Lesungen, Vorträge & Filme
Vorträge, Lesungen & Filme

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge, Lesungen & Filme aus feministischer Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstler*innen oder zu Frauen*, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autor*innen-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referent*innen, Künstler*innen und den Besucher*innen.
Di., 17. 07. 18
19:00 Uhr
A night of D.R.A.G.
INPUT & FILMABEND

Das Spiel mit den Geschlechtern und der Moment der Irritation sind inszenatorische Mittel um gängige Normen zu durchbrechen: typisch weiblich oder typisch männlich? Was bedeutet das überhaupt? Wie funktioniert das Spiel mit Geschlecht(ern)? Welche (feministischen) Potentiale sind bei D.R.A.G. zu finden?

Wir zeigen im Rahmen des CSD Leipzig die zwei dokumentarischen Filme Man for a day (Doku, 96 min., 2012, Regie: KATHARINA PETERS) und VENUS BOYZ (Doku, 103 min., 2002, Regie: GABRIELLE BAUR). Ein einführender Input soll die Möglichkeiten und Potentiale von D.R.A.G. aufzeigen.
Eintritt: frei

Mi., 18. 07. 18
17:00 Uhr
Leipzigs Frauen - Talent, Mut und Tragik.
STADTRUNDGANG

Mit DANIELA NEUMANN, Stadtführerin (IHK zertifiziert)

Ein Stadtrundgang für alle interessierten Menschen widmet sich Leipziger Frauen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart: Sie lernen Europas erste Berufsfotografin kennen; erfahren, wie das Gedicht einer Leipzigerin zu Weltruhm gekommen ist, welche Frau Goethes jugendliches Herz entfacht hat oder was Herbert Grönemeyer mit Clara Schumann verbindet.

Der Weg führt an Orte der Leipziger Innenstadt und entfaltet ein Panorama weiblicher Schöpferkraft und Beharrlichkeit - eingebettet in die jeweiligen Chancen aber auch Grenzen der Zeit. Lassen Sie sich davon inspirieren, Ihren eigenen Talenten und Überzeugungen zu folgen. | Dauer: 90 min. | Anmeldung erforderlich
Kosten: 8,- | 4,- Euro ermäßigt

Treffpunkt: Mendebrunnen am Gewandhaus | Augustusplatz

Do., 19. 07. 18
19:00 Uhr
Ladies first. Zum Verhältnis von Feminismus und Emanzipation am Beispiel Metoo
VORTRAG & DISKUSSION

IRIS DANKEMEYER, Berlin

Um den Erfolg der Metoo-Kampagne wird zunehmend gestritten. Wo die einen das Ende feministischer Tradition befürchten, erwarten die anderen den Beginn einer neuen Frauenbewegung. Haben wir es nun mit einem generalisierenden Opferdiskurs zu tun, der sexuell selbstbestimmte weibliche Wesen wieder zu schutzbedürftigen und unschuldigen Mädchen erklärt? Oder handelt es sich um einen solidarischen Kampf gegen Gewalttäter und Unterdrückungsverhältnisse, durch den sich Frauen von Schuld- und Schamgefühlen befreien? Der Vortrag versucht zu rekonstruieren, wo der Spaß aufhört und die Gewalt anfängt. Er stellt das Verhältnis von Feminismus und Emanzipation anhand einiger Bilder von zeitgenössischen Politik- und Protestformen zur Diskussion. Die wichtigsten Fragen lassen sich dabei nur gemeinsam klären: Wie verhält sich das geschlechtliche Egalitätsprinzip zur historischen Differenz weiblicher Sozialisation? Wie hängen gesellschaftliche Gewaltfrage und soziale Frauenfrage zusammen?

IRIS DANKEMEYER studierte Soziologie und Sozialpsychologie in Hannover und Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Berlin. Nach dem Ende des Studiums 2008 arbeitete sie als freie Autorin (u.a. für konkret, jungle world, De:Bug, testcard), mit den Schwerpunkten Musik- und Kulturkritik, Feminismus und Neosexualitäten. 2017 promovierte sie an der FU Berlin im Fach Philosophie und arbeitet seitdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

Fr., 20. 07. 18
20:00 Uhr
Update: Let's Bingo! Vol.I
BINGOABEND zum CSD Leipzig 2018

Im Oktober letzten Jahres zum LeLeTre hieß es: "Let's quiz about?!" Jetzt wollten wir im Rahmen des Leipziger CSD 2018 in eine zweite Runde gehen. Aber manchmal kommt es anders als geplant. Durch die Erkrankung eine der Quizmasterinnen mussten wir leider updaten. But the show must go on. Und jetzt heißt es: Quiz war gestern. Bingo ist heute!

Und so könnt Ihr mitmachen: Einfach kommen, mitmachen, viel Spaß haben und gewinnen! Natürlich sind alle angemeldeten Quiz-Mitspieler*innen herzlich zum Update eingeladen: Werde zu Bingo-Mitspieler*innen.

Ein mitreißend schräger Abend & besonders coole Präsente warten auf Euch! Let's Bingo!
Startgebühr: 5,- Euro (inkl. Begrüßungsgetränk und Party)
zur Facebook-Veranstaltung

im Anschluss gegen 22.00 Uhr
QUEER-PARTY zum CSD
Mein Herz tanzt!

Gemeinsam wollen wir unsere Herzen tanzen lassen und die dunkle Nacht zum glitzern bringen! Lasst uns zusammen für einen Abend Normen, Negativität und Klischees hinter uns lassen und gemeinsam anstoßen auf Diversität(en), Vielfalt und solidarische Stärke! Bevor wir am Samstag, den 21.Juli, erneut für eine emanzipatorische Politik auf Leipzigs Straßen anlässlich des CSD Leipzig demonstrieren.
DJ*: Djane XML & CLIT*ZER (ein Abend voller queerer Hymnen mit Electro, female Sounds und HitsHitsHits)
Eintritt: 3,- Euro

Sa., 21. 07. 18
14:00 - 20:00 Uhr
Demo und Straßenfest zum CSD
Ort: Marktplatz, 04109 Leipzig
Veranstalter*in: CSD-Team

14.00 - 16.00 Uhr Demo
16.00 - 20.00 Uhr Straßenfest auf dem Marktplatz
Es stellen sich LGBTIQ*-Vereine, Initiativen u.a. vor. Nicht nur auf der Demo ist für mitreißende Musik gesorgt.

Mi., 08. 08. 18
15:00 - 17:00 Uhr
Sprich mit mir!
SPRACHTANDEM

Ein Sprachtandem-Projekt der Frauenkultur Leipzig und des Museums der Bildenden Künste Leipzig.

Interessierte Frauen können an jedem 2. Mittwoch im Monat das Museum der Bildenden Künste besuchen und im Sprachtandem dabei Sprache neu lernen. Eine Deutsch-Sprechende und eine Deutsch-Lernende Frau besuchen gemeinsam das Museum - und erzählen einander, was sie sehen. Sie entdecken zusammen Bilder - und lernen gemeinsam Deutsch oder auch eine andere Sprache...
Für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Interessierte Frauen und Mädchen melden sich bitte
in der Frauenkultur Leipzig | Tel. 0341 - 213 00 30
oder im Museum der Bildenden Künste Leipzig | Tel. 0341 - 216 999 943, annemarie.riemer@leipzig.de

Treffpunkt: An der Museumskasse im Eingangsbereich

Mi., 15. 08. 18
17:00 Uhr
Leipzigs Frauen - Talent, Mut und Tragik.
STADTRUNDGANG

Mit DANIELA NEUMANN, Stadtführerin (IHK zertifiziert)

Ein Stadtrundgang für alle interessierten Menschen widmet sich Leipziger Frauen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart: Sie lernen Europas erste Berufsfotografin kennen; erfahren, wie das Gedicht einer Leipzigerin zu Weltruhm gekommen ist, welche Frau Goethes jugendliches Herz entfacht hat oder was Herbert Grönemeyer mit Clara Schumann verbindet.

Der Weg führt an Orte der Leipziger Innenstadt und entfaltet ein Panorama weiblicher Schöpferkraft und Beharrlichkeit - eingebettet in die jeweiligen Chancen aber auch Grenzen der Zeit. Lassen Sie sich davon inspirieren, Ihren eigenen Talenten und Überzeugungen zu folgen. | Dauer: 90 min. | Anmeldung erforderlich
Kosten: 8,- | 4,- Euro ermäßigt

Treffpunkt: Mendebrunnen am Gewandhaus | Augustusplatz

Fr., 10. 08. 18
19:00 Uhr
Lesben*Café
Das monatliche Lesben*Café soll ein Ort sein, um sich in freundlicher Atmosphäre kennenzulernen, sich auszutauschen, Gemeinschaft zu pflegen und auch um gemeinsam lesbische* Projekte und Unternehmungen zu planen; ein Ort positiver Energie und Kraft, der immer wieder neu gestaltet werden kann. Das Café findet statt an jedem zweiten Freitag im Monat. Wer gerne gemeinsam in den Abend starten möchte, ist herzlich eingeladen um 19 Uhr zu einer "Kennenlern-Willkommensrunde" dazu zu kommen! Wir freuen uns auf euch und einen schönen Abend!

Do., 06. 09. 18
19:00 Uhr
Kritik am Pop-Feminismus
VORTRAG & DISKUSSION

Mit CONSTANZE STUTZ

Informationen zur Veranstaltung mit Constane Stutz folgen.

Fr., 07. 09. 18
15:00 - 17:00 Uhr
Kräuter & Gewürze
TEE & INTERKULTURELLES GESPRÄCH im Rahmen der OSTLichter

Bei einer Tasse Tee kommen Frauen aus verschiedenen Ländern zu ausgewählten Themen miteinander ins Gespräch. Überall auf der Welt nutzen Menschen Kräuter & Gewürze. Wir informieren über die Besonderheit von Kräutern & Gewürzen in verschiedenen Kulturräumen. Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule der Stadt Leipzig im Bereich der Politischen Bildung | Eintritt: frei

Ort: FiA - Interkulturelles Frauen-Informations- und Begegnungszentrum, Konradstraße 62, 04315 Leipzig

Mi., 12. 09. 18
15:00 - 17:00 Uhr
Sprich mit mir!
SPRACHTANDEM

Ein Sprachtandem-Projekt der Frauenkultur Leipzig und des Museums der Bildenden Künste Leipzig.

Interessierte Frauen können an jedem 2. Mittwoch im Monat das Museum der Bildenden Künste besuchen und im Sprachtandem dabei Sprache neu lernen. Eine Deutsch-Sprechende und eine Deutsch-Lernende Frau besuchen gemeinsam das Museum - und erzählen einander, was sie sehen. Sie entdecken zusammen Bilder - und lernen gemeinsam Deutsch oder auch eine andere Sprache...
Für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Interessierte Frauen und Mädchen melden sich bitte
in der Frauenkultur Leipzig | Tel. 0341 - 213 00 30
oder im Museum der Bildenden Künste Leipzig | Tel. 0341 - 216 999 943, annemarie.riemer@leipzig.de

Treffpunkt: An der Museumskasse im Eingangsbereich

Fr., 14. 09. 18
19:00 Uhr
Lesben*Café
Das monatliche Lesben*Café soll ein Ort sein, um sich in freundlicher Atmosphäre kennenzulernen, sich auszutauschen, Gemeinschaft zu pflegen und auch um gemeinsam lesbische* Projekte und Unternehmungen zu planen; ein Ort positiver Energie und Kraft, der immer wieder neu gestaltet werden kann. Das Café findet statt an jedem zweiten Freitag im Monat. Wer gerne gemeinsam in den Abend starten möchte, ist herzlich eingeladen um 19 Uhr zu einer "Kennenlern-Willkommensrunde" dazu zu kommen! Wir freuen uns auf euch und einen schönen Abend!

Sa., 15. 09. 18
19:00 Uhr
Whats your story?
VORTRAG & DISKUSSION

Mit B-Girl MESSY MEL aus Schweden & B-Boy MAURIZIO aka NEXT ONE | Italien

Di., 18. 09. 18
19:00 Uhr
§219a. Ersatzlose Streichung oder Änderung?
Argumente und Konsequenzen
VORTRAG & DISKUSSION

mit ProfIN. Dr. phil. ULRIKE BUSCH, Berlin

Der Vortrag analysiert die Hintergründe und Optionen der gegenwärtigen Debatte zum §219a. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Argumenten der Gegner der Streichung des Paragrafen, eine Darstellung der Wirkungen des Paragrafen sowie Begründung seiner Verzichtbarkeit. Im Fokus sind dabei vor allem die Versorgungssituation zum Schwangerschaftsabbruch, die Situation der Frauen sowie der Arzt*innen. Der 219a wird kontextualisiert in seinem Bezug zum §218/219 StGB und diskutiert zudem die Chancen der Forderung der Aufhebung der grundsätzlichen Strafbewehrtheit des Schwangerschaftsabbruchs und nach einer außenstrafrechtlichen Regelung im Kontext der Anerkennung des Rechts auf reproduktive und sexuelle Selbstbestimmung.

Ulrike Busch ist Professorin für Familienplanung und lehrte bis zu ihrer Emeritierung im Frühjahr 2018 an der Hochschule Merseburg. Sie ist langjährig ehrenamtlich für den pro familia Bundes- und Landesverband Berlin tätig und Mitbegründerin sowie langjährige Geschäftsführerin des Familienplanungszentrums Berlin.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro

Do., 20. 09. 18
19:00 Uhr
Feministische Frauengesundheitsbewegung:
Handeln nach eigenen Bedürfnissen
VORTRAG & DISKUSSION

Mit RINA NISSIM, Schweiz

Seit Jahrzehnten ist sie radikale Aktivistin für reproduktive Rechte und gesundheitliche Selbstbestimmung von Frauen*. Rina Nissim ist Heilpraktikerin, gründete mit anderen Frauen 1978 das Genfer Frauengesundheitszentrum. Ihr Handbuch "Naturheilkunde in der Gynäkologie", in sieben Sprachen übersetzt, ist ein Klassiker der Selbsthilfebewegung. In ihrem neuen Buch "Eine zeitgemäße Hexe. Frauen und Gesundheit - Zur weltweiten Selbsthilfebewegung" (Christel Göttert Verlag, August 2018) lässt sie teilhaben an ihrer jahrelangen Arbeit in der internationalen Frauengesundheitsbewegung mit Frauengruppen in Indien, Costa Rica, Nicaragua und Europa.

Rina Nissim schildert die Kämpfe für das Recht auf Abtreibung, den Zugang zu Verhütungsmitteln, alternative Behandlungsweisen und die Selbstuntersuchung als entscheidenden Schritt zur Rückgewinnung der Kontrolle über den eigenen Körper - über das Handeln nach eigenen Bedürfnissen als umfassenden internationalen Bewusstwerdungsprozess - als Teil der revolutionären Befreiung der Frau. Weitere Schwerpunkte sind die Kritik an der frauenfeindlichen Medizinindustrie sowie deren Folgen, das Ungleichgewicht zwischen bereicherten und verarmten Ländern - und die Möglichkeit zum Empowerment durch Selbsthilfe und feministische Gruppenarbeit. Sie dokumentiert Geschichte bis in die Gegenwart. und bietet Wissen und positive Energie zum Handeln.
Eintritt gegen Spende

Do., 11. 10. 18
19:00 Uhr
ArbeiterKind
VORTRAG & DISKUSSION

Mit DANIELA KEIL

Für ArbeiterKind.de engagieren sich bundesweit fast 6000 Ehrenamtliche in 75 lokalen Gruppen - auch in Leipzig seit mehreren Jahren vertreten. Informiert werden Schüler*innen aus Familien ohne Hochschulerfahrung über die Möglichkeit eines Studiums und sie werden unterstützt auf dem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufsstart. Denn in Deutschland stellt sich die Frage, ob der Status und Erfolg einer Person durch eigene Leistungen bestimmt wird oder durch die soziale Herkunft oder vererbte Privilegien.

Haben alle Personen gleiche Chancen ihre Fähigkeiten und Potenziale zu entwickeln? Oder sind Kinder aus Arbeiterfamilien beim Übergang zu den weiterführenden Schulen benachteiligt und bestimmt die soziale Herkunft die Wahl eines Studienfachs, die Häufigkeit von Studienabbrüchen sowie den Übergang von der Hochschule in den Arbeitsmarkt, das Einkommen und die Karriereverläufe? Daniele Keil erläutere, warum die soziale Herkunft einen Einfluss auf den Bildungsweg der Jugendlichen in Deutschland hat.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro

Fr., 12. 10. 18
19:00 Uhr
Lesben*Café
Das monatliche Lesben*Café soll ein Ort sein, um sich in freundlicher Atmosphäre kennenzulernen, sich auszutauschen, Gemeinschaft zu pflegen und auch um gemeinsam lesbische* Projekte und Unternehmungen zu planen; ein Ort positiver Energie und Kraft, der immer wieder neu gestaltet werden kann. Das Café findet statt an jedem zweiten Freitag im Monat. Wer gerne gemeinsam in den Abend starten möchte, ist herzlich eingeladen um 19 Uhr zu einer "Kennenlern-Willkommensrunde" dazu zu kommen! Wir freuen uns auf euch und einen schönen Abend!

Fr., 26. 10. 18
19:00 Uhr
Revolte der Frauen.
Die Achtundsechziger Bewegung war auch weiblich.
VORTRAG & DISKUSSION

FLORENCE HERVÉ

Eine der Frauen der ersten Stunde erzählt und zieht Bilanz:
Was geschah damals?
Wie ist sie zur Frauenbewegung gekommen?
Was wollten die Frauen bewegen?
Was haben sie erreicht?

In den 60er Jahren pendelte sie zwischen Bonn und Paris; war Beobachterin wie Akteurin der 1968er: als Journalistin für französische und deutsche Zeitungen, als Studentin in der sozialistischen Bewegung und als Mitgründerin (1969) und Aktivistin des Arbeitskreis Frauenemanzipation Bonn. Seitdem initiierte sie immer wieder neue Zeitungs- und andere Projekte, Aktionen zur Herstellung von mehr (Geschlechter-)Gerechtigkeit und arbeitet unermüdlich an einer Erinnerungskultur von Widerstandskämpfer*innen und anderen Nicht-Angepassten.

Dr. FLORENCE HERVÉ, 2014 sollte ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen werden. Sie lehnte die Annahme jedoch ab. In ihrer Begründung heißt es: "Eine unzureichende Aufarbeitung der Nazivergangenheit, eine nicht konsequente Bekämpfung des offenen und latenten Neonazismus und Rassismus und eine unzureichende Anerkennung des antifaschistischen Widerstands - über den 20. Juli 1944 und die Weiße Rose hinaus - kennzeichnen leider weiterhin die Politik und das Geschichtsverständnis der Bundesrepublik. Würde ich die Auszeichnung annehmen, befände ich mich zudem in einer Reihe mit solchen früheren Preisträgern, die Nazis bzw. Nazitäter waren. Soweit mir bekannt ist, wurde bis auf eine Ausnahme keinem von ihnen nachträglich das Verdienstkreuz aberkannt. Das wäre im Übrigen ein leicht machbares Unterfangen, das zudem der Geschichtsaufarbeitung diente."
Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt