Ausstellungen
Ausstellungen/ Galerie

In den über 18 Jahren Galerie-Tätigkeit der Frauenkultur Leipzig hat sich der Ort als wichtiger Raum für Ausstellungen von Künstlerinnen aus dem professionellen wie autodidaktischen Bereich etabliert. In allen geschichtlichen Zeitepochen war die Bildende Kunst neben der Sprache wichtigste Form der Artikulation in allen sozialen Schichten von Gesellschaftssystemen. Durch die minimalen materiellen Voraussetzungen wie den fast unbegrenzten Varianten des bildnerisch kreativen Tätigseins fungiert unverändert im Unterschied zu anderen Kunstgenres die Bildende Kunst als ein alltägliches und spontanes Ausdrucksmittel insbesondere für Frauen.

Die Ausstellungsräume in der Frauenkultur Leipzig werden multifunktional genutzt. D.h. alle Ausstellungen sind in die anderen Veranstaltungsangebote eingebunden und werden dadurch auch von BesucherInnen wahrgenommen, deren Interesse nicht explizit auf die Bildende Kunst gerichtet ist. In diesen Rahmen ist für alle BetrachterInnen ein offener und unbefangener Umgang mit Kunst möglich.
Do., 25. 05. 17
19:00 Uhr
Hexenverfolgung. Auch in der Zeit der Reformation
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
EXHIBITION IN PROGRESS / AUSSTELLUNG AUF DEM WEG
Erarbeitet vom Offenen Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung der Frauenkultur Leipzig
Eröffnung:
CHRISTIANE THIEL, Hochschul- und Studierendenpfarrerin der ESG Halle | Wort
SILVIA NEEDON | Percussion, musikalische Umrahmung

Zur Geschichte Leipzigs und der Region gehört auch das Unrecht jahrhundertelanger Hexenverfolgung in Leipzig und Sachsen (1450 bis 1750) . doch gibt es dazu bis heute nur wenig öffentliche Reflektion und wenig öffentliches Bewusstsein um diesen Teil der (Stadt)-Geschichte.

Mit der extra anlässlich des Kirchentages entstandenen "Ausstellung auf dem Weg - Aufarbeitung der Hexenverfolgung u.a. in Zeiten der Reformation in Leipzig | Sachsen" soll die Möglichkeit geschaffen werden, sich zu diesem Thema zu informieren - und mit am Thema interessierten Menschen ins Gespräch zu kommen.
Die Bezeichnung ".in progress |.auf dem Weg" wurde gewählt, um deutlich zu machen, dass dies der Beginn einer umfangreicheren Ausstellungsarbeit sein wird, deren erster Abschnitt hier präsentiert werden soll. Denn der ehrenamtlich agierende Arbeitskreis existiert erst seit Januar 2016, trägt Daten zusammen, recherchiert in Archiven... Aufgrund jahr(zehnte)langer Vorbeschäftigung der Einzelnen existiert aber bereits ein Wissen, dass geeignet ist, diesem selten öffentlich behandelten Thema eine größere Öffentlichkeit zu verschaffen und geeignete Formen der Aufarbeitung oder des Erinnerns zu finden.
Denn eine öffentliche Diskussion über das Benennen von nachweisbar begangenem Unrecht trägt die Möglichkeit in sich, gesellschaftliche Zusammenhänge damals wie heute klarer zu erkennen... und auch Formen der Rehabilitation von unschuldig ermordeten Frauen, Männern und Kindern zu finden, selbst wenn dies viele hundert Jahre später stattfindet. Auch die Kirche hat jahrhundertelang zu ihrer Mitverantwortung an den Hexenverfolgungen geschwiegen.

Recherchiert wurde zu einzelnen Prozessen, zum Bild der "Hexe" im Märchen und in der Literatur. Es geht um die Lebenswelten von Frauen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit und um das Rechtssystem, das sich in dieser Zeit maßgeblich veränderte. Und natürlich geht es um das Wirken der Kirche. und darum, dass auch Martin Luther und die Reformation die Hexenverfolgung weiter vorantrieben.
Eintritt: frei

Fr., 26.05.2017 | 19:00 Uhr
OFFENER VORTRAG im Rahmen der Kirchentage auf dem Weg
"Als Hexe/r verfolgt und ermordet..."
Das Unrecht jahrhundertelanger Hexenverfolgung hat auch in Leipzig und Sachsen (1450 bis 1750) vieles verändert im gesellschaftlichen Miteinander, in der Funktion der Kirche, in den Rollenbildern von Frauen und Männern. Wie es dazu kam, was und wie es geschehen konnte und welche Auswirkungen wir heute noch erleben. das sind Themen dieser Veranstaltung des Arbeitskreises Aufarbeitung Hexenverfolgung. Und natürlich wird es Zeit für Fragen und zur Diskussion geben.
Eintritt: frei

AUSSTELLUNGSRUNDGANG im Rahmen der Kirchentage auf dem Weg
Aufarbeitung der Hexenverfolgung u.a. in Zeiten der Reformation in Leipzig | Sachsen
Do., 25.05.2017 | Fr., 26.05.2017 | Sa., 27.05.2017
jeweils 13:00 Uhr

Fr., 07. 07. 17
19:00 Uhr
Denial.
Oder: Die Verweigerung der Realitäten, um zu überleben.
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Dr. Mirette Bakir

Die Malereien der Künstlerin Dr. Mirette Bakir berühren in ihren Emotionen Ambivalenzen unserer Existenz. Gegensätzlichkeit erzeugt Gegensätzlichkeit: Das Leugnen offensichtlicher Wahrheiten durch Teile des politischen Establishments; das Fliehen in virtuelle Welten, um hoffen zu können - die Ablehnung als Strategie zum Überleben - und Sehnsucht nach Wirklichkeit.

Eröffnung der Ausstellung:
Sigrun Hellmich, Kunstwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin
Alia Kheirbek, Musikerin, Klavier
Eintritt: frei

Do., 21. 09. 17
19:00 Uhr
Per Rad neue Horizonte entdecken
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
SABINE MEHNERT, Leipzig

Beim Radfahren durch andere Länder gibt es viel Gelegenheit, das Land und die Menschen im eigenen Tempo zu entdecken. Schon bei den Vorbereitungen für die Reise wächst die Neugier.

Für Sabine Mehnert ist das "Entdecken per Fahrrad" fast schon Passion, sie bereiste bereits Länder wie Armenien, Georgien, den Iran, Lappland, das Baltikum...
Zu sehen sind Fotos von den letzten Reisen im Kaukasus, die beeindruckende Begegnungen mit den Menschen vor Ort und deren Kultur widerspiegeln.
Eintritt: frei