl Beobachterin wie Akteurin der 1968er Jahre: als Journalistin für französische und deutsche Zeitungen, als Studentin in der sozialistischen Bewegung und als Mitgründerin (1969) und Aktivistin des Arbeitskreis Frauenemanzipation Bonn - einer der Vorläufer der Demokratischen Fraueninitiative und des Kalenders wir frauen.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt