Lesungen / Vorträge
Vorträge, Lesungen und Bildungsveranstaltungen

Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gibt es in der Frauenkultur Vorträge aus weiblicher Sicht. Es gibt Porträts zu einzelnen Künstlerinnen oder Frauen, die in einem historischen Kontext stehen. Und natürlich Autorinnen-Lesungen aller Art. Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit des Gesprächs zwischen Referentinnen, Künstlerinnen und den BesucherInnen.
Fr., 07. 04. 17
19:00 Uhr
Subversion oder Assimilation? Trans* und Schwangerschaft in einer heteronormativen Gesellschaft
VORTRAG & DISKUSSION
ANNIKA SPAHN, Berlin

Nach der Aufhebung des Sterilisationszwangs für eine Personenstandsänderung (2011) und den ersten erfolgreichen Uterustransplantationen (2015) gibt es nun sowohl für Trans*Männer wie auch für Trans*Frauen theoretisch die Möglichkeit, schwanger zu werden.
Der Vortrag beleuchtet diese Möglichkeiten inklusive möglicher Einschränkungen und stellt sie in einen gesellschaftspolitischen Kontext, wozu einleitend juristische, medizinische und soziale Diskurse berücksichtigt werden. Außerdem werden Erfahrungsberichte schwangerer Trans*Personen und Butches präsentiert. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, welche Perspektiven die Trans*Community auf das Thema Schwangerschaft hat - dazu werden Interviewausschnitte aus einer empirischen Forschung vorgestellt, in einen gesellschaftspolitischen Kontext gesetzt und diskutiert. Von Interesse ist hierbei vor allem die Frage, inwiefern Trans*Schwangerschaften eine Anpassung an heteronormative Geschlechterbilder bedeuten oder diese in Frage stellen.

Der Vortrag ist auf Deutsch und offen für alle Interessierten. Es sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig.
Veranstaltung in Kooperation des Referates für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Stura der Uni Leipzig und der Frauenkultur.
Eintritt: frei

Do., 20. 04. 17
19:00 Uhr
Billig kommt teuer
VORTRAG & DISKUSSION
JEBA HABIB & BERNHARD HERTLEIN | Amnesty International Gruppe Bangladesch

Billig kommt die Näherinnen teuer zu stehen. Bangladesch ist zweitgrößter Produzent von Bekleidung - gleich hinter China. Nirgendwo, vielleicht mit Ausnahme von Myanmar, sind die Löhne niedriger. Der Siegeszug der Textilindustrie hat das Land verändert. Doch die Lasten tragen vor allem die Näherinnen. Bernhard Hertlein und Jeba Habib berichten über ihre Recherchen vor Ort. Bernhard ist Journalist und seit vielen Jahren Sprecher der Bangladesch-Ländergruppe von Amnesty International. Jeba stammt aus Bangladesch. Sie hat mit ihm gemeinsam Textilarbeiterinnen besucht, darunter auch Opfer des Fabrikeinsturzes von Rana Plaza, bei dem am 23. April 2013 mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen sind und weitere 2500 verletzt wurden.

Präsentiert wird der Vortrag in Kooperation mit der Fashion Revolution Leipzig, einer Initiative aus Vereinen, Händler*innen, Designer*innen und privaten Menschen, die diverse Veranstaltungen zum Thema faire und nachhaltig produzierte Mode organisiert.
Weitere Termine hier: http://www.fairtrade-leipzig.de/fashionrevolution/

Die Kampagne Fashion Revolution gründete sich nach dem Rana Plaza Unglück, um den Druck auf die Textilindustrie zu erhöhen und um bessere Arbeitsbedingungen für die Arbeiter*innen zu erwirken.
Eintritt: frei

Do., 27. 04. 17
19:00 Uhr
Breaking in Kamerun
VORTRAG, FILM & GESPRÄCH (französisch-deutsch)
Mit der Gewinnerin des Vorausscheids in Kamerun: BGirl Agathe. Sie berichtet über die Situation der Tänzerinnen vor Ort und stellt ihr Tanztheaterstück "Energy" vor.
Eintritt: frei

Im Rahmen des Family Fever Festivals vom 27. - 30.04.2017

Sa., 29. 04. 17
19:00 Uhr
WHATS YOUR STORY?
VORTRAG
...über die Erfahrungen von B-Girls | Frauen im Breakdance
Mit BGirl Mess aus Russland | BGirl Tania The Hunter aus Spanien
Eintritt: frei

Im Rahmen des Family Fever Festivals vom 27. - 30.04.2017

Do., 04. 05. 17
19:00 Uhr
Georgien - eine Rundreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Oktober 2016
MULTIMEDIALER VORTRAG einer unglaublichen Tour
mit SABINE MEHNERT, Leipzig

Wegen eines Handycaps dieses Mal nicht mit dem Rad sondern mit Rucksack und per Pedes durch Swanetien mit seinen UNESCO geschützten Wehrtürmen und mit Blick auf den Großen Kaukasus, weiter gen Norden auf der Georgischen Heerstraße zum Berg Kasbek (5047m). Georgien bietet für alle Sinne etwas. Es ist ein Land mit einer tollen Küche, sehr freundlichen Menschen und vielen Kulturdenkmälern am Wegesrand.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro (ermäßigt)

So., 18. 06. 17
16:00 Uhr
Von röhrenden Hirschen und revoltierenden Hausschnecken
Eine Performance der besonderen Art
Susanne Köszeghy | Musikerin
Veronika Weidauer | Künstlerin und Autorin

Eine zwischen Dada-Texten, moderner und neu interpretierter populärer Musik diametrisch angelegt Klang-, Wort- und Bildcollage wird von der Künstlerin und Autorin Veronika Weidauer und der Musikerin Susanne Köszeghy zu einem Gesamtkunstwerk verwoben.

Humoristische Betrachtungen des Alltags lassen inmitten der Geräusche der Natur und ihrer Imitationen neue Wege und Wirklichkeiten entstehen, die sogar den Dialog mit Hirschen und Schnecken wahr werden lassen!

Das Programm umfasst eine bunte Zusammenstellung von Musik (von Henry Purcell über Tim Buckley und Agnes Dorwarth bis zu den Ärzten, vertont mit Gesang, Blockflöten, Gitarre und Klavier) und Literatur (Mutti Riot, Schafes Schwester etc.), zugleich tiefgründig und komisch, und wird umrahmt durch die Bilder und Zeichnungen von Veronika Weidauer.

Susanne Köszeghy: Blockflötenstudium in Stuttgart, Amsterdam und Leipzig, Meisterklassenexamen ebendort, mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Kammermusikwettbewerbe; seit 2000 freischaffend in Berlin; Konzerttätigkeit mit unterschiedlichen Ensembles mit Zeitgenössischer Musik; seit mehreren Jahren Beschäftigung mit freier Improvisation, u.a. auch in Kombination mit LandArt; multimediale Performances mit "Mutti Riot" (zusammen mit V. Weidauer) und der Schauspielerin Heidi Zengerle
Veronika Weidauer: geboren, aufgewachsen in Berlin-Kreuzberg, Kunststudium an der Ecole Municipale des Beaux-Arts, Avignon, Frankreich; Kurz in der Werbegrafik in Stuttgart gearbeitet, dann Studium der klassischen Archäologie und Bibliothekswissenschaft mit Diplom in Berlin. Auch das noch: Klassische Gesangsausbildung - Mezzosoprano -bei Gabriele Dünnebier- Küpper. Arbeit als freie Künstlerin im eigenen Atelier in Berlin-Mitte-Moabit seit 2004 (seit 1996 Gemeinschaftsatelier Prenzlauer Berg, aber dann kamen zwei Söhne); Autorin von Kurzgeschichten unter dem Pseudonym Aki Norev; Organisation von Ausstellungen und Lesungen. Freies Lektorat. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. stete Teilnahme am Moabiter "Ortstermin", 2015 "Lost in Paradise" Open-Air-Ausstellung vor dem Rathaus Tiergarten.

Eintritt: 7,- | 5,- Euro ermäßigt